PNP
01.09.2009
Pichelsteiner-Festbilanz fällt rundum positiv aus
Abschluss-
und Kritiksitzung des Komitees - Festerfolg als Lohn für viel Arbeit
Regen.
Eine sehr positive Bilanz konnte Präsident Walter Fritz in der Abschluss-
und Kritiksitzung am letzten Donnerstag ziehen. Mit großer Freude
stellte er fest, dass sich auch im Jahr 2009 das große ehrenamtliche
Engagement ausgezahlt habe und das Echo in der Bevölkerung für
die mühevolle Arbeit der Komiteemitglieder äußerst positiv
war.
Besonders die kreative Umsetzung der Mottoideen durch Manfred Homolka für
den Festzug und Edwin Stoletzky für die Gondelfahrt, die durch ihre
Helfer hervorragend unterstützt wurden, fand großen Anklang.
„Die Wasserspiele und die Illumination gaben wieder den romantischen
Rahmen, der dem Fest am Fluss und in der Altstadt das besondere Flair verliehen
hat“, sagte Fritz. Die Zusammenarbeit mit der Brauerei Falter, der
Bundeswehr, den Fieranten, Schaustellern und Vereinen habe bestens funktioniert.
Der Besuch der Rahmenveranstaltungen am Montag und Dienstag war gut, die
Themen waren aktuell gewählt. Und: Der Pichelsteiner-Eintopf war äußerst
schmackhaft.
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Wenig Arbeit für Polizei und BRK
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Polizei und BRK meldeten nach Rückfrage keine besonderen Vorkommnisse,
es war ein friedliches Fest. Der Altentag und auch der Kindertag fanden
große Resonanz. Schausteller und Fieranten zeigten sich hoch zufrieden.
Das Wetter gab, bis auf den regnerischen Auftakt-Donnerstag, keinen Anlass
zur Kritik.
Viele Gäste waren nach Regen gekommen, um anlässlich der Festtage
Kontakte zu pflegen, unter ihnen General a.D. Hans Speidel. Abordnungen
der Partnerstädte Roth mit Bürgermeister Richard Erdmann und Eschwege
mit Bürgermeister Jürgen Zick an der Spitze erwiesen der Kreisstadt
und den Pichelsteinern die Ehre. Walter Fritz sprach auch Dank an Bürgermeisterin
Ilse Oswald aus. Sie, der Stadtrat und die städtischen Betrieben stünden
voll hinter dem Fest und gewährten in vielen Bereichen große
Unterstützung.
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„Ausstrahlung über Stadtgrenzen hinaus“
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„Das Fest hat wieder große positive Ausstrahlung über die
Stadtgrenzen hinaus bewirkt und ein gutes Beispiel für harmonische
Zusammenarbeit im Stadtgefüge abgegeben. Man hat mit diesem Fest die
Erfolgsserie der vergangenen Jahre fortgesetzt“ war die einhellige
Meinung des Komitees. Dies dürfte auch Ansporn sein, im kommenden Jahr
2010 an diese Leistungen anzuknüpfen.  |
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PNP
31.07.2009
Pichelsteinerfest: Spritzig, brillant und ruhig
Die
Bilanz der sechs Tage: Sanfter als in den vergangenen Jahren und weniger
jugendliche Alkoholleichen
Regen.
Behutsam manövriert Sepp Falter die Zinken des Gabelstaplers unter
die Palette mit den Biertischgarnituren. Zehn Stunden ist es jetzt her,
dass die letzte Maß des Pichelsteinerfests gezapft worden ist. „Um
fünfe af d’Nacht is’ vo dem Fest nix mehr zum sehng“,
sagt der Senior-Chef der Brauerei. Gestern war das große Aufräumen
und Abbauen auf den Festplätzen und in den Hallen. Und Zeit, eine Bilanz
des sechstägigen Fests zu ziehen.
„Es hat alles funktioniert, das Fest war friedlich, es war ein sehr,
sehr gutes Fest“, sagt Walter Fritz, der sein erstes Pichelsteinerfest
als Präsident der Pichelsteiner erlebt hat. Und er wirkt erleichtert
darüber, dass das Fest ohne größere Zwischenfälle verlaufen
ist. Besonders zufrieden ist er, dass beim Tag der Wirtschaft eine stärkere
Besucherresonanz verzeichnet werden konnte. Für die Vormittagsveranstaltung
ist er persönlich in der Organisation eingebunden. Bei der Gondelfahrt
freute ihn besonders, dass sie nach der Wetter-Zitterpartie doch noch so
ein Erfolg wurde, und der Festzug begeisterte Fritz auch wegen seiner Lebendigkeit.
Jetzt bereitet er die Kritik-Sitzung der Pichelsteiner vor, hat aber noch
keine große Liste mit Anregungen. Eine kleine hat er beim Tag der
Senioren bekommen: Da gab es nicht wenige, die das Festbier lieber aus Halbe-Krügen
genossen hätten.
Für das Bier auf dem Fest ist Josef Falter jun. zuständig. Er
hat das Pichelsteinerfest 2009 als „für mich recht locker“
empfunden. Der Bierumsatz bleibt Betriebsgeheimnis, nur soviel: Auf dem
Niveau der vergangenen Jahre. „Da gibt es keinen großen Unterschied“,
wie Falter sagt. Nach einer ersten Bilanz sind bei der wilden Feierei in
der Tierzuchthalle rund 1000 Maßkrüge zu Bruch gegangen, weniger
als in den vergangenen Jahren. Und als gestern aufgeräumt war, wollten
schon die nächsten Feste vorbereitet sein: Triefenrieds Feuerwehr feiert
100. Geburtstag, die Weißensteiner Kirchweih.
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13 Körperverletzungen
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Aus einer anderen Perspektive sieht der Regener Polizeichef Polizeihauptkommissar
Manfred Buchinger die sechs Tage. „Für uns ist es günstig
ausgegangen“, sagt er - und meint damit, dass die Polizei nicht so
oft gefragt war wie in den vergangenen Jahren. Da gab es zwar den Messerstich
gleich am ersten Abend, aber ansonsten waren es „nur kleinere“
Schlägereien; und die registrierten die Beamten überwiegend nicht
auf dem Festgelände, sondern außerhalb. 13 Körperverletzungsdelikte
sind registriert worden, fünf Platzverweise sprachen die Beamten aus,
eine Beleidigung und zwei Bedrohungen gab es. Und eine politisch motivierte
Straftat ist auch begangen worden: Ein Betrunkener zeigte den Hitlergruß.
Bewährt hat sich laut Buchinger die relativ hohe Polizeipräsenz,
Unterstützung bekamen die Beamten der Inspektion Regen durch die Bereitschaftspolizei
sowie durch den Einsatzzug des Polizeipräsidiums Niederbayern.
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0 Unfälle
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Ein Lob spricht Buchinger den Autofahrern aus. Nur ein Führerschein
musste kassiert werden. Es traf einen Fahranfänger, der sich nicht
an die für Fahranfänger gültige 0,0-Promille-Grenze gehalten
hatte. Eine 0 steht vor der Zahl der Unfälle. Einziges Verkehrsproblem:
die Badstraße war des öfteren total zugeparkt.
Dass das Fest 2009 etwas ruhiger als die der Vorjahre war, das kann auch
BRK-Bereitschaftsleiter Wolfgang Stoiber bestätigen, der gestern die
BRK-Einsätze bilanzierte. 110 Versorgungen gab es, zehn Besucher mussten
im Krankenhaus Zwiesel weiterversorgt werden. „Nur“, und Stoiber
spricht dieses Wort in Anführungszeichen, „nur sechs Jugendliche
waren so betrunken, dass sie Hilfe vom BRK brauchten“. Die Zahl dieser
Einsätze war in den vergangenen Jahren höher. Trotzdem: Wer zu
späterer Stunde mit einigermaßen klarem Verstand durch die Hallen
ging, dem begegneten nicht wenige junge Menschen, denen der Alkohol wirklich
gehörig die Sinne vernebelt hatte.
