PNP
06.08.2010
Das Fest war ruhig, rauschend und ein bisschen schmerzhaft
Die
Pichelsteiner-Bilanz nach den sechs tollen Tagen
Regen.
Noch in der Nacht auf Donnerstag rollten die ersten Lastzüge der Schausteller
vom Platz, die Tierzuchthalle war gestern um 14 Uhr schon wieder Tierzuchthalle
und nicht mehr Riesenparty-Zone, überall wird aufgeräumt und bilanziert
nach sechs Tagen Pichelsteinerfest. Der Bayerwald-Bote hat sich umgehört
unter den Verantwortlichen.
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Der Präsident:
Überglücklich
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Walter Fritz ist ja nicht unbedingt der Mann, der zu euphorischen Ausbrüchen
neigt, aber gestern sprudelten die Superlative nur so aus dem Mund des Pichelsteiner-Präsidenten,
als er über das Pichelsteinerfest 2010 sprach. „Wir sind mehr
als zufrieden, es war einfach grandios“, sagt er zu den sechs Tagen,
„es lag kein Schatten über dem Fest.“ Das sprichwörtliche
Pichelsteiner-Wetterglück hatten in diesem Jahr Festzug und Gondelfahrt,
der Tag der Wirtschaft und die Landwirtschaftskundgebung waren sehr gut
besucht; und dass die Fieranten auf den Festplätzen auch kein schlechtes
Geschäft gemacht haben, zeigt die Tatsache, dass am letzten Festtag
der Käse und der Fisch ausgegangen sind.
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Die Polizei ist
„sehr zufrieden“
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Acht Körperverletzungen, zwei Beleidigungen, eine Trunkenheitsfahrt
und sechs betrunkene Jugendliche - das sind die nackten Zahlen der Polizei.
Erster Polizeihauptkommissar Manfred Buchinger, Leiter der Polizeiinspektion
Regen, ist mit dieser Bilanz sehr zufrieden, wie er sagt. „Vom subjektiven
Eindruck ist in diesem Jahr weniger vorgefallen als im vergangenen Jahr“,
meint er. Die Regener Polizisten haben am und um das Fest starke Präsenz
gezeigt, wurden von Beamten des Einsatzzugs Straubing verstärkt. Möglicherweise
sei auch der Ordnungsdienst in der Tierzuchthalle, der einen guten Job gemacht
habe, für das ruhige Fest mitverantwortlich, so Buchinger.
Einen Spezialeinsatz bescherte der Polizei der Tanzboden. Der wurde in der
Nacht auf Sonntag fast überrannt von den Besuchern. Der Wirt wandte
sich an die Polizei, um der anstürmenden Masse Herr zu werden. Die
kam und half.
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Die Bürgermeisterin
will nachjustieren
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„Es ist doch wunderschön, wie glücklich die jungen Leute
hier sind “, meint Bürgermeisterin Ilse Oswald und spricht damit
die Stimmung in der Tierzuchthalle an. Die kennt sie nicht nur aus Erzählungen.
Sie gehört am Pichelsteinermittwoch zu denen, die in der Tierzuchthalle
auf den Bänken tanzen. Das Fest findet sie „einfach wunderbar“,
bestätigt wurde ihr das auch von den Delegationen der Regener Partnerstädte
Roth und Eschwege. Besonders die Eschweger nahmen alle Vergnügungen
des Fests bis in die Morgenstunden mit.
Als Bürgermeisterin ist Ilse Oswald aber auch dafür verantwortlich,
dass die große Feier trotz aller Ausgelassenheit in geordneten Bahnen
verläuft. Und nicht erst seit dem Unglück bei der Loveparade in
Duisburg weiß man, wie gefährlich Menschen in Massen sich selber
werden können. „Wir müssen die Zufahrten für Rettungsfahrzeuge
verbessern“, hat sich Oswald vorgenommen.
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Die Sanis waren
gut beschäftigt
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113 Festbesucher mussten die Dienste des BRK-Rettungsdiensts in Anspruch
nehmen. 93 chirurgische Versorgungen (Schnittverletzungen, Platzwunden,
Prellungen, Knochenbruch usw), neun interne Versorgungen ( Kreislaufkollaps
usw.), fünf Insektenstiche und sechs jugendliche Alkohol-Opfer stehen
in der Statistik von Alfred Aulinger, dem Leiter des Rettungsdiensts beim
BRK-Kreisverband.
Dramatisch waren zwei Wiederbelebungen, beide waren erfolgreich. Der Rettungsdienst
(Rettungswagen mit Notarzt) wurde 14 Mal angefordert, neun Mal wurde der
Transport zur Weiterbehandlung in ein Krankenhaus notwendig. „Im Vergleich
zu 2009 war es ein etwas ruhigeres Fest, es waren zum größten
Teil Bagatellfälle, die uns beschäftigt haben“, sagt Aulinger,
der glaubt, dass die gute Arbeit des Sicherheitsdiensts und die Polizeipräsenz
dazu beigetragen haben.
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Das Maß
der kaputten Maßkrüge
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Festwirt Sepp Falter kann anhand einer Zahl ziemlich genau belegen, dass
das Pichelsteinerfest 2010 ein recht ruhiges und ordentliches Fest gewesen
ist. „So 600 bis 700 kaputte Maßkrüge in der Tierzuchthalle,
das ist noch in Ordnung“, sagt er - und erzählt von dem Fest,
bei dem einmal an die 3000 Krüge zerdeppert worden sind.
Großes Thema war natürlich dieses Mal das Rauchverbot, „hat
keinen Ärger gegeben, hat gut geklappt“, sagt Falter, dem aufgefallen
ist, dass die Leute in diesem Jahr deutlich länger sitzengeblieben
sind als im vergangenen Jahr, als das Fest noch in die Schulzeit fiel. Und
der Bierkonsum? Die Menge ist Betriebsgeheimnis, nur so viel: „Der
Konsum ist sehr konstant, die Schwankungsbreite in den vergangenen Jahren
liegt immer so bei fünf bis zehn Hektoliter.“
Nach dem Fest ist vor den Festen, zum Durchschnaufen kommen die Falter-Beschäftigten
kaum. Das Motorradtreffen in Zuckenried, das 60-jährige Vereinsjubiläum
des TSV Lindberg, die Weißensteiner Kirwa, das Drescherfest in Gehmannsberg
und das Fest der Feuerwehr Triefenried stehen am kommenden Wochenende auf
dem Falter-Terminkalender.
Eine gewisse Leidensfähigkeit verlangt das Fest den Nachbarn ab. Eine
besondere Erfahrung musste in diesem Jahr Wirt Kai Weghofer vom Brauereigasthof
machen. Ihm haben Betrunkene die Lichterkette des Biergartens abgerissen,
die Lampen aus den Fassungen geschraubt und sie dann im Pichelsteinerbrunnen
versenkt.  |
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PNP
05.08.2010
Am Biertisch gibt es keine Hierarchie
Rodenstockler
sind täglich auf dem Pichelsteinerfest - auch beim Tag der Senioren
Regen.
Riesenandrang gestern beim Tag der Senioren auf dem Pichelsteinerfest. Allein
etwa 650 Gäste holten sich Marken für Maß und Gickerl, wahlweise
Würstl, bei Kurt Fiederling und Helmut Pfeffer ab, noch einmal 110
Mahlzeiten gingen ins Altenheim. Zwei Drittel der Senioren wählten
das Huhn, was um halb eins zu Wartezeiten von 20 Minuten führte. Die
heitere Stimmung konnte das nicht trüben. Schließlich kommen
die meisten Gäste schon seit Jahren her und freuen sich, bei Volksmusik
und Bier ihre Bekannten wiederzusehen.
Wie die Runde am Tisch gegenüber der Bühne, zusammen 378 Jahre
alt, darunter drei, die die Markerl-Grenze überschritten haben. Seit
Jahrzehnten kommen die ehemaligen Rodenstock-Mitarbeiter (früher abteilungsweise,
jetzt privat abteilungsübergreifend) zum Pichelsteinerfest. Hans Vornehm
mit Frau Maria, Hermann Köstlmeier, Johann Streidl und ihr ehemaliger
Chef Ernst Gläsener, ein hörbarer Niedersachse. Nur der Personalchef
fehlt heute.
Streidl und Gläsener kennen sich seit 1954, noch aus ihrer Münchener
Zeit bei Rodenstock. „Als junger Bua war er scho a Preiß“,
sagt Streidl über Gläsener mit leisem Bedauern. Ansonsten haben
sie ihn offensichtlich perfekt integriert, genauso wie den Zwieseler Köstlmeier.
Blechmusik, das wär noch schöner, meint der mit einem Blick aufs
Bavaria-Duo. Kein Wunder, schließlich war er bis zu seinem 75. Ausbilder
beim Spielmannszug. Maria Vornehm zückt derweil einen Mini-Ventilator
und hält ihn ihrem Gegenüber unter die Nase: „Des tuat guat!“.
Das und zwei, drei Maß halten sie frisch bei der Hitze. Von nachmittags
um drei bis gegen halb zehn Uhr abends sind sie alle da, jeden Pichelsteinfesttag,
und immer an diesem Tisch, den ihnen mittlerweile die Bedienungen frei halten.
Außer am Montag, wenn es das Pichelsteiner gibt.
