Pressemitteilungen 2008


Zeitungstexte stammen von der PNP - Passauer Neuen Presse

PNP 01.08.2008
Die sechs tollen Tage sind vorbei
Die Bilanz nach dem Pichelsteinerfest: Friedlicher und damit schöner als in den vergangenen Jahren

Regen. „Das war für uns mit Sicherheit eines der besten Events überhaupt! Wir waren zwar bis zu den Socken durchgeschwitzt, aber Respekt, so was erlebt man nicht jeden Tag. Vielen Dank an alle Partypeople!“ - die das geschrieben haben, das waren Musiker, die zum ersten Mal ein Pichelsteinerfest erlebt haben, die Musiker von „Fire 44“, die am Mittwochabend in der Tierzuchthalle ganz ordentlich für Stimmung gesorgt haben. Am Tag 1 nach dem 134. Pichelsteinerfest ist Zeit, Bilanz zu ziehen.
So sieht das Fest der

Pichelsteinerpräsident
Karlheinz Stern: „Was soll man sagen, es war aus Sicht der Pichelsteiner ein optimales Fest.“ Besonders hebt Stern die Gondelfahrt und den Festzug hervor. Vor allem der Festzug habe in diesem Jahr so viele Zuschauer wie schon seit langem nicht mehr gehabt.
Ein Sorgenkind im Veranstaltungsreigen während des Pichelsteinerfests haben die Pichelsteiner aber auch: den Tag der Wirtschaft. „Wir müssen überlegen, wie wir die Zugkraft erhöhen können“, sagt Stern. Wie’s vielleicht gehen kann, hat der Tag der Landwirtschaft gezeigt. Kompetenter Redner plus gutes Thema, das ergibt guten Besuch im Festsaal.
So sehen das Fest

Bräu und Festwirtin
„Ein Superfest“, meint Festwirtin Elisabeth Falter. Die ausgeschenkte Biermenge bleibt zwar weiter Familien- und Betriebsgeheimnis, aber so viel verrät Josef Falter jun.: „Die Gesamtmenge war auf dem Stand der vergangenen Jahre, aber in diesem Jahr ist deutlich mehr Radler ausgeschenkt worden, die entsprechende Menge Bier weniger.“ Falter führt das auf die sommerliche Hitze zurück.
Besonders stark, „so stark wie noch nie“, sagt Josef Falter sen., sei der Pichelsteinersonntag gewesen, an dem nach dem Festzug unheimlich viel los war. An diesem Tag seien auch sehr viele Besucher von außerhalb nach Regen gekommen.
Der schwächste Tag war der Dienstag, an dem sogar in der Tierzuchthalle gegen 23 Uhr schon jede Menge Bierbänke frei waren. Die Feierwütigen brauchten anscheinend doch mal einen Tag Pause.
Pause gibt es für die Falters keine. Jetzt geht’s ans Aufräumen; und am Wochenende wollen auch wieder acht Feste versorgt werden.
So sieht das Fest die

Polizei
„Im Vergleich mit den Vorjahren ruhiger“, sagt Wilhelm Völkl, Leiter der Polizeiinspektion Regen. Vier Schlägereien, zu denen die Polizei gerufen worden ist (Vorjahr sechs), eine gefährliche Körperverletzung, ein Fall von Biermarkerl-Fälschung, der mittlerweile aufgeklärt ist, zählt Völkl auf. Auf der Positiv-Seite: Kein Alkohol-Unfall, kein Führerschein abgenommen. Betrunkene Autofahrer wurden jeweils abgefangen, bevor sie sich hinters Steuer klemmen konnten.
Bedenklich findet Völkl weiterhin den Alkoholkonsum von vielen Jugendlichen, vor allem auch das „Vorglühen“ vor dem Fest. Mit diesem Ritus machen die Tankstellen kein schlechtes Geschäft. Von den Personen, die gegenüber der Polizei auf dem Fest auffällig geworden sind, waren laut Völkl zwei Drittel zwischen 14 und 20 Jahre alt.
Sehr gut bewährt habe sich auch in diesem Jahr der Sicherheitsdienst in der Tierzuchthalle, der acht Mann stark ist. Das entlastet auch die Polizei. Die Regener Beamten mussten in diesem Jahr an vier von den sechs Tagen ohne Verstärkung durch die Bereitschaftspolizei auskommen. Die Massenkeilerei gleich am ersten Abend vor dem Autoscooter musste von einer Streife im Alleingang bewältigt werden. „Alles in allem ein ruhiges Fest“, bilanziert Völkl.
So sieht das Fest der