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30 Prozent Einbuße
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„Ja, das ist ein Problem“, sagt auch Bürgermeisterin Ilse
Oswald, die aber glaubt, dass es nicht von den Organisatoren zu lösen
ist. „Da ist die Eigenverantwortlichkeit gefragt; und bei den Jugendlichen
sind auch die Eltern in der Pflicht“, meint sie. Ansonsten ist sie
am Donnerstag noch ganz euphorisch: „Ich bin total begeistert; das
Pichelsteinerfest macht glücklich, es ist die gelungenste Mischung
aus Geschichte, Kunst, Kultur, Gemeinschaft und Lebenslust.“
Und man möchte ergänzen: des Kommerz. Da gibt es beim Pichelsteinerfest
2009 einen Verlierer, die TSV-Fußballer. Die Einschränkung bei
den Ausschankzeiten hat ihnen rund 30 Prozent Umsatzminus eingebracht, wie
sie gestern sagten. Ob es im Gegenzug in den Nächten in der Innenstadt
auch um 30 Prozent ruhiger geworden ist, lässt sich nicht exakt belegen.
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| PNP
30.07.2009
8000 Euro zum Wohl der Senioren
Senioren
feiern bei lockerer Stimmung in der Pichelsteinerhalle
Regen.
Der Altersschnitt war gestern Mittag in der Pichelsteiner-Festhalle ein
bisschen höher als sonst. Die Senioren der Stadt waren eingeladen.
Alle Besucher über 70 konnten sich zwischen einem Essensgutschein
für Grillwürstl oder Hähnchen entscheiden. Natürlich
erhielten sie auch eine Biermarke. Musikalisch umrahmt wurde das Fest
vom „Bavaria Duo“.
Schon vor 12 Uhr fanden sich viele Senioren in der Halle ein und genossen
die Volksfeststimmung. Eine lange Schlange bildete sich vor Kurt Fiederling
und Helmuth Pfeffer, die beiden Pichelsteiner-Mitglieder, die den Altentag
mitorganisierten. Zwischen 11 und 13 Uhr gaben sie die Marken aus. „Den
größten Wert legen wir darauf, dass die Senioren in das Fest
miteinbezogen werden, dass sie vor Ort mitfeiern“, erklärte
Kurt Fiederling. „An das Altenheim haben wir dieses Jahr 125 Mahlzeiten
geliefert. Die Senioren freuen sich natürlich, wenn sie Zeit am Pichelsteinerfest
verbringen können. Beim Seniorennachmittag ist das möglich.
Es herrscht doch eine etwas ruhigere Stimmung in der Festhalle als abends“,
berichtete Fiederling.
Auch die Ehrengäste verbrachten den Nachmittag mit den Senioren.
„Der Pichelsteiner-Mittwoch markiert den Höhepunkt des Pichelsteinerfestes
und ich freue mich, ihn mit den Senioren feiern zu können“,
sagte Bürgermeisterin Ilse Oswald. Sie nahm sich auch viel Zeit,
die Senioren persönlich zu begrüßen, von Tisch zu Tisch
zu gehen. Auch Stadtpfarrer Josef Ederer begrüßte die Gäste
herzlich und freute sich über das zahlreiche Erscheinen. „Lasst
uns aber auch an diejenigen denken, die heute leider nicht mehr bei uns
sein können. Lasst uns miteinander den Nachmittag genießen“,
meinte er.
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700 Mahlzeiten für die Senioren spendiert
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Insgesamt wurden etwa 700 Mahlzeiten ausgegeben im Wert von etwa 8000
Euro. Je ein Drittel der Kosten übernahm das Pichelsteiner-Komitee,
die Brauerei Falter und die Stadt Regen.
„Wir freuen uns über jeden Besucher, auch wenn er noch nicht
die 70 erreicht hat. Bei der Markenverteilung verfolgen wir das selbstverständlich
auch nicht mit letzter Strenge. Das Wichtigste ist und bleibt, ein paar
schöne Stunden in Gesellschaft zu verbringen und vielleicht ein Bier
zu trinken“, meint Kurt Fiederling lächelnd.
Die Besucher konnten sich dieses Jahr erneut über einen gelungenen
Seniorennachmittag freuen. „Ich feiere zwar erst in drei Monaten
meinen 70. Geburtstag, habe aber trotzdem meine Marken bekommen. Darüber
freue ich mich sehr“, erzählte Hilde Stich. „Später,
wenn erst einmal die Musik zu spielen beginnt, ist es am schönsten.
Dann kann man richtig mitschunkeln.“
Ihre Bekannte Christine Raith stimmte ihr zu: „Wir haben unseren
Spaß hier am Fest und es ist jedes Jahr wieder wunderschön.
Man trifft Bekannte und obendrein ist es noch eine willkommene Abwechslung.
Das erlebt man ja auch nicht immer. Deswegen sind wir auch jedes Jahr
mit von der Partie.“
Mit Musik, Biermaß und gutem Essen verbrachten die Senioren einen
geselligen und lustigen Nachmittag. Die Schokoladentafel, die jeder Gast
zur Begrüßung als Geschenk bekam, wurden zu späterer Stunde
auch miteinander vernascht.  |
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PNP
29.07.2009
Himalaya-Express oder Nightstyle - Hauptsache es geht richtig rund
Verbilligte
Fahrpreise kommen bei den jungen Festbesuchern an
Regen.
Der Pichelsteiner-Dienstag ist nicht nur fest in Händen der Landwirte,
die am Nachmittag in den Saal zur Kundgebung strömen. Am Nachmittag
gehört das Fest traditionell den Kindern. Nicht nur beim Kasperltheater
in der Festhalle herrschte großer Andrang, wo Beate Welsch aus Erding
die kleinen Besucher mit einer Zoogeschichte des Kasperl begeistert hat.
Auf dem Festplatz herrschte eine Stunde später großer Andrang,
als die Fahrgeschäfte öffneten; und als es Pichelsteiner-Platzmeister
Willy Schicker Freimarken und Zuckerl regnen ließ - und weil die Fahrten
gestern nur halb so viel kosteten wie üblich, ging es im Kettenkarussell
und beim Autoscooter, im Nightstyle und im Schnee-Express richtig rund.
Der Bayerwald-Bote wollte von ein paar jungen Besuchern wissen, was ihnen
beim Kindertag auf dem Pichelsteinerfest besonders gefällt:
Lukas, 9, aus Göttleinsberg: Dieses Jahr war ich schon
drei Mal auf dem Pichelsteinerfest und probiere alle Fahrgeschäfte
aus. Am liebsten fahre ich aber mit dem Himalaya-Express. Der ist richtig
schnell. Vielleicht gehe ich auch noch an die Losbude. Hoffentlich gewinne
ich dann auch was.
Laura, 12, aus Göttleinsberg: Ich fahre am liebsten
mit dem Rock‘n‘Roll. Das ist schnell und dreht sich auch noch.
Außerdem kann man heute, am Kindertag, richtig oft fahren, weil es
nicht so teuer ist wie sonst.
Daniel, 11, aus Düsseldorf: Wir machen in Zwiesel
Urlaub. Dort haben wir auch erfahren, dass in Regen das Pichelsteinerfest
stattfindet. Zwei Mal war ich jetzt schon hier auf dem Fest, habe aber noch
nichts gelost. Dafür hat mir aber das Kasperletheater richtig gut gefallen.
Später fahre ich dann noch mit dem Rock‘n‘Roll.
Kerstin,11, aus Regen: Heute ist es nicht so teuer. Da
kann ich wenigstens öfters mit dem Nightstyle fahren. Wir müssen
nur noch ein bisschen warten, bis das Fahrgeschäft aufmacht. An den
Losbuden bin ich nicht so oft. Ich habe meistens kein Glück und gewinne
sowieso nichts.  |
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PNP
29.07.2009
Den Preis macht der Markt, nicht die Politik
Hauptredner
Fritz Grillitsch fordert beim Tag der Land- und Forstwirtschaft bessere
Rahmenbedingungen
Regen.