Drei Generationen sitzen am anderen Ende des Saals an einem Tisch: Frieda
Palm aus Regen, 63, ihr Mann Horst, 77, Schwiegertochter Steffi Weyermann,
39, und Enkel Mathilda, 1 1/2 , und Ferdinand, 3. Später geht‘s
noch zu den Fahrgeschäften, Horst Palm, der 50 Jahre in München
lebte, ist vom Oktoberfest einiges gewohnt und wird mit den Enkeln mindestens
einmal Kettenkarussell fahren. Steffi Weyermann kam vor viereinhalb Jahren
aus Köln nach Nebelberg. Ihre Schwiegermutter Frieda „verkleidete“
sie mit einem ihrer umgenähten Dirndl als Bayerin, erzählt sie
lachend. Zwei Radlermaß hat sie damals getrunken - und keine weiteren
Erinnerungen mehr an den Abend. Es gebe hier so einen Spruch, die Starken
überleben, um die Schwachen ist‘s nicht schad. Den habe sie sich
oft anhören müssen. Mittlerweile hat sie ein Gefühl für
die Mentalitätsunterschiede bekommen und nimmt‘s als Rheinländerin
mit Humor. Und überhaupt - in puncto Karneval müsse sie hier dafür
noch einige „Entwicklungshilfe“ leisten. |
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PNP
04.08.2010
„Wir wollen die Öko-Kuh“
Dr.
Martin Grupp hält bei der Bauernkundgebung ein flammendes Plädoyer
für die Rasse Fleckvieh
Regen.
Ein bisschen traurig sehen sie schon aus, die Fleckvieh-Kühe, die in
dem kurzen Video durch die karge afrikanische Savanne stapfen. Der Streifen
flimmerte gestern Nachmittag über die Leinwand im Regener Faltersaal.
Er sollte zeigen, zu welch famosen Anpassungsleistungen die Rinder der Rasse
„Fleckvieh“ imstande sind. Denn auch hier, in Namibia, haben
die Rinder bayerischer Herkunft Fuß gefasst. Könnten Fleckvieh-Rinder
dem Vortrag des Zucht-Experten Dr. Martin Grupp folgen, ihnen würde
ganz warm ums Rinderherz, mit einer solchen Begeisterung spricht Grupp von
den Eigenschaften des Fleckviehs, vom Mehrfachnutzen, denn das Fleckvieh
gibt Milch und Fleisch und Haut - und ist noch dazu klimafreundlich: Pro
Fleckvieh-Kuh springt mehr Milch und Fleisch heraus als bei anderen Rassen.
Dass Grupp das Fleckvieh so preist, hängt damit zusammen, dass er Geschäftsführer
der Bayern Genetik GmbH ist, und die GmbH verdient ihr Geld unter anderem
damit, weltweit Fleckvieh-Samen an die Züchter zu bringen.
Die Landwirtschafts-Kundgebung im Rahmen des Pichelsteinerfests verlangt
von den Besuchern traditionell etwas Geduld, denn vor das Hauptreferat haben
die Organisatoren die Grußworte gesetzt. Und in der Summe erreicht
das, was Bürgermeisterin Ilse Oswald, Landrat Heinz Wölfl, MdB
Ernst Hinsken, BBV-Bezirkspräsident Walter Haidl und BBV-Kreisobmann
Josef Pletl zu sagen haben, locker den Umfang des Hauptreferats. Dass der
Hauptorganisator, Leitender Landwirtschaftsdirektor Josef Steinhuber, die
Grußwortredner auf Kürze eingeschworen hatte, das fruchtete nur
bei der Bürgermeisterin und beim Landrat.
„Da könnte einem ja Angst werden“, meinte ein Zuhörer
bei Grupps Vortrag auch. Denn der skizzierte eindrucksvoll den Strukturwandel
in der (bayerischen) Landwirtschaft. Der Bestand an Fleckvieh ist in Bayern
in den vergangenen Jahren um 47 Prozent zurückgegangen, beim Braunvieh
sogar um 64 Prozent. Die Zahl der Milchviehbetriebe in Niederbayern hat
sich zwischen 2007 und 2009 um 8,37 Prozent verringert. „Die Freigabe
des Milchmarkts wird den Strukturwandel noch beschleunigen“, prophezeite
Grupp. Der Landkreis Regen gehört in Bayern noch zu denen, „in
die Milch fließt“, wie er sagte. Die Milchquote nimmt immer
noch zu. Noch nicht erreicht ist allerdings ein Milchpreis von 35 Cent/Kilo.
Das ist der Preis, den die Milchbauern unbedingt bekommen müssten,
um an der Landwirtschaft auch etwas zu verdienen, wie Grupp sagte. Gegenwärtig
dümpelt der Milchpreis um die 30 Cent pro Kilo, hat sich freilich gegenüber
dem Tiefstpreis von rund 21 Cent leicht erholt, wie MdB Ernst Hinsken sagte.
Dass Dr. Martin Grupp alles andere als ein Lückenbüßer war,
das bestätigte BBV-Kreisobmann Josef Pletl dem Referenten. Ursprünglich
war der niedersächsische Agrar- und Umweltminister Sander als Referent
vorgesehen. Er musste wegen Erkrankung absagen, Josef Steinhuber gelang
innerhalb kürzester Zeit, einen Ersatz-Redner zu verpflichten. Und
der schaffte es innerhalb von 45 Minuten, alle Zuhörer im sehr gut
gefüllten Saal zu Fleckvieh-Fans zu machen.  |
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PNP
04.08.2010
Treue geht durch den Magen
Herbert
Geiger wird von den Pichelsteinern geehrt
Regen.
Sie gehört zum Volksfestbesuch wie der Schaum zum Bier, die Fischsemmel.
Und dafür, dass es auf dem Pichelsteinerfest mit der Fischsemmel-Versorgung
immer gut klappt, dafür sorgt Herbert Geiger aus Ruhmannsfelden. Seit
mittlerweile 50 Jahren. Dieses Jubiläum haben die Pichelsteiner bei
der gestrigen Schausteller-Brotzeit in der Festhalle für eine Ehrung
Geigers genutzt. Der hat den Fischsemmel-Stand von seiner Mutter übernommen.
Die war gleich beim ersten Pichelsteinerfest nach dem Krieg mit dabei. Mittlerweile
stehen in den beiden Fischsemmel-Ständen von Herbert Geiger schon die
nächsten beiden Generationen und helfen mit. Das Pichelsteinerfest
ist auch das einzige Fest, auf dem sie mit ihrem Stand vertreten sind.
Einen Trend beobachten die Experten in Sachen Fisch: Die jungen Leute bevorzugen
die Lachssemmel, da hat die Semmel mit dem Rollmops keine Chance.
Eine Schrecksekunde hat es drei Tage vor Festbeginn für Pichelsteiner-Platzmeister
Willy Schicker gegeben. Das Fahrgeschäft G-Force, es wäre die
Attraktion auf dem Festplatz gewesen, musste wegen eines technischen Defekts
absagen. Hektisch und erfolgreich bemühte sich Schicker um Ersatz,
konnte eine Simulatoranlage für den freien Platz gewinnen.
Als neue Gäste auf dem Festplatz konnte Pichelsteiner-Präsident
Walter Fritz auch die beiden Betreiber der Festküchen begrüßen.
Auf dem Festplatz I bekocht Franz Kagerbauer (Franzl’s Grillstube,
Bodenmais) die Gäste, auf dem Festplatz II Michael Geiger aus Böbrach.
Beide sind mit dem bisherigen Verlauf des Fests sehr zufrieden, wie sie
sagten.  |
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PNP
04.08.2010
Dieses Fest schmeckt auch den Kleinen
Am
Dienstagnachmittag gehört das Pichelsteinerfest den Kindern
Regen.
Die Profis sind mit Regenschirmen ausgestattet. Zumindest aber mit Käppis.
Die aufgespannten und umgedrehten Schirme und die Kopfbedeckungen werden
am Kindertag auf dem Pichelsteinerfest zweckentfremdet - als Auffangbecken
für die Guatl, die beim Bonbonregen auf den Festplatz niederprasseln.
„Geh, die mog eh koana!“, versucht eine Mutter ihren Sohn in
seiner Sammelwut etwas zu bremsen. Ohne Erfolg: Blitzschnell lädt der
Bub seine süße Beute in Mamas Hand- und Jackentasche ab und stürzt
sich mit seinem Freund gleich wieder ins Getümmel. Schließlich
mischen sich unter die herabregnenden Zuckerl traditionell ja auch Chips
für die Fahrgeschäfte. Und die stehen bei den jungen Besuchern
besonders hoch im Kurs.
Deutlich ruhiger hat gestern für viele kleine Besucher der Kindernachmittag
begonnen - beim Kasperltheater in der Festhalle. Danach gab es aber kein
Halten mehr. Die Kleinen nahmen das Kinderkarussell in Beschlag und winkten
mit leuchtenden Augen und vor Aufregung roten Backen ihren wartenden Eltern
oder Großeltern zu. Digitalkameras hielten die Fahrt für die
Ewigkeit fest.