Rettungsdienst
111 Versorgungen hatten die Männer und Frauen des BRK-Rettungsdiensts. „Es waren aber überwiegend kleinere Sachen wie Insektenstiche, Abschürfungen oder Schnittwunden“, sagt Alfred Aulinger, Leiter des BRK-Rettungsdiensts. Deutlich weniger Alkoholopfer als in den vergangenen Jahren mussten versorgt werden - und da hat vor allem der unheimlich besucherstarke Pichelsteinermittwoch die Zahl nach oben getrieben.
So sehen das Fest die

Nachbarn
Gemischte Gefühle haben viele Nachbarn, wenn das Pichelsteinerfest losgeht. Der Bayerwald-Bote als direkter Nachbar zum Festgelände ist in diesem Jahr gut weggekommen. Morgens auf dem Weg in die Redaktion lagen nie halbverdaute Speisen im Weg. Radau und Randale hat es nächtens schon mal gegeben, ein Regenfallrohr und Blechabdeckungen von Fensterbänken mussten für Kraftproben herhalten.
So sieht das Fest die

Bürgermeisterin
„Ich bin hochzufrieden“, sagt Ilse Oswald. Als absoluten Höhepunkt erlebte sie Festzug und Gondelfahrt und „richtig glücklich“ ist sie, dass es ein friedliches Fest ohne große Zwischenfälle war. „Dieses Angebot an verschiedenen Hallen, Festplätzen und dieses Rahmenprogramm gibt es sonst nirgends“, sagt Oswald und betont, dass dieses Mal auch etliche Gäste aus dem Ausland mitfeierten. Franzosen aus Regens Partnerstadt Mirebeau, Spanier aus Mirebeaus Partnerstadt Membrilla, viele Tschechen, Engländer, Amerikaner. Leichte Sorgen macht ihr der schwächelnde Tag der Wirtschaft, bei dem die Stadt Mitveranstalter ist.

PNP 31.07.2008
10 000 Schritte für die Maß Bier
Sandra Söhn und Rita Koller bedienten sechs Tage lang beim Pichelsteinerfest - Der Bayerwald-Bote hat sie begleitet