Da wird sich Europaparlamentarier Manfred Weber (CSU) gefreut haben: Er
ist gestern zum Tag der Land- und Forstwirtschaft gekommen, um Fritz Grillitsch,
Präsident des Österreichischen Bauernbundes und ÖVP-Abgeordneter,
zu hören. Grillitsch, der zum Thema „Land- und Ernährungswirtschaft
im Spannungsfeld zwischen Politik und Markt“ sprach, rief die zahlreichen
Anwesenden mehrfach auf, bei der kommenden Bundestagswahl für die Union
zu stimmen.
Mit einer so deutlichen politischen Positionierung hatte gestern wahrscheinlich
niemand gerechnet, sollte Grillitsch doch den Bayerischen Bauern erklären,
was das Erfolgsrezept der österreichischen Nachbarn ist. Viele Bauern
würden etwas neidisch über die Grenzen blicken, erklärte
Josef Pletl, Obmann des Bayerischen Bauernverbandes.
Seinen „Bayerischen Freunden“ sagte Grillitsch, dass sie mit
einer „wunderschönen Landschaft, einer tollen christlich-sozialen
Politik und einer Tradition, verbunden mit Fortschritt“ ideale Voraussetzungen
für eine erfolgreiche Zukunft hätten. Nur die bäuerlichen
Strukturen könnten die Sehnsucht der Menschen nach Heimat und Geborgenheit
stillen. Deshalb plädierte er für eine bäuerlich geprägte
Landwirtschaft und warnte vor der Industrialisierung dergleichen. Dafür
müssten die politischen Rahmenbedingungen stimmen.
Doch die Politik könne nur die Spielregeln festlegen, erklärte
Grillitsch, „Politik kann zum Beispiel keinen Milchpreis festlegen.
- Den Preis bestimmt der Markt.“ Angebot und Nachfrage seien bestimmend.
Wer behaupte, den Preis anders regeln zu können, sei ein „verantwortungsloser
Realitätsverweigerer“. Von einem Lieferboykott der Milchbauern
halte Grillitsch nichts, das bringe nur Zwist. Das Bewusstsein für
gesunde und frische Lebensmittel aus der Region müsse beim Verbraucher
geschaffen werden, so der österreichische Abgeordnete, „oder
will der Bürger Kunstkäse und Schummelschinken?“ Die Botschaft
müsse lauten: „Geiz ist nicht geil!“
Die Veröffentlichung der EU-Direktzahlungen an Bauern sei „organisierter
Klassenkampf“, schimpfte Grillitsch. Dies müsse möglichst
verhindert werden. Vielmehr forderte er Rahmenbedingungen, die den Bauern
Sicherheit geben: „Sicherheit für Bauern ist der beste Konsumentenschutz.“
Die Landwirte würden künftig nicht nur bei Lebensmitteln, sondern
auch mit erneuerbaren Energien für Unabhängigkeit, Versorgungssicherheit,
Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Region sorgen: „Ich
möchte nicht, dass der russische Präsident Putin entscheiden kann,
ob mir im Winter kalt ist.“  |
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PNP
28.07.2009
Holz und Sonne als Antrieb für die Wirtschaft
Unternehmer
werben beim Tag der Wirtschaft für nachwachsende Rohstoffe und regenerative
Energien
Regen.
Ihr Mut zu technischen Neuerungen kombiniert mit pfiffigen Ideen macht drei
Unternehmern aus der Region auf dem Wachstumsmarkt rund ums Energie sparen
erfolgreich. Der Fertighaus-Bauer Xaver Haas aus Falkenberg, Geschäftsführer
Bernd Seiler von der Zwieseler Firma Soleg und Josef Reith von der Firma
Holz Schiller aus Regen erläuterten gestern beim Tag der Wirtschaft
auf dem Pichelsteinerfest, wie das geht - Energie und Rohstoffe sparen und
damit auch noch Geschäfte machen.
Über 4000 Mitarbeiter, 15 Standorte in sieben Ländern - Xaver
Haas, einst jüngster Zimmerermeister Deutschlands, ist ein Vorzeigeunternehmer,
der das Bauen mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz salonfähig gemacht
hat. Vor 36 Jahren hat er das erste Fertighaus komplett aus Holz gebaut.
Mittlerweile produziert sein Betrieb 850 pro Jahr. Schon bald wurde seine
Firma international: 1986 eröffnete Haas Niederlassungen in England,
Holland und Spanien. Und überraschte seine Zuhörer dank seiner
internationalen Erfahrungen mit einer Erfahrung: „Der Bürokratismus
in Deutschland hält sich in Grenzen“. Im Schnelldurchlauf gab
Haas einen Einblick in seine breite Produkt-Palette, die von Reitanlagen
über Ställe bis zu Sportstadien, Mehrzweckhallen und Verwaltungsgebäuden
reicht. Gerade an Landwirte appellierte er, mit Holz zu bauen: „Es
gibt keinen intelligenteren Werkstoff mit einer höheren Wertschöpfung“.
Die Waldbesitzer ermahnte Haas, Holz nicht zu horten, sondern zu einem gerechten
Preis zu verkaufen - „die Sägewerke brauchen Futter“.
Die Tatsache, dass er als Geschäftsführer der Firma Soleg zum
Tag der Wirtschaft auf dem Pichelsteinerfest eingeladen worden ist, wertete
Bernd Seiler als Zeichen dafür, dass die Solartechnik in der Mitte
der Gesellschaft angekommen ist. Seiler skizzierte den Weg der Firma von
seiner Gründung durch ein paar Öko-Idealisten 1980 bis zum heutigen
international tätigen Technologieführer in der Sonnenhaustechnik.
Vor zwölf Jahren hat der Betrieb, der nächstes Jahr von Zwiesel
nach Teisnach umziehen wird, das erste komplett solarbeheizte Haus bei Straubing
gebaut, vergangenes Jahr das erste Photovoltaik-Großprojekt in Tschechien.
Sonnige Aussichten prognostizierte Seiler der Solar-Branche: „Der
Wirtschaft geht das Benzin aus“ , sagte er. Künftig werde deutlich
weniger Erdöl gefördert. Auch der Klimawandel spreche für
einen höheren Einsatz von regenerativen Energien. Solartechnik lohne
sich nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich. Nicht zuletzt
wegen der erhöhten Abschreibung seien die Investitionskosten für
eine Photovoltaikanlage aktuell besonders günstig. Die Großhandelspreise
sind laut Seiler um 30 Prozent gesunken.
Die Firma Soleg blickt optimistisch in die Zukunft. Die nächste große
Chance sieht sie in der Elektromobilität. Wer mit dem Auto fährt,
tut das vorrangig in einem Umkreis von 30 Kilometern, wissen die Solar-Experten
- geradezu ideal für Elektroautos. Seilers Vision: Firmenparkplätze
überdachen, Photovoltaik-Anlagen drauf und die Autos während der
Arbeitszeit aus der Steckdose volltanken.
Um Holz als Werkstoff und Energieträger dreht sich alles bei der Firma
Holz Schiller mit 520 Mitarbeitern in Regen und drei Standorten in Tschechien.
Rund die Hälfte der Produkte wird weltweit exportiert, erfuhren die
Besucher des Tags der Wirtschaft von Josef Reith. Auch die Firma Haas in
Falkenberg ist Schiller-Kunde - ein Großkunde mit 24-Stunden-Liefergarantie.
Um bei den Themen Wärmedämmung und Energieausbeute weiter zu punkten,
haben die kreativen Köpfe im Hause Schiller neue Produkte entwickelt
- spezielle Kantel für Niedrigenergie- und Passivhausfenster. Beim
neuesten Produkt nutzen die Regener Fensterbauer Nuten in den Holzlamellen
zur natürlichen Wärmedämmung. Das sei nicht nur ökologisch,
sondern auch preisgünstig, sagte Reith.