Auf dem kleinen Festplatz beginnt der Festbesuch traditionell für die
Familie der vierjährigen Elisabeth aus Regen. Ein paar Runden auf einem
Pferd sind für sie der schönste Auftakt. Dann geht es gleich zum
Karussell. Die fünf Kreitmayr-Geschwister aus Langdorf versüßen
sich derweil ihren Festbesuch mit Softeis. Dann wollen alle Autoscooter
fahren, auch die erst zweijährige Mara Lucie.  |
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PNP
03.08.2010
Auf, auf zum Mahl!
Regen.
Montagmittag, nochmal geht’s mit Musik vom Rathaus Richtung Festhallen,
Ausmarsch zum Pichelsteinermahl, und mit dabei natürlich auch die Pichelsteiner-Komitee-Mitglieder,
die dieses Mal ein ehemaliges Mitglied ganz spontan wieder in ihre Reihen
aufnahmen, den ehemaligen Regener Stadtpfarrer Eberhard Eibl. Mitmarschiert
sind (von links): Stadtpfarrer Josef Ederer, Karlheinz Stern, Helmuth Pfeffer,
Heinrich Schiller, Eberhard Eibl, Hermann Keilhofer, Roland Pongratz, Martin
Schnierle und Kurt Fiederling.
Gesehen wurden beim Ausmarsch auch Richard Erdmann, Bürgermeister in
Regens Partnerstadt Roth, der Landrat von Hildesheim, Rainer Wegner, Regierungspräsident
Heinz Grunwald, Landrat Heinz Wölfl, Pfarrkirchens Bürgermeister
Georg Riedl, MdL Alexander Muthmann, stellvertretender Landrat Willi Killinger
und Randolf Rodenstock, Präsident der Vereinigung der der Bayerischen
Wirtschaft.  |
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PNP
03.08.2010
Bei Innovationen ist der Mittelstand mehr als mittelmäßig
Geschäftsführer
von Mesutronic und Rehau beim Tag der Wirtschaft - Chef der Wirtschaftsjunioren
fordert verlässliche Rahmenbedingungen
Regen.
Das Erfolgsgeheimnis klingt simpel: Innovationen sind es, die dem Mittelstand
Wettbewerbsvorteile sichern. Wie das in der Praxis aussieht, erfuhren die
Gäste gestern beim Tag der Wirtschaft auf dem Pichelsteinerfest von
Karl-Heinz Dürrmeier und Albert Dirnberger, Geschäftsführer
der Firmen Mesutronic, Kirchberg, bzw. Rehau, Viechtach. Arbeit und Ziele
der Wirtschaftsjunioren stellte ihr Kreis- und Bezirksvorsitzender Stefan
Stoiber aus Regen vor.
Dem Redner-Trio sowie Moderator Pichelsteiner-Präsident Walter Fritz
hörten viele namhafte Gäste zu, unter ihnen MdL Alexander Muthmann,
Ex-MdL Josef Niedermeier, Randolf Rodenstock, Präsident der Bayerischen
Wirtschaft, Franz Prebeck, Präsident der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz,
Rainer Wegner, Landrat aus Hildesheim und die bayerische Bierkönigin
Franziska Sirtl aus Olching.
Unternehmen, vor allem Mittelstand und Familienbetriebe bringen die Wirtschaft
voran, steht für Bürgermeisterin Ilse Oswald außer Frage.
„Sie nach Kräften zu unterstützen ist unser Auftrag“,
sagte sie.
Eine gute Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und öffentlicher Hand
sei selbstverständlich, pflichtete Landrat Heinz Wölfl ihr bei.
„Wir werben seit Jahren niederbayernweit die höchsten Fördermittel
ein“, stellte Wölfl heraus.
„Innovation verschafft dem Mittelstand Wettbewerbsvorteile“,
steht für Karl-Heinz Dürrmeier außer Frage. Ein 90-Mann-Betrieb
wie die Mesutronic könnten Neuerungen schneller umsetzen als träge
Großbetriebe und schneller auf einen veränderten Markt reagieren.
Dass diese Strategie funktioniert, habe sich schon bei Gründung der
Firma vor 18 Jahren gezeigt, als der Markt für derlei Produkte eigentlich
gesättigt war.
Die Mesutronic macht den Großteil ihres Millionen-Umsatzes nicht in
Deutschland, sondern im nicht-europäischen Ausland, vor allem in den
USA und China. Ihre Kunden kommen aus vier Branchen: Holz-, Kunststoff-,
Textil- und Food-bzw. Pharma-Industrie. Letztere war besonders krisenresistent
und bescherte 2009 als einziger Bereich ein Umsatzplus. Kurzarbeit war bei
Mesutronic wesentlicher Bestandteil des Krisenmanagements. Aber: „Seit
April geht es steil bergauf - als hätte jemand einen Schalter umgelegt“,
sagte Dürrmeier. Im Mai freute sich die Mesutronic über die höchsten
Auftragseingänge ihrer Firmengeschichte.
Ein älteres und viel größeres Kaliber unter den erfolgreichen
Mittelständlern im Landkreis präsentierte Albert Dirnberger. Das
Kunststoffunternehmen Rehau hat 170 Standorte in 50 Ländern. In Viechtach
sind rund 850 Mitarbeiter beschäftigt. Das Erfolgsgeheimnis: Innovative
Verarbeitungstechniken und Vor-Ort-Präsenz. Der Markt sei vielversprechend
für Systemlösungen für energieeffizientes Bauen wie für
Wassermanagement, für Wärmepumpen, Flächenheizungen und -kühlanlagen.
Technisch ausgefeilte, hochwertige und energieeffiziente Produkte wie etwa
Kunststoff-Rohrverbindungen oder gedämmte Rohre, finden ihre Abnehmer,
auch wenn Konkurrenten billigere anbieten, weiß Dirnberger aus Erfahrung.
Die Zahl der Unternehmer steigt, aber die der sozialversicherungspflichtigen
Jobs im Landkreis sinkt - diese Entwicklung gibt Stefan Stoiber, Chef der
Wirtschaftsjunioren, zu denken. Auch ein persönliches Erlebnis motiviert
den 33-Jährigen, sich einzubringen: Bei seinem jüngsten Klassentreffen
erschreckte ihn, dass nur sechs von 28 Kameraden aus seiner Realschul-Klasse
im Landkreis Regen leben. „Unternehmer brauchen verlässliche
Rahmenbedingungen“, stellte er klar. Schneller Internet-Zugang etwa
müsse eine Selbstverständlichkeit sein. Ein nachahmenswertes Service-Angebot
kennt er aus Passau: Dort arbeiten Kommunen und Landratsamt als „Investoren-Team“
zusammen, um potenziellen Unternehmensgründern in der bürokratischen
Abwicklung zu helfen.  |
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PNP
03.08.2010
Sie geben alles für die perfekte Party
Regen.
Um kurz nach vier sitzen Stefan Schimetschke und Stephan Dorn von „Trixi
und die Partylöwen“ an einer Bierbank links der Bühne in
der Tierzuchthalle und warten. Es spielt die Neue Stadtkapelle Regen. Blasmusik
in Tracht. Johann „Jojo“ Hainz, der Bandjüngste, und Rudi
Schwarz sind irgendwo auf dem Festgelände unterwegs. Ihre vier Techniker
sind schon seit Mittag in Regen, laden die ganze Lichtmaschinerie, Kabel,
Boxen ab. Jetzt muss nur noch die Blaskapelle abrücken. Offiziell spielt
die bis um fünf. Frontfrau Corinna Schwarz, alias Trixi, ist noch nicht
da. Sie sitzt bei ihrem Friseur, der ihre platinblonden Haare bearbeitet.
Vorne sind sie lang genug, um sie mit viel Chemie nach oben und in elegantem
Schwung nach hinten zu ziehen.
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Backstage ist
da,
wo sonst die Kühe stehen
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Mittlerweile sind die Männer backstage. Das ist weniger glanzvoll,
als es klingt: Es ist da, wo der Ausschank ist und im Tierzuchthallen-Alltag
die Kühe stehen. Daneben sitzen die Musiker und diskutieren die Set-Liste,
einen Stapel Papiere, auf dem Titel, Tonart und das Namenskürzel von
dem Bandmitglied stehen, das das Lied singt. Die Liste steht eigentlich.
Die Auswahl hat sich bewährt, das passt. Die Band „Trixi und
die Partylöwen“ aus dem Regensburger Umland gibt es zwar erst
seit letztem November, alle fünf sind aber schon mehrere Jahre im Geschäft,
drei von ihnen unter anderem als „Heckflossen“ - bis auf den
Benjamin, Jojo, der die Partymusik-Branche aber schon seit Kindesbeinen
kennt, weil sein Vater Partymusiker ist.
„Das ist ein interaktives Spiel“, sagt Schlagzeuger Stephan.
Die Kunst der Setliste, „das ist wie bei einer Erlebnisgeschichte“.
Nur dass die einen Höhepunkt hat und dann der Spannungsbogen zum Schluss
sanft abgefedert wird. Anders die perfekte Setliste. Gitarrist Stefan fährt
mit dem Finger durch die Luft, steil nach oben: Auf dem Höhepunkt ist
Schluss. So soll es sein. 150 Lieder haben sie im Repertoire, 70 davon werden
sie heute Abend spielen. „Alles von unseren eigenen Händen und
Füßen in dem Augenblick erzeugt“, wie Stephan sagt. Keine
Konserve, kein Computer. In vier Sets à einer Stunde, dazwischen
jeweils zehn Minuten Pause. Ein Block „gute Laune“, ein Block
Schlager, ein Block Party und am Ende Rock.