Regen. Ein großer und vier kleine Marienkäfer kleben auf dem rechten üppigen Dekolleté von Sandra Söhn. „Jeden Pichelsteinertag kommt ein Neuer hinzu,“ erzählt die 36-Jährige und lacht. Die Fürstensteinerin bedient seit fünf Jahren im Biergarten bei der Falter-Festhalle. „Wir sind die Gartenhexen, denn nur die Harten arbeiten im Garten“, scherzt ihre Zwieseler Kollegin Rita Koller, die schon seit mehr als 20 Jahren im Geschäft ist - hauptberuflich arbeitet die 55-Jährige bei der Lebenshilfe.
Sandra und Rita sind zwei eingefleischte Bedienungen, von April bis Oktober fast jedes Wochenende auf den Volksfesten, so auch auf der Wies‘n, dem Gäubodenfest oder in Karpfham - Sandra etwas mehr als Rita. Während die anderen zünftig feiern, schleppen die beiden Damen beim Pichelsteinerfest zig Bierkrüge und laufen mehrere Kilometer: 10 264 Schritte zeigt der Zähler an Ritas Gürtel am Ende des Abends an, das sind knapp 6,4 Kilometer. Die beiden Damen bestreiten während des Pichelsteinerfestes in etwa die gleiche Strecke wie ein Marathonläufer. Und in Spitzenzeiten können es auch schon mal 80 bis 90 Maßen sein, die sie in einer Stunde tragen müssen. Der Bayerwald-Bote hat Sandra und Rita einen Tag lang begleitet.
15 Uhr: Sandra und Rita stellen die Bierbänke auf den Boden, wischen die Tische und holen die Speisekarten. Bevor es richtig losgeht, ratschen sie noch mit ihren Kollegen. „Wir bedienen extrem gerne hier“, meint Sandra. „Die Regener sind ein besonders liebes Völkchen“, sagt Rita. Die Waidler seien so gemütlich und das Arbeiten beim Falter sehr menschlich, das Team sei perfekt.
16 Uhr: Die ersten Gäste trudeln ein, doch noch ist es relativ ruhig. Sandra und Rita gehen durch die Reihen und nehmen einige Bestellungen auf. „Die Ruhe vor dem großen Sturm“, sagt Rita und lacht. Noch hat sie Zeit, eine Zigarette zu rauchen. Sandra blickt zum Himmel. „Ich hoffe, das Wetter hält, wenn es regnet, sind die Gäste in der Halle und wir haben keine Arbeit.“
17 Uhr: Die Reihen füllen sich. Sandra und Rita schleppen nicht nur einige Bierkrüge, sondern auch Tabletts mit Schweinebraten und Würstl. „Das Essen ging früher nicht so, gut für uns, dass sie jetzt mehr bestellen“, meint Sandra und lacht. „Dafür haben sie vor 20 Jahren mehr getrunken“, meint Rita. „Sieben oder acht Maß waren da keine Seltenheit.“
18 Uhr: Der Garten ist voll, einen freien Platz zu finden wird schwierig. „Aber wir schauen schon darauf, dass unsere Gäste irgendwo ein Platzerl finden“, sagt Rita. Auch Sandra findet, es sei das Wichtigste, dass die Besucher mit ihnen zufrieden sind. „Sauberkeit und Freundlichkeit sind oberstes Gebot.“
19 Uhr: Die ersten Schweißperlen stehen auf der Stirn von Sandra und Rita. Mit zum Teil 14 Bierkrügen wuseln sie flink durch die Reihen. Doch von Stress keine Spur. Die beiden lächeln zufrieden, finden trotz der Hektik noch Zeit für den ein oder anderen kurzen Plausch mit den Gästen. Sandra und Rita sind in ihrem Element.
20 Uhr: Rita wartet vor dem Ausschank, die Maß Bier stehen schon bereit. Im Hintergrund schallt bayerische Blasmusik von der Bühne. „Jetzt arbeiten wir kaum mehr auf Bestellung, gehen nur durch die Reihen und fragen, wer ein Bier oder Radler haben will.“ Die perfekte Technik, um die Bierkrüge zu stemmen? „Die gibt es nicht“, meint Sandra. „Bauch, Brust oder Schulter, jeder trägt die Maßkrüge woanders.“
21 Uhr: Auf die Frage, wie es ihren Füßen geht, meint Sandra nur: „Ich bin noch fit wie ein Turnschuh.“ Spezielle Schuhe hat sie nicht, nur „ganz normale Klapperl“. Der Rücken schmerze manchmal ein bisschen, sagt Rita, die gerade zehn volle Maßkrüge auf einen Tisch stellt. Aber das sei nicht so schlimm. „Wir lassen uns nicht stressen.“
22 Uhr: Eine kleine Verschnaufpause. „Zum Essen und Trinken kommen wir selber kaum, auch von der Gondelfahrt oder dem Feuerwerk bekommen wir so gut wie gar nichts mit“, erzählt Sandra. Während des Festes nimmt sie sogar immer eineinhalb Kilo ab.
Rita wuselt indessen mit 12 Bierkrügen auf dem Arm durch die Reihen. „Am besten die Leute halten gleich das Geld bereit, dann geht es schneller“, meint sie. Beim Trinkgeld sieht es dieses Jahr nicht so gut aus: der Bierpreis mit 5,90 Euro ist Schuld daran.
23 Uhr: Sandra und Rita sind mittlerweile schon acht Stunden auf den Beinen, doch noch immer gut drauf. „Das ist für mich der perfekte Ausgleich“, sagt Rita. Und auch Sandra ist noch nicht müde. „Es macht total Spaß, aber man muss schon ein bisschen Menschenkenntnis besitzen“, findet sie. „Die einen musst du mit Samthandschuhen anfassen, bei den anderen kannst du auch mal zupacken.“ Und die Bedienung sei bei kleineren Raufereien die beste Security.
24 Uhr: Die letzte Maß geht über den Ausschank. Kurz darauf wischen Sandra und Rita die Tische ab und stellen die Bierbänke darauf. „Leider ist es jetzt vorbei“, meint Rita. Dann plaudern die beiden noch ein bisschen, erzählen, was sie bisher erlebt haben. „Einige unserer Stammgäste schenken uns Lebkuchenherzerl oder Plüschtiere“, erzählt Rita. „Viele rufen zu Silvester an oder besuchen uns auf anderen Festen.“ Vor allem auf der Wies‘n lernen sie Leute aus aller Welt kennen, sagt Sandra. „Vor zwei Jahren habe ich ein Foto mit Amerikanern und ihrem ein Jahr alten Sohn gemacht, einige Wochen später bekam ich Post mit einer Einladung nach Los Angeles.“
1 Uhr: Nach getaner Arbeit treten Sandra und Rita die Heimreise an - und dann nichts wie ab ins Bett.