Und auch die Reststoffe aus der Produktion werden bei Holz Schiller genutzt,
für Briketts und Pellets. Die seien nicht nur um 30 Prozent billiger
als Heizöl. Für sie sprechen laut Reith auch die hohe Versorgungssicherheit,
stattliche Fördergelder und gewaltige Kohlendioxid-Einsparungen.  |
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PNP
28.07.2009
2800 Portionen: In einer Stunde war alles verputzt
Seit
6 Uhr morgens stand der Pichelsteinerkoch an den Kesseln
Regen.
Das ist dem Pichelsteinerkoch Günther Prinz auch noch nicht passiert:
Jetzt muss er schon Autogramme geben. So wie gestern der Dame aus Regensburg,
die so begeistert von dem Eintopf war, dass sie Prinz auf der Sonderbeilage
des Bayerwald-Boten unterschreiben ließ. Das war um kurz nach 13 Uhr.
Ein paar Minuten später, dann war auch der letzte Rest Pichelsteiner
aus dem letzten Thermobehälter gekratzt. 1700 Liter Eintopf, rund 2800
Portionen gingen innerhalb einer Stunde weg. Und geschmeckt hat es allen.
Unter anderem auch Regierungspräsident Heinz Grunwald, der Delegation
aus Regens Partnerstadt Roth mit Bürgermeister Richard Erdmann an der
Spitze und den vielen Gästen, die beim Auszug um 12 Uhr dabei waren.
Gut sechs Stunden vorher hat Günther Prinz in der sogenannten Saftküche
begonnen, das Fleisch anzubraten. Nach einem genauen Plan wird nach und
nach das Gemüse in die von Dampf geheizten Kessel gegeben, umgerührt;
und immer gleich gewürzt. „Ganz wichtig, man muss immer gleich
würzen, probieren, nachwürzen“, sagt Prinz. Dass ihm das
vorzüglich gelungen ist, das konnten gestern rund 2800 Pichelsteiner-Esser
bestätigen. Unter ihnen auch Beate Kornbichler, die sich das Autogramm
von Prinz holte. Und die eigens wegen des Pichelsteinerfests einen fünftägigen
Urlaub in Regen verbringt.  |
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PNP
28.07.2009
Drei Keilereien rund ums Fest:
Blutige
Schlägerei in der Diskothek und Rauferei am Stadtplatz
Regen.
Mit einer Reihe von handgreiflichen Auseinandersetzungen musste sich die
Polizei am Pichelsteinerwochende befassen. Richtig blutig war eine Schlägerei,
die sich am Montag gegen 1.45 Uhr in der Diskothek „Tanzboden“
ereignet hat. Dort waren ein 20- und ein 28-Jähriger wegen einer Bagatelle
in Streit geraten. Plötzlich schlug der Jüngere seinem Kontrahenten
das Bierglas ins Gesicht. Der erlitt im Bereich des linken Auges stark blutende
Schnittverletzungen und musste in das Krankenhaus Zwiesel gebracht werden.
Der Täter wurde zur Blutennahme vorläufig festgenommen.
Nachträglich ist bekannt geworden, dass am Samstag gegen 1 Uhr drei
Männer am Stadtplatz mit den Fäusten aufeinander einschlugen.
Bei den betroffenen Personen handelte es sich um einen 27-jährigen
Metallarbeiter aus Langdorf, einen 35-Jährigen und einen 31-Jährigen
Mann aus Regen. Das Ergebnis dieser Rauferei, die aus nichtigen Gründen
entstand, waren eine gebrochene Nase und ein Bluterguss am Auge, eine Verletzung
an der Hand und Blutergüsse bei der dritten Person, wie die Polizei
mitteilt.
Bereits am Freitag gegen 21.30 Uhr ereignete sich bei der OMV-Tankstelle
in Regen eine Auseiandersetzung, die zwei Verletzte forderte. Eine Gruppe
Regener Jugendlicher wartete dort, als vier auswärtige, etwas ältere
Jugendliche an ihnen vorbeigingen. Zunächst grüßten sich
die Gruppen. Als die Auswärtigen etwas weiter entfernt waren, gingen
diese plötzlich zurück und waren der Meinung, irgendjemand hätte
irgendetwas gerufen. Nach kurzem Geschrei schlug ein 19-Jähriger aus
Teisnach einen 15-jährigen Schüler aus Regen mit der Faust an
die Stirn. Danach schlug die gleiche Person einen weiteren 15-Jährigen
aus Regen wiederum die Faust ins Gesicht. Sein total betrunkener 18-jähriger
Freund aus Bernried schlug nun dem gleichen Jugendlichen mit einer Bierflasche
in das Gesicht, so dass diese zerbrach. Der Schüler hatte dabei noch
Glück, da er „nur“ eine starke Prellung und Schwellung
davon trug. Der andere Schüler erlitt Prellungen und Abschürfungen
am Kopf.
Die Täter hatten sich anschließend in Richtung Festplatz entfernt
und wurde dort gegen 22 Uhr von den Geschädigten gesehen. Dort informierten
diese Polizeibeamte, die die Personalien der Schläger feststellten.
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PNP
27.07.2009
Festzug: Regen lässt sich bewegen
Der
Regen - ein Fluss erzählt: Grandioses Motto, schöne Motive, lebendige
Fußgruppen
Regen.
Kurt Fiederling, der ehemalige Pichelsteiner-Vizepräsident, hatte schon
am Samstagvormittag ein gutes Gefühl. Viele Helfer waren in die Hallen
nach Metten gekommen, um den Motivwägen den letzten Schliff zu geben,
um üppig Blumen und Grün zu drapieren. „Die Mithilfe war
riesig“, sagt Fiederling, der selber von 7 bis 12 dabei war. Und so
konnte er sich gestern Nachmittag ganz beruhigt in die Pichelsteiner-Ehrenkutsche
setzen, in der neben ihm die Ehrenmitglieder Manfred Homolka und Alfons
Limböck Platz genommen hatten. „Einmalig“ und „So
lang“ und „So lebendig, so lustig“ waren die Kommentare
der Zuschauer, die - zumindest am Stadtplatz - sogar eifrig Applaus spendeten.
„Der Regen - ein Fluss erzählt“ hatten die Pichelsteiner
als Motto gewählt. Ein Motto, bei dem die Ideen von Festzuggestalter
Manfred Homolka nur so sprudelten; und ein Motto, mit dem sich auch die
vielen Vereine identifizieren konnten. Natürlich die Fischer und natürlich
auch die Kanuten, für die der Regen Existenzgrundlage ist. Aber auch
die Dorfgemeinschaft Rinchnachmündt, die die Flößerei demonstrierten
- und die Blöcher auf kleinen Rädern durch die Stadt trifteten.
Oder die Schweinhütter, die hinter dem Regensburger Wagen gingen und
als Marktweiber und Marktbeschicker für Leben sorgten. Genauso wie
die Oberneumaiser, die nicht so kühl sind wie das Thema, das sie darstellten:
Eissägen. Dazu hatten sie sich von der Bäckerei Schnierle große
Eisblöcke besorgt, die den Weg durch die heiße Stadt noch einigermaßen
überlebten. „Oh, scho vorbei“, meinte bedauernd eine Zuschauerin,
als nach gut einer Stunde das große Falter-Fass einen der schönsten
Pichelsteiner-Festzüge der letzten Jahre beschloss und in Richtung
Festplatz abbog. Die selbe Richtung, in die auch die meisten Zuschauer gingen.
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PNP
27.07.2009
Das große Zittern vor der großen Fahrt
Gondelfahrt
im Wetterglück
Regen.
In der Regel haben die Helfer der Wasserwacht bei der Pichelsteiner-Gondelfahrt
den Booten in den vergangenen Jahren meist geholfen, wenn sie aufgelaufen
waren. Das war in diesem Jahr anders. Der Regen führt mehr als genug
Wasser, die Strömung ist kräftig. Das mussten speziell die Paddler
des großen Dampflok-Boots feststellen. Das wurde von der Strömung
am Pichelsteinersteg festgenagelt. Aber auch hier war die Wasserwacht der
Retter. Mit dem Motorboot zogen sie die große Gondel wieder stromaufwärts.