Inzwischen ist Trixi gekommen und strahlt. Hellblondes Haar, die besagte
Tolle steht fast senkrecht, schneeweiße Zähne im Kontrast zur
dunkelbraunen Haut, an der wohl nicht nur die Sonne schuld ist, überm
Arm ein weißes Oberteil. Eben war sie nebenan in der Falterhalle,
wo sie vor ein paar Wochen beim Fußballerjubiläum spielten. Nach
dem Auftritt hatte sie das Kleidungsstück in einer Ecke vergessen.
Jetzt wollte sie nachfragen, ob es irgendwo aufgetaucht sei. „Da kommt
mir die Putzfrau schon entgegen mit dem Top, frisch gewaschen und gebügelt!
So nett! Ich hätte nicht geglaubt, dass ich das wieder bekomme.“
Die Leute seien ja so freundlich hier in Regen. Überhaupt, das Pichelsteinerfest
- mit all den Gruppen und Vereinen, die ihre buntbemalten Tische reserviert
haben, das ist schon etwas Besonderes für die Musiker. Dass da Leute
einen Teil ihres Jahresurlaubs für die Festtage hernehmen, um zusammen
zu feiern. Da muss die Stimmung einfach gut sein, das ist ihnen die Band
schuldig. Außerdem: „Mit Freunden auf der Bühne zu stehen
ist einfach Wahnsinn,“ sagt Rudi.
Die Blechbläser haben aufgehört, ein wenig später als geplant.
Techniker und Musiker eilen Richtung Bühne, die Kapelle räumt
das Feld, ein fliegender Wechsel. Instrumente auf die Bühne, Scheinwerfergerüst
hochkurbeln, verkabeln. Jojo hat drei Freunde dabei, die mit anpacken. 18.10
Uhr, Soundcheck. Rudi und Stefan hängen sich Bass und Gitarre um, Jojo
stellt sich hinters Keyboard, Stephan nimmt am Schlagzeug Platz. Trixi vor
dem Mikrofon, das in der Mitte der Bühne steht. Gegenüber, am
anderen Ende der Halle, stehen die Jungs von der Technik am Mischpult. Als
die Details stimmen, kommt das Gesamtbild. „Willkommen zum Soundcheck“,
sagt Stefan, „I Gotta Feeling“ von den Black Eyed Peas, in der
Tierzuchthalle wippen die ersten Füße.
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Es riecht nach
Menschen, Schweiß und Pommes
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Nach dem Soundcheck bleiben zehn Minuten für Currywurst mit Pommes
und Klamottenwechsel. Wer will, kann alles sehen. Im Backstage-Bereich gibt
es keine Umkleide. Die Männer stellen sich hinter einen Stapel Gerüste,
da ist wenigstens die Sicht auf den Unterleib verdeckt. Es gibt wohl wenig,
was die Bandmitglieder voneinander noch nicht gesehen haben. „Also!“,
soll heißen: Los geht‘s. 19.05 Uhr, die Männer betreten
als erste die Bühne.
„Einen wunderschönen guten Abend“, ertönt Stefans
sonorer Bass, geölt wie die Stimme eines Radiomoderators. „Wir
sind die Partylöwen - und wir warten auf unsere wunderbare... Frontfrau...
Trixi.“ In die ersten Takte von Tina Turners „Simply the best“
hinein stürmt Trixi auf die Bühne, ganz in weiß. „Seid
ihr schon gut drauf?“. Es ist helllichter Tag, die Halle maximal zwei
Drittel besetzt, viele sind mit ihrem Abendessen beschäftigt. Dementsprechend
gedämpft fällt die Antwort aus. Trixi und ihre Mannen sind allerdings
von der ersten Sekunde an voll da. Da prallen zwei Energiefelder aufeinander.
Die Band, die lacht, tanzt, klatscht - und die überwiegend jungen Zuschauer,
die noch ziemlich schüchtern sind. Sonntagabend in der Tierzuchthalle
ist kein einfacher Tag. Viele sind gezeichnet von zwei Tagen Pichelsteinerfest.
Es herrscht ein stetiges Kommen (mit Essen) und Gehen (um Essen zu holen).
Unter dem blauweißen Stoffbahnenhimmel riecht es nach Menschen, Schweiß
und Pommes.
Irgendwann macht es klick, überall stehen Leute auf und steigen auf
die Bänke. Auf der Bühne glänzen die Gesichter vor Schweiß,
das „Hoihoihoi“ zum „Zickezackezickezacke“ kommt
wie aus der Pistole. Die Ansagen und Pausen zwischen den einzelnen Nummern
werden immer kürzer, um 20.50 Uhr beugen sich die ersten beiden mutigen
Jungs über das Gitter und küssen Trixi galant die Hand. Pausen,
Kleidungswechsel, zweimal pro Set ein Prosit „mit dem guten Falter-Bier“.
Langsam kommen die Neonröhren überm Stoffhimmel zum Einsatz. Die
Halle hat eine Akustik wie eine Kirche, sie hallt, sagen die Musiker. Die
Beleuchtung ist so, wie man sich eine Tierzuchthalle vorstellt. Zumindest
rund um die Bühne sorgt die Lichtanlage für Partyatmosphäre.
Der Rest kommt von ein paar hundert jungen Leuten, die sich amüsieren
wollen, und der Band. Die ist mittlerweile nicht mehr zu sehen hinter all
den Leuten, die vor ihr auf den Bänken stehen, hinter all den erhobenen
Händen. „Raus mit den Luftgitarren!“ - und auf den „Highway
to Hell“. Im Publikum ziehen die ersten Jungs ihre T-Shirts aus, die
sauber gebügelten Dirndl sind durchgeschwitzt. Reini wird 25 und wünscht
sich ein Lied. Die Verliebten tauschen Zungenküsse aus, in den Gängen
tanzen die Leute. Kurz nach Mitternacht ist Schluss. „Regen, ihr wart‘s
spitze. Servus, gute Nacht, das war‘s von Trixi und den Partylöwen.“
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PNP
02.08.2010
Der lange Marsch für die Bundeswehr
Pichelsteiner-Festzug
unter dem Motto „50 Jahre Garnison Regen“
Regen.
„Is ja unglaublich, was mit der Bundeswehr alles zusammenhängt“,
meinte eine Zuschauerin beim Pichelsteiner-Festzug gestern Nachmittag staunend.
Das Handwerk und die Sportvereine, die Gemeinden, Feuerwehr und Rettungsdienste
- alle haben mit der Bundeswehr zu tun. Ziemlich eindrucksvoll hat der Festzug
- gestaltet von Pichelsteiner-Künstler Manfred Homolka - gezeigt, wie
integriert die Bundeswehr in der Region ist. Da marschierten die aktiven
Soldaten hinter den Reservistenverbänden, die Abordnungen der Patengemeinden
neben „ihren“ Kompanien, die Regener Priester (evangelisch und
katholisch) neben dem Standortseelsorger.
Fünf Blaskapellen, vier Spielmannszüge, der Zehnerzug der Brauerei
Falter, 23 Festwägen, zwei Kutschen für die Ehrengäste, 28
Fussgruppen, der Herold, der Brauwagen und der kleine Brauwagen von Michael
Traiber - das formierte sich zu einem langen Zug unter strahlend blauem
Himmel - und am Stadtplatz, an dem die Zuschauer dicht an dicht standen,
wurde auch nicht mit Applaus gespart.
Groß war dieses Mal auch die Beteiligung von Bürgermeistern.
Georg Bruckner (Viechtach), Rita Röhrl (Teisnach), Thomas Müller
(Bayerisch Eisenstein), Eberhard Kreuzer (Zwiesel) und Otto Probst (Langdorf)
waren dabei. Wobei Otto Probst Wert darauf legte, dass der Langdorfer Patenschaftswagen
der einzige war, der vierspännig gefahren wurde, von Max Genosko aus
Kohlnberg.
Gut eine Stunde dauerte es, bis der Zug an den Zuschauern vorbeigerollt
war; und wie immer war es ein richtiges Spektakel, als Baptist Falter mit
dem Zehnerzug am Stadtplatz auftauchte. Kurz blieb das Gespann stehen, und
dann ging es in einem Rutsch rum um den Platz. Viele „Ahhs“
und „Ohhs“ im Publikum und viel Applaus.  |
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PNP
02.08.2010
Eine Masse Musik
Regen.
Das war ein Trommeln, ein Pfeifen und ein Blasen am Samstagabend auf dem
Regener Stadtplatz, als sich vier Spielmanns- und Fanfarenzüge zum
gemeinsamen Konzertieren zusammenfanden. Aus allen Richtungen marschierten
die Züge zum Stadtplatz. Neben dem Feuerwehr-Spielmannszug Regen waren
der Spielmannszug „Werratal“ aus Eschwege dabei, der Fanfarenzug
Eschwege sowie der Spielmannszug Sarstedt aus dem Landkreis Hildesheim.