PNP 31.07.2008
Festbier, für Senioren ein Jungbrunnen
Aber auf Zigarren vom Stadtpfarrer mussten die über 70-Jährigen in diesem Jahr verzichten

Regen. „Gickerl oder Bratwürstel?“ - so gut 600 Mal haben Kurt Fiederling und Helmuth Pfeffer gestern Mittag diese Frage stellen müssen. Der Pichelsteiner-Vizepräsident und das Komitee-Mitglied haben gestern vielen älteren Mitbürgern eine Freude machen dürfen, denn sie verteilten am Festhalleneingang die Marken für die über 70-jährigen Regener, die traditionell am Pichelsteinermittwoch eingeladen werden. Von der Stadt, von den Pichelsteinern und von der Familie Falter. „Im vergangenen Jahr waren es 590 Besucher, in diesem Jahr werden es deutlich mehr als 600“, so Fiederling. Und 125 Brotzeiten sind ins Regener Altenheim geliefert worden.
Die katholische und evangelische Gemeinde sorgen für die süße Nachspeise, jeder bekommt eine Tafel Schokolade. Auf eine Spezialität müssen die Männer in diesem Jahr verzichten, auf die Zigarre danach. Die hat in den vergangenen Jahren immer Stadtpfarrer Josef Ederer verteilt. Er hat schon in diesem Jahr auf das Rauchverbot in Bierhallen gesetzt.

PNP 30.07.2008
Es regnet 70 Kilo Bonbons

Regen. Die achtjährige Selina blickt auf die Drehleiter der Feuerwehr über ihr und hält ihre weiße Kappe in die Luft. Gespannt wartet sie auf den ersten Bonbonregen. Doch die Zuckerl prasseln neben ihr auf den Boden des Festplatzes. Selina und die vielen anderen Kinder stürzen sich mit Feuereifer darauf. Selina hat zwei Bonbons ergattert. Doch ihre kleine Schwester Leonie (sechs Jahre) zuckt zusammen und fängt an zu weinen. Ein Bonbon hat sie am Arm getroffen.
70 Kilo des Naschwerks hat Willy Schicker gestern wieder in die zahlreichen Kinderhände verteilt. Einige kamen sogar mit kleinen Decken und Hüten ausgestattet auf den Festplatz, um möglichst viel von dem süßen Naschwerk zu ergattern.
„Solch einen Bonbonregen gibt es bei uns auf den Volksfesten in Baden-Württemberg nicht“, meinte Susanne Braun aus Balingen, die Mutter von Selina und Leonie. Die Familie macht zur Zeit gerade Urlaub in Regen und schaute gestern beim Kindernachmittag auf dem Pichelsteinerfest vorbei. Doch mit dem Bonbonregen allein war es nicht getan, auch danach ließen die Kinder nicht von Willy Schicker ab und scharten sich minutenlang um ihn. Denn der hatte neben 14 Kisten Bonbons noch rund 200 Freimarken für Karussell oder Geisterbahn in seinen Händen versteckt.

PNP 30.07.2008
„Wir sind Waldmeister“
Vortrag von Michael Prinz zu Salm-Salm beim Tag der Land- und Forstwirtschaft: Redegewandt und faktenreich