Das war aber auch schon die einzige Panne einer prächtigen Gondelfahrt,
so dass Gondler-Chef Edwin Stoletzky ein zufriedenes „Passt scho“
brummen konnte, nachdem er nach einstündiger Fahrt wieder angelandet
war; eine kleine Einschränkung hat er noch nachgeschoben: „Ganz
so vui Zuschauer wia in de letzten Jahr waren’s aber ned“.
Wenn er sich gestern den Videofilm angesehen hat, den er vom Eröffnungsboot
aus gedreht hat, dann wird er nochmal gesehen haben, wie schön sich
die beleuchteten Aufbauten vom dramatischen Himmel abgehoben haben. Erst
als alle Boote Fahrt aufgenommen hatten, klarte der Himmel auf. Vor dem
Start ging der Blick der Gondler immer wieder nach oben - und dort sahen
sie dunkles Gewölk.
„Geht’s hoid eine, wenn’s rengt“, meinte Manfred
Homolka zu der Besatzung, die den schwimmenden Falter-Biergarten geentert
hatte. Bloß: So realitätsnah wie die Gondeln auch gestaltet waren,
es war nur eine gemalte Wirtshaus-Fassade hinter dem Biergarten. Homolka
verkörperte den legendären König Gambrinus. Den gab es in
der Realität nie; weswegen er auch nicht, wie es erzählt wird,
das Bier erfinden konnte. Schade für Homolka und die Zuschauer: Auf
seinem Boot versagte die Elektrizität, so blieb er im Halbdunkel.
Dem Bier war die Gondelfahrt 2009 gewidmet, dem Bier und den Geschichten
um seine Herstellung. Günther Arend, Sprecher der Gondelfahrt, erklärte,
was es mit den Hopfenzupfern aus dem Bayerischen Wald auf sich hat, mit
dem Hopfenanbau und mit dem Mälzen.
Neben den Gondlern und ihren vielen Helfern von Kanu-Club und etlichen Vereinen,
spielten die Wasserspieler eine Hauptrolle am Samstagabend, indem sie mit
den bunten Fontänen den perfekten Hintergrund für die Fahrt der
Lichterboote gestalteten. |
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PNP
25.07.2009
Moment Mal
ein
friedliches Fest, das wünschten sich die Pichelsteiner gestern, als
Bürgermeisterin Ilse Oswald das erste Fass Festbier angezapft hatte.
Ein guter Wunsch; ganz speziell vor dem Pichelsteinerfest 2009, vor dem
es ein juristisches Hickhack gegeben hat wegen der Ausschankzeiten im Biergarten
der TSV-Fußballer. Es wurde ein Kompromiss gefunden, mit dem wohl
Fußballer wie auch Anlieger leben können.
Das sehen nicht alle so, wie einige Unverbesserliche beweisen. Seit ein
paar Tagen bombardieren sie Franz Maier sen., der seit langen Jahren Anlieger
des Pichelsteinerfestplatzes ist, mit Anrufen. Irgendjemand streute das
Gerücht aus, dass es Maier sei, der den früheren Ausschank-Schluss
im TSV-Biergarten erstritten hat. Und seitdem traut er sich kaum noch das
Telefon abzunehmen, wenn es läutet. Denn am anderen Ende sind Individuen,
die ihn bedrohen, die ankündigen, sein Haus anzuzünden.
Franz Maier ist nicht derjenige, der den Vertrag wegen
der Sperrzeiten ausgehandelt hat, das wissen wir mit Sicherheit. Und mit
der gleichen Sicherheit wissen wir auch, dass wir den Namen des Bürgers,
der die Vereinbarung getroffen hat, nicht veröffentlichen werden, um
nicht nochmal diese Reaktionen von solch Unverbesserlichen zu provozieren.
Denn wie diese Reaktionen zeigen, können die Unverbesserlichen zum
einen keine getroffenen Vereinbarungen akzeptieren; und zum anderen anscheinend
nicht in einer Art feiern, in der sich andere nicht gestört fühlen.
In diesem Sinne: Ein friedliches Pichelsteinerfest!. |
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PNP
25.07.2009
Spritziger Anzapfrekord zum Auftakt
135
Jahre Pichelsteinerfest - Farbenprächtiger Auszug bei strahlendem Sonnenschein
Regen.
Ein bisschen derangiert hat Bürgermeisterin Ilse Oswald schon ausgesehen,
nachdem sie gestern eine der wichtigsten Aufgaben eines Bürgermeisters/einer
Bürgermeisterin erledigt hatte: das Anzapfen. Denn zum ersten Mal ist
es ihr passiert, dass es richtig gespritzt hat; und die Bürgermeisterin
musste feststellen, dass Pichelsteiner-Festbier nach dem Trocknen einen
leicht klebrigen Film hinterlässt.
Aber Ilse Oswald wäre nicht Ilse Oswald, wenn sie nicht schnell auf
das kleine Malheur reagieren würde. Mit blitzartiger Reaktion schickte
sie dem ersten Schlag einen zweiten hinterher. Dann saß der Wechsel
bombenfest im Fass, nichts tropfte mehr, und sie konnte sich, unterstützt
von Sepp Falter, ans Ausschenken machen. Auf dass die Pichelsteinerkomitee-Mitglieder
alle schnell ihre erste Maß Festbier bekommen konnten.
Farbenprächtig und fröhlich war das, was vor dem Anzapfen kam,
der Auszug. Zu dem gab Willi Ertl das laute Kommando. Er ist der Mann, den
keiner sieht, aber den alle hören. Mit drei Mal 30 Gramm Schwarzpulver
gibt er den böllernden Startschuss. Um 15.45 Uhr, um 15.55 und um 16
Uhr lässt er es krachen. So laut und überraschend ist der erste
Schuss, dass ihn die kleinen Köche vor Schreck mit einem spitzen Aufschrei
quittieren. Mit dem letzten Schuss um 16 Uhr setzt sich der Zug in Bewegung.
Sogar ein bisschen früher. Schon mit dem Glockenschlag der Stadtpfarrkirche
marschieren die Musiker an der Spitze des Zugs los. So als könnten
sie es gar nicht erwarten, bis es Ertl krachen lässt.
Die Neue Stadtkapelle Regen führt den Zug an, gefolgt vom Brauereigespann,
an den Zügeln Thomas Falter, Braumeister Sepp Falter folgt mit den
Bedienungen, dahinter die Ehrenkutsche und hinter ihr die Pichelsteiner-Mitglieder
und der Stadtrat.
Bunte Tupfer im Zug sind die Theaterspieler der Gruppe „Schwarzer
Leberkas“, die an die Erfindung des Pichelsteinfests im Jahr 1874
erinnern, die Schützen, die Fischer, die Burgfreunde Weißenstein,
der Spielmannszug mit seinen jüngsten Mitgliedern . . .
Und mittendrin natürlich die Hauptperson des Fests, Pichelsteinerkoch
Günther Prinz. Er marschiert unter dem Baldachin, der von jungen Bundeswehr-Soldaten
getragen wird. Und bei deren Anblick fällt einem die einzige Kleinigkeit
auf, die man beim Auszug vielleicht doch noch verbessern könnte: Neue
Perücken für die Baldachin-tragenden Männer.  |
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PNP
24.07.2009
Serenade mit Donner
Regen.
Es gibt die „Symphonie mit dem Paukenschlag“, und seit gestern
gibt es in Regen auch die Pichelsteiner-Serenade mit dem Donnerschlag. Der
Donnerschlag und der Platzregen haben kurz vor 20 Uhr das Blasorchester
der Stadt Regen nur kurz irritiert. Und dann ging es weiter mit der „Südböhmischen
Polka“, dem Fliegermarsch und dem Medley mit Melodien der Comedian
Harmonists. Die Zuhörer kamen den Musikern so nahe wie selten. Sie
standen mit unter dem Dach des Pavillons. Möglicherweise war das Unwetter
ein Zeichen des Himmels, der erzürnt darüber war, dass mit der
Pichelsteiner-Serenade und mit „Urig auf dem Stadtplatz“ zwei
Veranstaltungen zeitgleich stattfanden, die an ein ähnliches Publikum
gerichtet waren. Vielleicht klappt es 2010 mit der Koordination - und dann
auch mit dem Wetter. |
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PNP
23.07.2009
Blasorchester spielt Serenade vor dem Pichelsteinerfest
Regen.