Klassisch die Sarstedter und die Regener, mit dem starken Gebläse der
Fanfarenzug und südamerikanisch mit der Rhythmusgruppe die Werrataler
- es war ein abwechslungsreiches Standkonzert. „Zum Schluss mischen
wir uns“, sagte Regens Spielmannszug-Chef Otto Gabauer. Und da zeigten
die Spielmannszügler, dass sie auch in Sachen Marschausbildung ganz
schön was drauf haben. Im Gleichschritt und exakt lösten sie sich
aus ihren Formationen und mischten sich, bis unter dem Kriegerdenkmal ein
ganz großer und bunter Zug entstanden war. Großer Applaus von
den Zuhörern. |
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PNP
02.08.2010
Kutscher für die Königin
Die
Bayerische Bierkönigin Franziska Sirtl zu Gast
Regen.
Nein, auf dem Brauwagen sei sie noch nie mitgefahren, sagte Franziska Sirtl
gestern vor dem Festzug. Eine Premiere für die Bayerische Bierkönigin,
die sich auf dem Kutschbock sichtlich wohl fühlte. Gelenkt wurde das
Gefährt von Thomas Falter. Manfred Homolka hatte auf die Schnelle noch
ein Schild gemalt, damit die Zuschauer auch wussten, wer da neben Thomas
Falter auf dem Kutschbock sitzt. Auch für ihn war die Fahrt gestern
eine Premiere. Denn zur Aufstellung kutschierte er das Vierergespann erstmals
durch den gesperrten Umgehungstunnel.  |
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PNP
02.08.2010
Spaß, Stimmung, Romantik: Alles ist im Fluss
Gondelfahrt
der Pichelsteiner am Samstagabend unter dem Motto „Einfach himmlisch“
Regen.
Bloß gut, dass die Regener Wasserwacht so gut ausgerüstet ist
und auch ein spezielles Flachwasser-Motorboot in ihrer Flotte hat. Denn
so konnte Wasserwachtler Andreas Weichselgartner und sein Team am Samstagabend
eine der Pichelsteiner-Gondeln an den Haken nehmen und flussaufwärts
ziehen. Es war die Festkoch-Gondel, die etwas Schlagseite hatte, im flachen
Regenfluss aufging und dann Probleme bekam, wieder Fahrt aufzunehmen. Hinter
ihr stauten sich die anderen Gondeln wie Autos am Inntal-Dreieck nach Ferienbeginn.
Und die Zuschauer auf Höhe der OMV-Tankstelle hatten ein bisschen mehr
Muße als nötig, um sich die prächtigen
Aufbauten genauer anzusehen.
Die etwas schleppende Fahrt flussaufwärts ist aber schon die einzige
Kritik an der Gondelei, die den Titel „Einfach himmlisch“ zurecht
führte. Witzige Ideen hatten Edwin Stoletzky und seine Helfer, wie
das Himmelbett, das sie schräg auf eine Gondel montiert hatten. Himmlisch,
dieser Schlaf unter den bunten Fontänen der Wasserspiele. Genauso wie
der Bierhimmel, der flussabwärts glitt - und sich flussaufwärts
mühte. Vor dem Portal, verziert mit hunderten von Kronkorken, stand
Petrus, und wer könnte den besser verkörpern als Manfred Homolka.
Dem Festzugmacher Homolka schneidern die Gondler jedes Jahr eine Rolle auf
den Leib.
Der Mann am Mikro, der den Zuschauern die Feinheiten der Gondelfahrt näherbrachte,
war Günther Arend, und die musikalische Gestaltung trug zum ersten
Mal die Handschrift von Roland Pongratz, der mottogemäß genau
die richtigen Stücke ausgesucht hatte. Vom „Mann im Mond“
bis zu „Mia san vom Woid dahoam“.
Prominente Gäste hatte die Gondelfahrt in diesem Jahr. Von der Sparkasseninsel
aus verfolgten Alexander Heppe, neuer Bürgermeister von Regens Partnerstadt
Eschwege, das Spektakel, außerdem auch Rainer Wegner, Landrat von
Hildesheim, mit dem der Landkreis Regen schon seit vielen Jahren partnerschaftlich
verbunden ist.
Die sahen nicht nur viel Gaudi auf den Gondeln, sondern auch, wie groß
der Einsatz und der Zusammenhalt unter den Pichelsteinern und ihren Helfern
sein muss, damit die diese große Gemeinschaftsleistung stemmen können.
Und sie sahen auch, dass die Pichelsteiner Wetterglück haben. Dieses
Mal brauchten die Gondler nicht zu zittern. Ein makelloser Himmel wölbte
sich über der Stadt, und in einem fast schwarzen Blau schimmerte der
Abendhimmel über dem Regenfluss.  |
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PNP
31.07.2010
Der spritzige Pichelsteiner-Auftakt
Bürgermeisterin
Ilse Oswald wartet zu lange mit dem zweiten Schlag und verspritzt Festbier
Regen.
Nach der Analyse war ihr klar, wo der Fehler gelegen hatte. „Zu lange
gewartet mit dem zweiten Schlag“, sagte Bürgermeisterin Ilse
Oswald und versuchte, ihre Brille von den Bierspritzern zu reinigen. Das
Zögern vor dem zweiten Schlag bescherte einen Pichelsteinerfest-Auftakt,
der so spritzig wie schon lange nicht mehr war. In einer kräftigen
Fontäne schoss das Festbier aus dem Fass, bis Oswald den Schwall mit
zwei kräftigen Schlägen stoppte - und dann hatte sie alle Hände
voll zu tun, um die Krüge zu füllen, denn Pichelsteinerkomitee
und Stadtratsmitglieder standen schon bereit, und alle waren durstig.
Von einem „ganz schönen Gefühl“, sprach ein Mann,
der zum ersten Mal in den Reihen der Pichelsteiner beim Ausmarsch dabei
war, Roland Pongratz. Auch er angetan mit dem neuen Hemd der Pichelsteiner,
das am Kragen „Pichelsteiner e.V.“ eingestickt hat, auf dass
man auch weiß, zu welchem Komitee der Träger des Hemds gehört.
Bei der Aufstellung auf der Rathausauffahrt gibt es kleinere Diskussionen:
Wer muss/darf in die Ehrenkutsche, auf dessen Bock Egon Probst und Tochter
die Zügel in der Hand halten? „Die Ehrenmitglieder“, bestimmt
Heinz Wölfl schließlich. Und weil man einem Landrat nicht widerspricht,
klettern die Ehrenmitglieder Kurt Fiederling und Manfred Homolka sowie Ehrenpräsident
Karlheinz Stern in die Kutsche. „Aber am Sonntag gehe ich beim Festzug“,
sagt Stern noch, genießt die Fahrt um den Stadtplatz dann aber augenscheinlich
doch.
Die etwas größere Kutsche, das Brauereigespann, lenkt Thomas
Falter. Nur die wenigsten wissen, dass Thomas Falter in dieser Woche die
letzten Prüfungen erfolgreich abgeschlossen hat, er ist jetzt Braumeister
- und weil Pichelsteinerfest-Auftakt ist, konnte er gestern nicht dabei
sein, als in München die Meisterbriefe verliehen worden sind.
Den optischen Höhepunkt des Ausmarschs bilden wieder die Köche-Kinder,
die für ihren ersten Auftritt schon sehr stimm- und textsicher sind.
Sylvia Winner-Schönberger und Christine Arend haben sie in den vergangenen
Wochen für den Auftritt trainiert.
Die Schützen und die Burgfreunde, die Theatergruppe „Schwarzer
Leberkas“, Stadtkapelle und Spielmannszug sowie die Moizerlitzer sorgen
dafür, dass der Ausmarsch nicht nur lang, sondern auch schön bunt
ist.
Ein außergewöhnlicher Auftakt war es auch in anderer Hinsicht:
Ein Mann, und zwar ein ganz besonderer, fehlte: Sepp Falter - das wurde
vielen gestern schmerzlich bewusst. |
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PNP
31.07.2010
Diese Halle ist tierisch gefragt
Für
viele junge Besucher beginnt das Pichelsteinerfest mit Warten
Regen.
Ohne die richtige Taktik kein perfekter Start ins Pichelsteinerfest. Denn
wie sichert sich der junge Mensch in Feierlaune einen der begehrten Plätze
in der Tierzuchthalle? Vorne herum oder durch den Hintereingang?
Um 18 Uhr öffnet die Halle. Die meisten gehen den traditionellen
Weg und stellen sich vor dem Haupteingang zwischen Festküche und
Fischstand auf. Um fünf Uhr nachmittags reicht die Schlange bereits
gut zwei Meter über die Küche hinaus. Das sieht zwar noch ganz
harmlos aus, hat es aber in sich. Denn eine unrepräsentative Umfrage
hat ergeben, dass die meisten der Wartenden gleich für ihren halben
Freundeskreis mit anstehen. Die ganz vorne, so munkelt man, müssen
so gegen halb vier gekommen sein. Vielleicht auch schon um drei. Zu ihnen
gibt es kein Durchkommen mehr. Der guten Stimmung tut das keinen Abbruch.
Schließlich ist das Weißbierzelt um die Ecke schon in Betrieb
und auch die kulinarische Versorgung ist sichergestellt. Viele halten
es wie Mathias Wittenzellner aus Kaikenried und nutzen die Wartezeit zum
Weißbiertest. Er ist zusammen mit etwa einem Dutzend Freunden („drei
Autos voll“) angerückt. Ihre Mission: Sich und den später
nachkommenden Kaikenrieder Schützen einen Platz in der Halle sichern.
