Statements der Schausteller 2003

Fischstand Benkenstein:

Regen(vm) Wir haben mit Elisabeth Benkenstein (59), Inhaberin der Firma Hann (Fischstand), aus Passau gesprochen.
In einer Stunde beginnt das Pichelsteinerfest 2003. Wie oft waren Sie schon da?

Benkenstein: "Ich komm' seit 40 Jahren her. Jeden Festtag steh' ich von drei Uhr nachmittags bis Mitternacht am Stand und verkaufe meine Fische."
Die Mischung aus Fett und Fisch, nervt der Geruch nicht mit der Zeit?

Benkenstein: "Naa, der darf einen nicht nerven. Man gewöhnt des mit der Zeit. Und helfen tut dagegen eh nix. Hausfrauen reiben sich die Hände manchmal mit Zitrone ein, aber bei uns bringt das nicht viel."
Wann haben die Festbesucher den größten Geluster auf gebackenen Fisch?

Benkenstein: Die jungen Leut' kommen nach dem Bierzelt an den Stand und holen sich noch eine Semmel mit Fisch auf die Hand. Als letztes Nachtessen, bevor es nach Hause geht. Aber auch zwischen 17 und 20 Uhr verkauf' ich viel. Wenn die Besucher Brotzeit machen."


Autoscooter Sonntag:

Regen (vm). Mit Xaver Sonntag (67) aus Pfarrkirchen, Besitzer des Fahrgeschäfts "Autoscooter" haben wir gestern während des schweißtreibenden Aufbaus gesprochen.
Wie oft waren Sie schon auf dem Pichelsteinerfest in Regen?

Sonntag: Mei, ich komm' schon ewig her. Seit über 20 Jahren ist mein Autoscooter auf dem Pichelsteiner. Der ist scho' eine feste Institution.
Was ist schlimmer, das Auf- oder das Abbauen?

Sonntag: Ach, das ist eigentlich egal. Die Arbeit bleibt für meine Männer die gleiche. Zuerst müssen sie die Eisenstreben verlegen, auf die die Platten für die Fahrbahn gelegt werden. Dann wird der Dachstuhl zusammen gebaut und die Fassade mit Beleuchtung und allem. Am wichtigsten sind aber die Autos. 25 Stück haben wir aufs Pichelsteiner mitgebracht. Ich muss ständig ein Auge auf meine zehn Helfer haben, damit alles passt. Heit pressiert's, denn bis zum Abend muss alles fertig sein. Am Mittwoch stand der Autoscooter noch in Donaustaufen auf dem Volksfest.
Wie wird man Schausteller?

Sonntag: Bei mir liegt das in der Familie. Die Sonntags sind schon in der fünften Generation Schausteller. Ich habe die Arbeit auf Volksfesten von Kindesbeinen an kennengelernt. Und mein Sohn Adolf wird die Tradition fortführen. Er ist beim Pichelsteiner auch dabei.
Was macht ein Schausteller wie Sie im Winter?

Sonntag: Da muss das ganze Zeug hergerichtet werden. Die Autos müssen repariert und renoviert werden. Die Streben kontrolliert, die kaputten Lamperl ausgewechselt und solche Sachen halt.