Bereits zum 15. Mal lädt das Blasorchester der Stadt Regen am heutigen
Donnerstag ab 19.30 Uhr beim Kurpark-Pavillon zur Pichelsteiner-Serenade
ein. Das Ensemble unter der Leitung von Matthias Köckeis möchte
damit - in Anlehnung an das früher traditionelle Turmblasen - das morgen
beginnende Pichelsteinerfest ankündigen. Den Besuchern wird bei kleiner
Bewirtung symphonische und traditionelle Blasmusik geboten. Stücke
wie „Music“ von John Miles oder ein Medley der Comedian Harmonists
stehen ebenso auf dem Programm wie etwa die „Südböhmische
Polka“ oder der „Fliegermarsch“. |
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PNP
22.07.2009
Das Trio, das unter Volldampf steht
„Unser
Bier - ein Lebenselexier“ ist das Motto der Pichelsteiner-Gondelfahrt
Regen.
„Und morgen gibt es dann einen Wurstsalat“, sagt Renate Hanke
noch schnell im Hinausgehen zu Edwin Stoletzky und Franz Freudenstein. Es
ist kurz nach 19 Uhr, die beiden Männer bleiben noch eine Weile in
der Gewerbehalle in Oleumhütte, in der sich Arbeit türmt: Der
Pichelsteiner-Brunnen steht neben einer Dampflok, ein Sudkessel neben den
Rössern des Zehnerzugs - alles Nachbildungen aus Styropor und Holz,
alles Elemente der samstäglichen Gondelfahrt; und alles noch nicht
ganz fertig.
Nur ein Trio ist in diesem Jahr der harte Kern der Pichelsteiner-Gondler:
Edwin Stoletzky, Franz Freudenstein und Renate Hanke. Letztere ist so etwas
wie die Mutter der Gondel- und Festzuggestalter. Streicht und arbeitet nicht
nur an den Aufbauten, näht Kleider und Kostüme für die Kinder
auf den Gondeln, sondern sorgt auch dafür, dass alle Arbeiter in den
Hallen in Oleumhütte bestens versorgt sind. Mit Wurstsalat beispielsweise.
Jetzt, es ist noch gut eine Woche hin zur Pichelsteiner-Gondelfahrt, sitzt
Edwin Stoletzky neben der großen Dampflok und dem Waggon und umwickelt
ganz ruhig ein Rad des Waggons mit schwarzer Folie. Dem Beobachter fällt
das Motto der diesjährigen Gondelfahrt ein: „Unser Bier - ein
Lebenselexier“; und er schaut ein bisschen fragend: Wie passen eine
Dampflok und ein Waggon zu diesem Motto? „Ganz einfach“, sagt
Stoletzky und gibt gleich eine kleine Nachhilfestunde in Heimatkunde, „früher
sind die Leute aus dem Bayerischen Wald mit dem Zug zum Hopfenzupfen in
die Holledau gefahren, deshalb passt der Zug gut zum Motto.“ Nur eine
Gondel passt überhaupt nicht dazu, darf aber auf keinen Fall fehlen:
der Drache, um den sich Hans Eisner kümmert.
Mit dem Motto kommt er überhaupt glänzend zurecht. Das Reinheitsgebot,
das 1523 vom bayerischen Herzog Wilhelm erlassen worden ist, die Mönche
als Erfinder des Starkbiers, ein modernes Sudhaus und ein Hopfengarten,
eine Malzfabrik und der Zehnerzug der Brauerei sind alles Motive, die unter
der Regie von Stoletzky entstanden sind. „Man kannt ja no vui mehr
macha“, sagt er mit einem Seufzen. Mit einem Seufzen quittiert Stoletzky
die Probleme mit der Stromversorgung auf den Booten. Ein bisschen kleiner
sind sie allerdings geworden. Er hat vom Pichelsteiner-Vorstand das Einverständnis
bekommen, weitere Stromerzeuger zu kaufen. „Jetzt haben wir auf der
Hälfte der Boote Aggregate, die andere Hälfte muss mit Batterien
auskommen“, sagt er. Demnächst wird er Günther Arend zeigen,
was alles zu sehen ist. Denn der übernimmt wieder die Moderation der
Gondelfahrt und darf als einer der wenigen vorher schon sehen, was am Samstagabend
ins Wasser gesetzt wird. Und wenn er Glück hat, dann bekommt Arend
auch noch einen Wurstsalat von Renate Hanke; und möglicherweise noch
ein bisschen „Lebenselexier“. |
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PNP
21.07.2009
Bei diesem Motto sprudelten die Ideen
„Der
Regen - ein Fluss erzählt“ ist das Thema beim Pichelsteiner-Festzug
Regen.
Lange sind sie damals gesessen beim Schnierle, die Gestalter des Pichelsteiner-Festzugs
und die Pichelsteiner-Komitee-Mitglieder. Länger und länger ist
der Abend geworden, „und keinem ist ein g’scheids Motto für
den Festzug eingefallen“, erinnert sich Manfred Homolka an den Abend.
Bis dann der neue Pichelsteiner-Präsident Walter Fritz den erlösenden
Satz sprach: „Der Regen - von der Quelle bis zur Mündung.“
Großes Hurra in der Runde, alle begeistert, das Motto wurde noch verfeinert
in „Der Regen - ein Fluss erzählt“; und dann machte sich
Manfred Homolka ans Skizzieren. Mit feinem Strich zeichnete er Böhmerwald-Berge
und Stadt-Silhouetten auf Papier, Eisschützen und die Nepomuk-Figur,
Eissäger und Fischer. „Super-Thema“, sagt Homolka. Für
ihn und für seine Helfer ist seit Mai eine Halle im Gewerbegebiet Metten
so etwas wie das zweite Zuhause. Fast täglich sind sie dort beim Schrauben
und Streichen, sie schnitzen Häuser aus Styropor und erledigen das,
was ihnen Manfred Homolka und Erwin Ertl anschaffen. Bis vor zwei Jahren
waren Homolka und Fritz Müller die Köpfe des Festzugs. Müller
ist 2007 gestorben. „Jetzt ist der Erwin der Müller“, sagt
Homolka. Soll heißen: Erwin Ertl ist der Mann für die Logistik,
für die Planung, er ist der Mann mit dem Überblick. Und jetzt,
eine Woche vor dem Festzug, sagt er: „Wir sind im Plan.“ Auch
wenn noch keine Blumen die Aufbauten schmücken, auf vielen Wagen noch
die nackte Technik zu sehen ist, die noch mit Tüchern verhüllt
werden will.
Auf einem Wagen hat Homolka die Steinerne Brücke aus Regensburg nachgebaut,
dazu prägnante Gebäude der Regensburger Altstadt und den Dom zu
Regensburg. Alles aus dem Material, das dem Glaskünstler Homolka wohl
das zweitliebste ist: Styropor.
„Hinter dem Wagen gehen die Mitglieder der Freilichtbühne Schweinhütt,
sie spielen Marktweiber“, erklärt Homolka. Überhaupt werden
wieder nicht nur die 22 Festwagen, sechs Blaskapellen, ein Spielmannszug,
der Zehnerzug der Brauerei, zwei Kutschen und ein Herold beim Pichelsteiner-Festzug
dabei sein, sondern auch 24 Fußgruppen für Leben auf der Straße
sorgen. Echte Soldaten werden auf einem Wagen eine Flussüberquerung
demonstrieren, die Wasserwacht wird ihre Ausrüstung präsentieren,
Kanufahrer und Flößer gehören zum Programm, und auch die
Faschingstruppe von der Narregenia ist dabei; die hat ja auch einen Bezug
zum Fluss, schließlich ist der Fluss-Name Bestandteil des Narren-Namens. |
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PNP
16.07.2009
TSV-Bar beim Pichelsteinerfest: Kein Platz für Nachteulen
Vereinbarung
mit Anlieger: Der Ausschank endet eher
Regen.