„Da kommen noch 20 Leute“, schätzt Wittenzellner. Weil
Weißbierzeltwirt Franz Tanzer während des Pichelsteinerfests
sein Lokal in Kaikenried zusperrt, reisen er und seine Freunde ihm solidarisch
nach: „Es hilft ja nix.“ „Schee is“, aber eins
will er noch loswerden: Dass „Saxndi“ erst um acht spielen,
wenn die Halle um sechs öffnet, sei „sauber z‘spät“.
Christina Kern aus Fahrnbach und Theresa Mader aus Kirchberg sind mit
dem Bus um viertel vor fünf gekommen, um einen Platz zu kriegen.
Auch sie sind nicht allein - und fröhlich, weil sie in diesem Jahr
mit guten Noten den Abschluss an der Realschule geschafft haben. „Als
ich klein war, bin ich daheim aufs Heimatfest gegangen“, sagt Christina.
Auf das Pichelsteinerfest geht sie seit etwa drei Jahren mit Freunden.
Anfangs sei der Autoscooter ihr Ziel gewesen. Mittlerweile wollen sie
in der Partyhalle auf den Bänken tanzen. Die beiden Mädchen
tragen wie die meisten hier moderne Tracht. Den Rest des Jahres bleibt
die, zumindest bei Theresa und Christina, im Schrank.
Um die Ecke, gegenüber des Toilettenwagens, versucht um dieselbe
Zeit ein kleines Häuflein sein Glück am Hintereingang. Beide
Pforten, heißt es, werden gleichzeitig öffnen. Ob die Hintertürchen-Taktik
aufgegangen ist, stand allerdings bei Redaktionsschluss noch nicht fest.
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PNP
30.07.2010
Und es klingt: guad!
Seit
Mai sind die Macher der Gondelfahrt mit den Vorbereitungen beschäftigt
- Am Samstag um 20.45 Uhr geht der Zug auf dem Regenfluss los
Regen.
Dieses Mal hatten sie es, das Wetterglück, die Musiker des Blasorchesters
der Stadt Regen. Gestern Abend hat das Ensemble unter der Leitung von Matthias
Köckeis wieder den musikalischen Auftakt für das Pichelsteinerfest
bestritten. Nicht in einer Bierhalle, sondern unterm Dach des Kurpark-Pavillons
spielten die Blasmusiker (im Bild die Reihe der Tieftöner). Die Zuhörer
(so viele wie noch nie) saßen wie im Biergarten unter Kastanien, genossen
die Musik und die eine oder andere Falter-Halbe und wurden von Bürgermeisterin
Ilse Oswald schon einmal ins Programm des Pichelsteinerfests eingeführt.
Heute, Freitag, um 16 Uhr geht’s mit dem Ausmarsch los.  |
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PNP
28.07.2010
Wenn Kronkorken den Weg zum Bierhimmel weisen
Seit
Mai sind die Macher der Gondelfahrt mit den Vorbereitungen beschäftigt
- Am Samstag um 20.45 Uhr geht der Zug auf dem Regenfluss los
Regen.
Immer und immer wieder nimmt Edwin Stoletzky die Acryl-Tube, drückt
ein kleines Batzerl auf einen Kronkorken und presst den dann auf die weiße
Wand. Prüfender Blick, nächstes Batzerl, nächster Kronkorken.
Es geht wohl gut eine Stunde so dahin, bis Stoletzky mit seinem Werk zufrieden
ist.
Das Werk ist ein ganz kleiner Ausschnitt der Pichelsteiner-Gondelfahrt,
die am Samstag ab 20.45 Uhr den Regenfluss verzaubern soll. Das Kronkorken-Ornament
verziert den Eingang zum Bayerischen Bierhimmel, eines der Motive der Gondelfahrt
2010.
„Ach, deshalb hat er so viele Kronkorken gebraucht“, sagt später
Pichelsteiner-Präsident Walter Fritz, als er von der Stoletzky’schen
Fitzel-Arbeit erfährt.
Vielleicht liegt es an seinem erlernten Beruf, er ist Maler, dass sich Stoletzky
stundenlang so in die feinen Details verbeißen kann - die dann in
wenigen Minuten an den Zuschauern der Gondelfahrt vorbeirauschen. „Des
muaß scho sei“, meint er lapidar, und seine Mitarbeiter in der
Halle in der Oleumhütte wissen um seine Detailversessenheit.
Alex Sommer, Fred Freudenstein und Renate Hanke, die „Mutter der Gondelfahrer“,
sind mit ihm seit Mai fast täglich am Werken, um die insgesamt 13 großen
Motiv-Gondeln herzurichten. „Wir nehmen zu“, sagt er zu der
Tatsache, dass Renate Hanke sich auch ernährungstechnisch vorbildlich
um die Arbeiter kümmert.
„Einfach himmlisch“ haben sich die Pichelsteiner in diesem Jahr
als Motto für die Gondelfahrt gegeben. Deshalb steht jetzt auch dieses
Flugzeug im Weg. „Hat fast fünf Meter Spannweite“, sagt
Stoletzky über das Modell, das eine Herausforderung in Sachen Leichtbau
war. Die Holzkonstruktion ist ausgesägt, damit sie leichter wird. Im
Flugzeuginneren befindet sich der Motor, der den Propeller antreibt. Die
Gondelfahrt-Tüftler haben dazu eine Bohrmaschine im Flugzeugrumpf versteckt.
Himmlisch sind auch Sternzeichen, denen eine Gondel gewidmet wird. Groß
präsentiert wird das Sternzeichen Löwe. Nicht, weil das das Sternzeichen
von Stoletzky ist, sondern weil das Pichelsteinerfest in die Löwen-Zeit
fällt. Stoletzky ist Schütze: „Der Schütze ist ein
phantasievoller, weit offener Mensch, ein Idealist mit ausgeprägtem
Ehrgefühl“, heißt es in einem Horoskop, das wie geschrieben
scheint für den Chef der Gondelfahrer.
Der war 1974 zum ersten Mal aktiv bei der Gondelfahrt dabei, als achtjähriger
Bub. Seit seiner Lehrzeit ist er dann richtig intensiv reingewachsen in
das Pichelsteinergeschäft. Heute gehört die Vorbereitungszeit
für Stoletzky zum Jahresablauf. Seine Prognose für des Wetter
am Gondelfest-Abend: „Wird scho.“ Er selbst wird im Eröffnungsboot
sitzen. Rudern muss er nicht mehr. Hätte auch gar keine Zeit, denn
er hat die Videokamera in der Hand, um die Fahrt zu dokumentieren. Und wenn
er die eine Gondel ganz nah heranholt, dann werden später auf dem Film
vielleicht auch die Kronkorken zu sehen sein. |
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PNP
24.07.2010
Pichelsteinerfest: Redner-Ersatz für Tag der Landwirtschaft gefunden
Thomas
Grupp, Chef der neuen Bayern-Genetik GmbH, spricht
Regen.
Josef Steinhuber, Vize-Präsident der Pichelsteiner und Leiter des Landwirtschaftsamts,
war gestern erleichtert. Der Tag der Landwirtschaft am Pichelsteinerfest
ist gerettet. Nach der Absage des erkrankten niedersächsischen Landwirtschaftsministers
Hans-Heinrich Sander, der als Festredner vorgesehen war, war Steinhuber
sofort auf die Suche gegangen. „Wir haben einen Ersatz, einen sehr
guten“, vermeldete er gestern: Dr. Thomas Grupp wird am Pichelsteinerdienstag
im Faltersaal sprechen. Grupp ist ein Experte in Sachen Züchtung, und
er ist der Geschäftsführer der Bayern-Genetik GmbH, die zum Jahresende
2009 gegründet worden ist. „In Bayern daheim - in der Welt zuhause
- unsere Chancen bei Milch und Fleisch“ ist der Titel des Vortrags.
Die Bayern-Genetik GmbH ist von der niederbayerischen Besamungsgenossenschaft
mit Sitz in Landshut und der Prüf- und Besamungsstation München-Grub
e.V. gemeinsam im Dezember 2009 gegründet worden, damit ist das größte
Besamungsunternehmen Europas entstanden. Es hat aktuell 29 000 Besamungskunden. |
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PNP
23.07.2010
Neuer Redner für Pichelsteiner-Kundgebung gefunden
Regen.
Hektische Betriebsamkeit hat im Pichelsteiner-Komitee die Absage des Redners
am Tag der Landwirtschaft, des niedersächsischen Landwirtschaftsministers
Hans-Heinrich Sander (FDP) ausgelöst. Eine Erkrankung verhinderte Sanders
Auftritt beim größten Volksfest im Bayerischen Wald. Am Freitag
konnte Komitee-Mitglied Josef Steinhuber einen Ersatz präsentieren:
Thomas Grupp, den Chef der zum Jahresanfang gegründeten Bayern-Genetik
GmbH. „In Bayern daheim - in der Welt zuhause - unsere Chancen für
Milch und Fleisch“ ist das Thema des Vortrags den Grupp am Dienstag,
3. August, bei der Kundgebung in Regen halten wird. |
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PNP
23.07.2010
Pichelsteinerfest: TSV-Biergarten kann öffnen
Zum
letzten Mal an diesem Ort mit längerer Öffnungszeit
Regen.
Die Verhandlungen sind abgeschlossen, die Vereinbarungen unterzeichnet,
auch bei diesem Pichelsteinerfest wird der TSV-Biergarten an der Regenpromenade
offen sein, wie Martin Wisbauer von der Stadtverwaltung gestern auf Anfrage
bestätigt hat.
Nachdem es Beschwerden eines Anliegers gegeben hat, hatte es in den vergangenen
Jahren immer wieder Streit wegen der verlängerten Öffnungszeiten
des Biergartens gegeben. Bereits im vergangenen Jahr wurden sie zurückgefahren.
„Bei diesem Pichelsteinerfest wird der Biergarten die selben Öffnungszeiten
wie beim Pichelsteinerfest 2009 haben“, so Wisbauer. Das heißt:
Freitag und Samstag bis um 1.30 Uhr, Sonntag bis um 24 Uhr, Montag bis um
1 Uhr, Dienstag bis um 24 Uhr, Mittwoch bis um 1 Uhr.
Allerdings hat sich der TSV auch dazu verpflichtet, sich für den Biergarten
einen anderen Platz zu suchen. Wenn der Biergarten am bisherigen Platz bleibt,
wäre beim Pichelsteinerfest 2011 im TSV-Biergarten an allen Tagen um
24 Uhr Schluss. Nach der Lärmschutzverordnung der Stadt beginnt die
Sperrzeit für „öffentliche Vergnügungen, die im Freien
oder in Räumen veranstaltet werden“, um 23 Uhr, während
des Pichelsteinerfests um 24 Uhr. |
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PNP
23.07.2010
Tag der Landwirtschaft: Referent ausgefallen
Niedersächsischer
Landwirtschaftsminister erkrankt
Regen.
Leitender Landwirtschaftsdirektor und Vize-Pichelsteiner-Präsident
Josef Steinhuber muss umplanen. Am Mittwoch hat Hans-Heinrich Sander (FDP),
Landwirtschaftsminister von Niedersachsen, aus gesundheitlichen Gründen
abgesagt. Er war als Festredner beim Tag der Landwirtschaft beim Pichelsteinerfest
vorgesehen. Jetzt hofft Steinhuber auf den Staatssekretär des niedersächsischen
Ministers. „Aber auch wenn der aus terminlichen Gründen nicht
kann, werden wir einen attraktiven Tag der Landwirtschaft auf die Beine
stellen“, ist sich Steinhuber sicher.  |
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PNP
21.07.2010
Alles hört auf sein Kommando
Manfred
Homolka und die Pichelsteiner-Festzuggestalter widmeten sich dem Jubiläum
„50 Jahre Garnison Regen“
Regen.„Gell,
akribisch bin i scho“, sagt Manfred Homolka in Richtung Franziska
Ulrich. Die nickt und streicht nochmal kurz über den grünen Stoff.
Hinter dem Stoff steckt wenig Ansehnliches, ein rostiges Fahrwerk von einem
groben Wagen, mit dem vielleicht vor kurzem noch Erdreich oder ein Stapel
Bretter kutschiert worden ist. Aber am 1. August rollt dieser Wagen, an
dem Franziska Ulrich jetzt den Stoff geradestreicht, beim Pichelsteinerfestzug
mit. Und weil Manfred Homolka akribisch ist, schaut er ganz genau hin, ob
das grüne Tuch den Unterbau des Wagens wirklich ganz verdeckt. Und
ob es auch einem Windstoß widersteht.
Franziska Ulrich ist zum ersten Mal dabei bei den Festzugmachern, und fast
hat der Besucher draußen in der Halle in Oleumhütte den Eindruck,
als wären die Herren der Wagen ein bisschen froh, dass sich dieses
Mal eine Frau um den Stoff kümmert.
„Nein, glaube nicht; eine Frau hat bei uns bis jetzt noch nie mitgearbeitet“,
sagt Homolka, der Chef der Festzuggestalter, seine rechte Hand ist Erwin
Ertl. Jetzt sitzt Homolka auf einem Stuhl vor einem Wagen und pinselt das
Wort „Katastrophen“ in großen Buchstaben und in den Farben
Schwarz, Rot und Gold auf die mit Styropor beklebte Seitenwand. Ja, auch
um Katastrophen wird es beim Pichelsteinerfestzug 2010 gehen. Er widmet
sich dem Thema „50 Jahre Garnison Regen“, und da darf die Hilfe
der Bundeswehr bei diversen Katastrophen wie der Schneekatastrophe oder
dem Hochwasser nicht fehlen. Überhaupt: Manfred Homolka hat für
diesen Festzug viel geschrieben. Kurze Erläuterungen für jeden
Wagen, schnell zu erfassen. Schließlich habe ein Zuschauer oft nicht
mehr als 30 Sekunden, bis der Wagen wieder vorbei ist. Und es gibt ja so
viel zu sehen: Die Rösser, die winkenden Kinder auf den Wagen, die
Aufbauten, die Kutscher auf dem Bock . . .
„Läuft gut“, sagt Homolka zum Fortschritt der Arbeiten.
Im Mai haben sie begonnen, in diesen Tagen wird nur noch der Feinschliff
an den 21 Themenwagen gemacht, die letzten Aufbauten zusammengeschraubt,
wie zum Beispiel das Dach des Schneekatastrophen-Hauses, auf dem kleine
Bundeswehrsoldaten, aus Styropor geschnitzt, herumklettern werden.
Fast fertig ist schon der weiße Winterwald, durch den die Biathleten
hetzen - die Bundeswehr und der Wintersport ist natürlich auch ein
Thema, genauso wie die Verbundenheit der verschiedenen Kompanien mit ihren
Partnerstädten und Gemeinden, die groß präsentiert werden.
Klar, die Pichelsteiner denken da auch strategisch: „Wir werden die
Partnergemeinden natürlich auch alle zum Festzug einladen“, sagt
Pichelsteiner-Präsident Walter Fritz, der regelmäßig in
der Oleumhütte vorbeischaut, wenn die Festzug- und Gondelfahrt-Gestalter
hier im Fast-Verborgenen werkeln.
„Nein, hätte ich mir nicht vorstellen können“, sagt
Manfred Homolka 2010, „dass ich das jetzt schon im 37. Jahr mache.“
1973 am zweiten Weihnachtsfeiertag war es, da hat er zum ersten Mal begonnen,
an einem Festzug mitzuarbeiten. Malermeister Fritz Biller wollte damals
nicht mehr, Homolka sprang ein - und machte seine Sache so gut, dass er
seitdem dabei ist, mittlerweile als Ehrenmitglied der Pichelsteiner. „Dass
das mein letzter Festzug ist, das sage ich jetzt schon nicht mehr; glauben
würde es mir sowieso keiner mehr“, meint er, nachdem er das Aufhören
schon etwas zu oft angekündigt hat.
Am Sonntag, 1. August, wenn sich der Festzug um 13.30 Uhr in Bewegung setzt,
wird sich Manfred Homolka wieder bei den Pichelsteinern einreihen und ziemlich
am Ende des Zugs marschieren. Mit der Gewissheit, dass das, was vor ihm
in Richtung Stadtmitte rollt, auch dieses Mal wieder etwas ganz Besonderes
geworden ist.  |
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PNP
19.07.2010
Wenn Tonnen Technik durch die Luft fliegen
Das
THW hat die Wasserspiele für das Pichelsteinerfest installiert
Regen.
Der große Regen kam zu spät, zu spät für die Männer
vom THW, die am Samstag die Apparaturen der Pichelsteiner-Wasserspiele im
Regenfluss installiert haben. In der Nacht auf Sonntag kam der große
Regen, und ein paar Stunden später transportierte der Regenfluss allerhand
Holz und Gras mit sich. Das Material wurde von den Einbauten aufgehalten
und wand sich um die Auftriebskörper, um die drehbaren Arme der Wasserspiele.
Folge des nächtlichen Hochwassers: Bevor die Pichelsteiner-Wasserspieler
an die Feinarbeit gehen können, müssen sie erst einmal saubermachen.
Es muss ja nicht sein, dass auch ein paar tote Fische in dem labyrinthischen
Metall-Durcheinander hängengeblieben sind. „Haben wir aber alles
schon gehabt“, brummt Helmuth Pfeffer, Senior-Chef der Wasserspieler.
Jetzt steht er am Ufer und schaut kritisch auf das, was die 27 THW-Mitglieder
treiben, die unter der Leitung von Uwe Resch dafür sorgen, dass die
fünf Einbauten im Fluss an den richtigen Ort gelangen.
Das wichtigste Gerät für diese Aufgabe kommt von der Firma Holzbau
Schiller (Kirchberg), der Schwerlastkran. Der 40 Meter lange Ausleger hievt
die bis zu 3,8 Tonnen schweren Geräte locker von den Transportanhängern,
hebt sie über die Uferbepflanzung und setzt sie ganz sanft aufs Wasser.
Der Mann, der das alles im Griff hat, ist Sepp Stadler, „sieben oder
acht Mal“, sagt er habe er das schon gemacht.