Sie hat sich zur Institution auf dem Pichelsteinerfest entwickelt, die Bar
der TSV-Fußballer. Für viele Festbesucher war sie ein beliebter
Stopp beim Heimweg; hatte sie doch deutlich länger geöffnet als
die Hallen. Das wird bei diesem Pichelsteinerfest (24.-29. Juli) ein bisschen
anders. Nachdem sich ein Anlieger gegen die längeren Öffnungszeiten
und die damit verbundene Lärmbelastung gewendet hat, werden die Ausschankzeiten
zurückgefahren.
Am Freitag und Samstag ist in der TSV-Bar an der Regenpromenade um 1.30
Uhr Schluss, am Sonntag und Dienstag um 24 Uhr, am Montag und Mittwoch um
1 Uhr. Ausschankende ist jeweils dreißig Minuten vorher. So steht
es in einem öffentlich-rechtlichen Vertrag zwischen der Stadt Regen,
dem TSV Regen und dem Anlieger. Bisher ist dieser Vertrag aber noch nicht
unterzeichnet.
Außerdem wird nach Schließung der Festhalle an der Deggendorfer
Straße das Tor in Richtung Deggendorfer Straße geschlossen,
so dass die TSV-Bar-Besucher ihren Heimweg nicht über die Deggendorfer
Straße, sondern über die Regenpromenade antreten.
Noch im vergangenen Jahr hatte die Bar von Freitag bis Dienstag bis um 2
Uhr geöffnet, am Mittwoch bis um 3 Uhr. Saftig ist die vereinbarte
Konventionalstrafe. Sollten die vereinbarten Zeiten nicht eingehalten werden,
sind als Strafe 10 000 Euro vorgesehen.
„Wir werden mit dieser Regelung leben müssen“, meint Siegfried
Oswald von den TSV-Fußballern, die die Bar betreiben - und die mit
den Erlösen einen großen Teil ihres laufenden Sportbetriebs finanzieren.
Deutliche Umsatzeinbußen werde es geben, so Oswald, „es wird
wohl bis zu einem Drittel weniger sein“, meint er. Denn die Erfahrung
der vergangenen Jahre habe gezeigt, dass vor allem in den späten Stunden,
wenn die Heimkehrer aus den Hallen an der Bar Station machten, der Umsatz
nochmal kräftig nach oben gegangen ist.
Der Vertrag werde wohl in der jetzt vorliegenden Form unterzeichnet werden,
sagte der Anlieger gestern gegenüber dem Bayerwald-Boten. Er habe auch
nicht vor, das Heimatfest zu zerstören, aber wegen der ausufernden
Ausschankzeiten sei es von Jahr zu Jahr lauter geworden, für die Anlieger
an der Deggendorfer Straße und am Sand sei die Situation mittlerweile
unerträglich. |
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PNP
15.07.2009
Der Kraftakt vor dem bunten Vergnügen
Das
Technische Hilfswerk bugsiert die Pichelsteiner-Wasserspiele in den Regenfluss
Regen.
Die tonnenschweren Apparaturen schwimmen im Wasser, jetzt geht’s an
die Feineinstellung und ans Justieren. Der Ortsverband Regen des Technischen
Hilfswerks hat die Wasserspiele in den Regenfluss gehievt. Schon seit 36
Jahren engagieren sich die THWler für die Wasserspiele des Pichelsteinerfests.
Der Kreis um den ehemaligen Ortsbeauftragten Helmuth Pfeffer investierte
wieder einmal über 1000 Arbeitsstunden in die Wartung der Anlagen.
So viel Zeit war nötig, um die Geräte nach dem Einsatz 2008 und
nach der Winterruhe wieder flott zu machen. Nicht nur Wind, Wetter und das
Wasser des Regenflusses setzen den Gerätschaften zu, sondern auch Schlamm
und Treibgut. Deshalb müssen immer wieder einzelne Teile erneuert,
alle elektrischen Gerätschaften abgedichtet werden.
Nach diesen Vorarbeiten, die an der Unterkunft des Technischen Hilfswerks
am Richtplatz laufen, ging es in einem langen Konvoi von der Unterkunft
in St. Johann auf den Parkplatz vor der Tierzuchthalle. Ein Schwerlastkran
hob ein Element nach dem anderen in den Fluss. Mit Schlauchbooten am Wasser
und mit Leinen vom Ufer zogen die THWler die schwimmenden Flusseinbauten
an den richtigen Platz. Und dann mussten „nur noch“ die 1700
Meter Kabel und Schläuche sicher angeschlossen werden. |
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PNP
27.06.2009
Neue Schilder für das Pichelsteinerfest
Regen.
So langsam macht es sich auch im Stadtbild bemerkbar, dass es gar nicht
mehr so lange hin ist bis zum 135. Pichelsteinerfest in Regen. Pichelsteinerkomiteemitglied
Hermann Keilhofer, im Komitee zuständig für alles, was leuchtet
und irgendwie elektrisch ist, zieht hunderte Meter Lichterketten durch die
Stadt, auf den Laternen der Ludwigsbrücke prangen schon die neuen Schilder,
die die Gäste begrüßen und auf das größte Heimatfest
des Bayerischen Waldes hinweisen.  |
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PNP
15.05.2009
Die Pichelsteiner machen Druck
Vorbereitung
im Zeitplan - Der Regenfluss ist Thema des Festzugs
Regen.
Das Auge kann dem kleinen orangen Stück Papier nicht folgen, so schnell
verschwindet es in der Maschine, um Sekundenbruchteile später wieder
ausgespuckt zu werden. Jetzt ist das Papier mit einer Nummer versehen,
und zwischen dem 24. und 29. Juli 2009 wird dieses Papier ein in Regen
begehrtes Wertpapier sein, ein Pichelsteiner-Biermarkerl. In den vergangenen
Tagen sind die Marken in der Druckerei Schicker in Regen produziert worden.
Über die Auflage muss Druckermeister Willy Schicker schweigen, nur
so viel: die Markerl-Stapel haben eine beachtliche Höhe. Um die Marken,
die die Brauerei Falter verkauft, noch ein bisschen fälschungssicherer
zu machen, hat sich Schicker in diesem Jahr etwas Neues einfallen lassen.
Aber auch hier: Stillschweigen, um potenziellen Markerl-Fälschern
nicht zu viel zu verraten.
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Schausteller-Verträge sind geschlossen
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Am Tag ließ Schicker die Marken durch die Druckmaschinen rasen,
abends war für ihn noch einmal das Pichelsteinerfest Thema, das Komitee
traf sich zur Arbeitssitzung, und Schicker ist als Platzmeister eines
der Mitglieder. Er hat seine Arbeit schon erledigt. Bis auf einen Vertrag
sind alle Abmachungen mit den Schaustellern unter Dach und Fach.
71 Tage sind es noch bis zum Pichelsteinerfest, das verkündete am
gestrigen Donnerstag der Countdown-Zähler auf der Pichelsteiner-Homepage.
„Und wir sind sehr gut in der Zeit“, sagt Pichelsteiner-Präsident
Walter Fritz, der vor seinem ersten Fest als Präsident steht. Die
Gestalter der Gondelfahrt und des Festzugs beginnen in diesen Tagen mit
den Vorbereitungen. Wagen und Gondeln frei machen für die neuen Aufbauten,
Feinarbeit an den Skizzen und Entwürfen „Der Regenfluss - der
Fluss erzählt“ heißt der Arbeitstitel für den Festzug,
für den auch in diesem Jahr wieder Manfred Homolka verantwortlich
sein wird.