Morgens um 7 Uhr haben sich die THWler bereitgemacht, da verzog sich das
morgendliche Gewitter gerade. Ein THW-Lkw nach dem anderen mit den schweren
Wasserspielen im Schlepp rollte vom Richtplatz zum Platz vor der Tierzuchthalle.
Routiniert wurden die
Einbauten für die „Luftfahrt“ vorbereitet, nach der Reihe
wurden sie in den Fluss gehoben und im Wasser sofort an den
Haken genommen. Per Seilwinde, die auf der Sparkasseninsel stationiert war,
wurden
sie auf Position gezogen, mit Drahtseilen am Ufer befestigt.
Interessierte Beobachter der Aktion waren auch Pichelsteiner-Präsident
Walter Fritz und Bürgermeisterin Ilse Oswald, Pichelsteiner-Schriftführer
Martin Vanek dokumentierte die Arbeit der Wasserspieler.
Am Nachmittag waren das Einsetzen und das Fixieren der fünf Wasserspiel-Elemente
erledigt, Strom- und Druckluft-Leitungen waren angeschlossen. Aber: Nach
der Arbeit ist für die Wasserspiel-Mannschaft vor der Arbeit. Ab dem
heutigen Montag geht es um die Feinarbeit. Anlagen austarieren, verbogene
Düsen richten, den einen oder anderen der 300 Scheinwerfer ersetzen,
die Steuerung überprüfen . . . Fachmann für die Elektrik
und Elektronik ist seit vielen Jahren Elektromeister Georg Wenig, der in
den nächsten Tagen viele Stunden zwischen der Steuerzentrale auf der
Sparkasseninsel und den Wasserspielen zubringen wird, und der dafür
sorgt, dass die 123 Kilowatt Anschlussleistung umgewandelt werden in bunte
Wasserspiel-Romantik.  |
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PNP
17.07.2010
In diesem Jahr ist die Vorfreude aufs Pichelsteinerfest königlich
Die
erste Bayerische Bierkönigin kommt zum Festzug und zum Pichelsteineressen
Regen.
Erst im vergangenen Jahr ist sie gekürt worden, die erste Bayerische
Bierkönigin. Franziska Sirtl heißt die Regentin, die vom Bayerischen
Brauerbund ausgerufen worden ist. Die Regener werden die 27-Jährige,
die aus einer Olchinger Gastronomenfamilie stammt, kennenlernen. Sie kommt
zum Pichelsteinerfest (30. Juli bis 4.August), wie Pichelsteiner-Präsident
Walter Fritz bei der letzten Sitzung des Komitees berichtete. Die Vertreterin
des bayerischen Bier-Adels wird am Festzug am Pichelsteinersonntag, 1. August,
teilnehmen sowie am Pichelsteiner-Mahl am Montag.
Der Präsident konnte zwei Frauen in den Reihen der Pichelsteiner begrüßen,
die kein unwichtiges Amt ausüben werden: Christine Arend und Sylvia
Winner-Schönberger werden sich künftig um die starke Truppe der
Köche-Kinder kümmern. Sie lösen Kristina Falter ab, die diese
Aufgabe in den vergangenen Jahren erfüllt hat. Ihr dankte Fritz mit
einem Blumenstrauß.
Eine kleine Änderung ergibt sich in diesem Jahr bei der Aufstellung
des Festzugs, der das Motto „50 Jahre Garnison Regen“ hat. Die
Aufstellung erfolgt nicht auf der sogenannten Panzerstraße, sondern
auf der Bundesstraße 11 in Richtung Zwiesel. Die Panzerstraße
soll wegen der B 11-Baustelle möglichst lang für den Umleitungsverkehr
freigehalten werden.
Ein Mann, der erst seit wenigen Wochen im Pichelsteiner-Komitee dabei ist,
das ist Roland Pongratz. Und bei der letzten Sitzung vor dem Fest war er,
der sich in Sachen Musik auskennt wie kein zweiter, schon ein gefragter
Mann. „Welche Musik für die Wasserspiele?“, wurde er von
den „Wasserspielern“ der Pichelsteiner gefragt. Pongratz wird
in seinen Archiven kramen. Die letzten Vorbereitungen auf das Fest laufen,
und akribisch fragte Fritz bei allen Verantwortlichen den Stand ab. Einer,
der seine Arbeit schon fast ganz abgeschlossen hat, ist Hermann Keilhofer.
Er ist verantwortlich für die Festbeleuchtung. Und weil die EU ja Zug
um Zug die Glühbirnen verbieten wird, hat er noch einmal groß
eingekauft. 3000 Lamperl liegen auf Lager. „So zehn bis zwölf
Jahre müssten wir da noch auskommen“, meint Keilhofer. Und dann?
Von einer Umstellung auf LED-Lichter hält Keilhofer (noch) nichts.
„Zu technisch, zu kalt“, meint er zum LED-Licht.
Eine Innovation bei diesem Pichelsteinerfest hat sich nicht das Komitee
ausgedacht, sondern der Bürger: Das absolute Rauchverbot, das auch
für Festzelte und Festhallen gilt, tritt am 1. August in Kraft. Das
bringt die Kuriosität mit sich, dass an den ersten beiden Tagen auf
dem Fest noch geraucht werden darf, ab Sonntag nicht mehr (außer im
Brauerei-Innenhof). „Es wird schon irgendwie klappen, ich hoffe auf
die Vernunft der Besucher“, meint Walter Fritz.
Auf die hofft auch Manfred Buchinger, Chef der Regener Polizei, die beim
Fest besonders gefordert ist. „Wir sind bereit; und wenn es nötig
ist, dann bekommen wir Verstärkung durch den Einsatz-Zug“, so
Buchinger.  |
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PNP
13.07.2010
Starke Gratulation der Pichelsteiner
Auftritt
des Brauereigespanns in Regens Partnerstadt Roth
Regen/Roth.
Die Pichelsteiner waren beim großen Jubiläumsfestzug „950
Jahre Roth“ mit dem Vierergespann der Brauerei Falter, dem Brauereiwagen,
Pichelsteinerkoch mit Baldachin, Köchegruppe sowie dem Komitee dabei.
Präsident Walter Fritz überbrachte die Glückwünsche
der Pichelsteiner. Er bedankte sich für die jahrzehntelange Treue durch
gegenseitige Besuche und überreichte an den 1. Bürgermeister der
Kreisstadt Roth, Richard Erdmann, ein von Künstler Manfred Homolka
angefertigtes Glasgeschenk. Erdmann freute sich über die starke Teilnahme
der Regener und bestätigte: „Die Regener können stolz sein
auf ihre Pichelsteiner. Sie haben mit ihrem grandiosen Auftritt den Festzug
sehr bereichert und die Blicke der Zuschauer auf sich gezogen. |
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PNP
16.06.2010
Militärischer Festzug, himmlische Gondelfahrt
Regen.
Zur Sitzung des Pichelsteiner-Komitees konnte Präsident Walter Fritz
neben den Komiteemitgliedern auch die Ehrenmitglieder Kurt Fiederling, Alfons
Limböck und Manfred Homolka, ferner Oberstleutnant Markus Kreitmayr
sowie Bürgermeisterin Ilse Oswald begrüßen. Als neues Mitglied
wurde Roland Pongratz ins Komitee aufgenommen.
Walter Fritz berichtete über die Ergebnisse der Vorbeitungstreffen
und die Besprechung mit den Patengemeinden und Patenkompanien. Weil der
Festzug das 50-jährige Bestehen der Garnison in den Mittelpunkt stellt,
soll die Bundeswehr am Standort Regen in diesem Jahr noch stärker als
bisher in die Abläufe einbezogen werden. Künstler Manfred Homolka
hatte Skizzen parat, mit denen er die Mottovorschläge für die
Motivwägen ausführlich erklärte. Ideenvorschläge gab
es auch für die Gondelfahrt und deren Motto „einfach himmlisch“,
vorgestellt von Edwin Stoletzki. Der „Tag der Wirtschaft“ wird
sich mit der Situation des regionalen Mittelstandes auseinandersetzen. Dabei
werden zwei Unternehmen aus dem Landkreis ihr Leistungsspektrum und -potential
präsentieren. Zudem berichten die Wirtschaftjunioren über ihre
Aktivitäten auf diesem Sektor. Der „Tag der Land- und Forstwirtschaft“
wird vom Thema Umweltschutz geprägt sein.
Platzmeister Willi Schicker stellte die Belegung der Festplätze 1 und
2 vor. Berichtet wurde auch über den Vorbereitungsstand der Wasserspiele
durch die Arbeitsgruppe um Helmut Pfeffer sowie der Illumination, die durch
Komiteemitglied Hermann Keilhofer bewerkstelligt wird.
Neben den weiteren Programmpunkten wie Alten- und Kindertag, Feuerwerk sowie
der Gestaltung des Programmheftes befasste sich das Komitee mit dem Rother
Jubiläumsfestzug am 4. Juli, an dem die Pichelsteiner mit einer stattlichen
Abordnung teilnehmen. Neben dem Vierer- Gespann mit Brauereiwagen der Brauerei
Falter wird auch eine Köchegruppe mit Festkoch, Baldachin und einigen
Kindern sowie eine Abordnung des Pichelsteiner-Komitees nach Franken reisen,
um der Partnerstadt die Ehre zum 950-jährigen Stadt-Bestehen zu erweisen. |
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