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Kreative Köpfe: Homolka&Stoletzky
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Natur und Geschichte, berühmte Bauwerke am und über dem Fluss,
Kunst am Fluss, Gewerbe und Handwerk am Wasser, die Wasserwacht und übende
Bundeswehr-Pioniere am Wasser, das sind alles Themen, zu denen Homolka
Wagen konzipiert hat - im Kopf sind sie schon fertig.
Der andere kreativ-künstlerische Kopf für das Pichelsteinerfest
ist Edwin Stoletzky, er ist für die Gondelfahrt verantwortlich, die
sich beim Pichelsteinerfest 2009 dem Bier widmen wird. Gambrinus, der
(erfundene!) Erfinder des Bierbrauens, wird auf einer Gondel mitfahren,
das Hopfenzupfen in der Hallertau und die Getreideernte werden auf Booten
dargestellt, ebenso das moderne Bierbrauen - und natürlich auch der
Biergenuss im schwimmenden Biergarten und der Zehnerzug der Brauerei Falter
mit dem Bierwagen.
Vor wenigen Wochen noch war der stellvertretende Pichelsteinerpräsident
Josef Steinhuber ziemlich verzweifelt, weil er immer noch keinen Referenten
für die Kundgebung zum Tag der Land- und Forstwirtschaft gefunden
hatte. Schwierig wie nie sei die Suche dieses Mal, klagte er. Der Sorge,
keinen Referenten für den Tag der Land- und Forstwirtschaft zu finden,
ist er mittlerweile ledig. Fritz Grillitsch, der Präsident des Österreichischen
Bauernbunds, wird über „Land- und Ernährungswirtschaft
im Spannungsfeld zwischen Politik und Markt“ sprechen, und dabei
vielleicht auch erzählen, was die österreichischen Bauern besser
machen als ihre bayerischen Kollegen.
Für den Tag der Wirtschaft am Pichelsteinermontag bereitet Walter
Fritz das Programm vor, es wird in diesem Jahr um das Schwerpunktthema
„Erneuerbare Energien“ gehen. Der Chef des Hausbau-Unternehmens
Haas wird referieren, ein Vertreter der erfolgreichen Solar-Firma Soleg
aus Zwiesel wird berichten, wie man mit den erneuerbaren Energien auch
gute Geschäfte machen kann. Dazu soll noch ein Biomasse-Experte aufs
Podium, wie Fritz sagt, der sich vor dem Fest 2009 auf die Routine der
Komitee-Mitglieder verlassen kann.
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Licht und Wasser für die Stimmung
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Die Tüftler im Team der Pichelsteiner sind die Wasserspieler vom
Technischen Hilfswerk. Auch diese Mannschaft beginnt demnächst mit
den Vorbereitungen; und die bestehen vor allem daraus, das strapazierte
Material mit möglichst wenig Einsatz von Geldmitteln wieder funktionstüchtig
zu bekommen. Ebenso laufen die Vorbereitungen für den Kindertag,
den Tag der Senioren sowie für die Illumination, um die sich Elektrikermeister
Hermann Keilhofer kümmert. |
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PNP
20.02.2009
Die neuen Präsidenten sind auch schon Pichelsteinerfest-erfahren
Präsident
Stern und sein Vize Fiederling beenden ihre erfolgreiche Ära
Regen.
Wie bereits kurz berichtet, hat es beim Pichelsteinerkomitee einen Führungswechsel
gegeben. Präsident Karl-Heinz Stern und sein Stellvertreter Kurt Fiederling,
beide waren 17 Jahre in diesem Amt, kandidierten nicht mehr. Ihre Nachfolger
sind Walter Fritz als Präsident, Josef Steinhuber als Vize-Präsident.
Zwei Komiteemitglieder sind im vergangenen Jahr verstorben, Heinz Schafhauser
und Eberhard Stoiber. Karl-Heinz Stern würdigte die großen Verdienste
der beiden Pichelsteiner-Aktivisten.
„Die Regener schätzen die kontinuierliche Arbeit der Pichelsteiner
in besonderem Maße“, meinte der scheidende Präsident nicht
ohne Stolz. Dies sei insbesondere erkennbar an der Vielzahl von Festbesuchern.
Es folgten die Berichte der Schriftführerin Christine Limböck,
der Kassenbericht durch Otto Pfeffer sowie der Bericht des Platzmeisters
Willi Schicker.
1. Bürgermeisterin Ilse Oswald überbrachte anerkennende Worte
der Stadt für die Arbeit der Pichelsteiner, die das Image der Stadt
nach außen sehr positiv prägen. Sie lobte ganz besonders die
engagierte Arbeit des 1. Präsidenten Karl-Heinz Stern sowie seines
Stellvertreters Kurt Fiederling, die sich in ihrer Amtszeit (beide jeweils
17 Jahre) mit großem Einsatz eingebracht hätten. Als Dankeschön
gab es Buchbände von Hans Vogl. In einem Beschluss zur Satzung hat
die Jahreshauptversammlung die Position der Geschäftsführerin
neu geschaffen.
Bei den Neuwahlen wurde der neue Vorstand wie folgt gewählt: Präsident
Walter Fritz, stellvertretender Präsident Josef Steinhuber, Geschäftsführerin
Christine Limböck, Schriftführer Martin Vanek, Kassier Otto Pfeffer,
Platzmeister Willi Schicker. Zum Vorstand gehört satzungsgemäß
auch ein Vertreter der Privatbrauerei Falter, Max Pletl und Helmut Bohatschek
wurden als Kassenprüfer bestätigt.
Der neue Präsident Walter Fritz ging in seinen einführenden Worten
auf die öffentlichkeitswirksame Arbeit der Pichelsteiner ein und dankte
zunächst den Vorgängern für die Übergabe des gut bestellten
Hauses mit einem hohen Motivations- und Leistungsniveau. „Die Pichelsteiner
haben ihre eigenen Anforderungen nicht nur erfüllt, sondern von Jahr
zu Jahr übertroffen. Das ist eine hohe Ziel- und Qualitätsvorgabe
für den neuen Vorstand“, so Walter Fritz. Er bat darum, dass
der bisherige Zusammenhalt und Einsatz auch bei der neuen Führung gepflegt
werde und dankte auch der Brauerei Falter sowie der Stadt für die harmonische
Zusammenarbeit, „die auch so in diesem Sinne weitergeführt werden
sollte“.
Mit dem Dank an alle für die konstruktive Mitarbeit und die Diskussionsbeiträge
beschloss der neue Präsident Walter Fritz die Sitzung und stimmte mit
seinem Stellvertreter Josef Steinhuber und den Vorstandsmitgliedern ein
„Prosit der Gemütlichkeit“ an.  |
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PNP
16.02.2009
Walter Fritz ist neuer Chef der Pichelsteiner
Josef
Steinhuber zum zweiten Vorsitzenden gewählt
Regen.
Einen Wechsel an der Vereinsspitze hat es bei den Pichelsteinern gegeben.
Neuer Präsident ist Walter Fritz, als 2. Vorsitzender steht ihm Josef
Steinhuber zur Seite. Beide waren auch bisher schon im Komitee aktiv - Fritz
hatte den Tag der Wirtschaft organisiert, Steinhuber den Tag der Landwirtschaft.
Unverändert ist die Besetzung der weiteren Führungspositionen:
Kassier bleibt Otto Pfeffer, Platzwart Willi Schicker und Schriftführer
Martin Vanek. Um den Schriftführer zu entlasten haben die Mitglieder
beschlossen, einen Geschäftsführer zu berufen, der sich unter
anderem um die Verträge mit den Fieranten kümmert. Diesen Posten
übernimmt Christine Limböck. Die bisherige Linie habe gepasst,
große Veränderungen seien nicht nötig, sagt Walter Fritz
zu seinen Plänen für die Pichelsteiner. Fritz ist seit 1994 Mitglied
in dem Traditionsverein mit 33 Mitgliedern, der das größte Volksfest
im Bayerischen Wald stemmt.  |
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