Regen. Heinrich Schmidt ist begeistert: „Der beste Vortrag seit Jahren bei dieser Veranstaltung“, kommentiert er das Referat von Michael Prinz zu Salm-Salm beim gestrigen Tag der Land- und Forstwirtschaft auf dem Pichelsteinerfest. Und Schmidt darf sich ein Urteil erlauben: Er ist nicht nur stellvertretender Landrat, sondern auch Forstwirt und Vorsitzender des Naturparks Bayerischer Wald. Der adelige Weingut- und Waldbesitzer aus Rheinland-Pfalz hinterlässt in Regen den Eindruck eines charmanten, kurzweiligen und bestens informierten Redner, der sich mit Herzblut für Holz stark macht, den „Rohstoff mit der besten Öko-Bilanz“ .
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Der Rohstoff mit der besten Öko-Bilanz
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Um 4 Uhr früh hatte der „grüne Prinz“ sein 500 Jahre altes Schloss in Wallhausen verlassen, um mit dem Zug in den Bayerwald zu fahren. Bevor er aber am Nachmittag im Faltersaal als Redner glänzen durfte, war seine Ausdauer als Zuhörer gefragt. Nach der Begrüßung durch Leitenden Landwirtschaftsdirektor Josef Steinhuber reihte sich Grußwort an Grußwort - von Bürgermeisterin Ilse Oswald, dem Mitglied des Europa-Parlaments Manfred Weber, MdL Helmut Brunner, Georg Huber, Vorsitzender der forstwirtschaftlichen Vereinigung Niederbayerns und BBV-Kreisobmann Josef Pletl.
„Wenn eine Königin ruft, hat ein Prinz zu gehorchen“, kokettierte Prinz Michael mit der Einladung von Waldkönigin Andrea Fritz zum Pichelsteinerfest. Der 55-Jährige ist Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände und leitet einen Familienbetrieb mit 15 Hektar Wein- und 170 Hektar Waldfläche. Das Weingut ist seit zwölf Jahren Öko-Betrieb.
Der Wald sei für die Gesellschaft ein hervorragender Lehrmeister. Alles passe, wenn Ökonomie, Ökologie und das Soziale in der Balance seien, philosophierte der oberste deutsche Wald-Besitzer. „Wir sind Waldmeister“, stellte er heraus: Heute gibt es in Deutschland, dem waldreichsten Land in der EU, 500 000 Hektar mehr Wald als nach dem Zweiten Weltkrieg - allerdings werden nur 70 Prozent des jährlichen Zuwachses genutzt. „Schützen und nützen sind zwei Seiten der gleichen Medaille“, sagte Salm-Salm, der auf Bundesebene eine „Charta für Holz“ vorangetrieben hat. Ihr Ziel: 20 Prozent mehr Holz als bisher zu nutzen. Die Holzvorräte in deutschen Wäldern seien nämlich mit 3,4 Milliarden Festmetern immens. Die Pläne des Bundesumweltministers, fünf bis zehn Prozent der Waldfläche still zu legen, nennt er einen „katastrophalen Fehler“.
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„Holz ist viel zu preiswert“
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„Holz ist viel zu preiswert“, steht für den Prinzen aus der Pfalz außer Frage. In seiner Einschätzung scheut er sich nicht, Zusammenhänge global zu sehen und in tief schürfende Worte zu packen: „Unsere Wertschöpfungskette spielt für das Überleben der Menschheit eine Rolle.“ Weltweites Bevölkerungswachstum, Energie- und Nahrungsmittelbedarf und Klimawandel seien Herausforderungen auch für Waldbesitzer.
Welch enormes Potenzial im Holz als Baustoff steckt, machte Salm-Salm an Zahlen fest: Jede Minute wachse in Deutschland so viel Holz nach, wie für den Bau von drei Holzhäusern gebraucht werde. Die Statik von Holz sei besser als von Stahl. Es gebe Thermoholz, das weniger Wasser aufnimmt und somit nach weniger Holzschutzmitteln verlangt, flüssiges Holz als Faserverbundstoff, Spezial-Sperrhölzer, die etwa als Böden in ICEs verwendet werden, nannte der Fachmann Beispiele für die vielfältige Verwendung des „verkannten Riesen“.
Michael Prinz zu Salm-Salm sieht für Wald-Besitzer eine gute Zukunft - sofern die Rahmenbedingungen stimmen. Baustellen gebe es genug, die Erbschaftssteuerreform etwa oder ideologische Verbohrtheit im Umweltschutz. Diese Baustellen will der motivierte Prinz beackern - nachhaltig, wie der Wald es ihm vormacht
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PNP 29.07.2008
Schöpfen bis zur Erschöpfung

Regen. Die wichtigste Frage gestern war gegen 13.30 Uhr beantwortet: Ja, es reicht. Auch die Nachzügler, die erst um diese Zeit in den Festhallen eintrudelten, bekamen noch ihr Schüssel mit dem Pichelsteiner-Mahl. Eine halbe Stunde vorher hatte Pichelsteiner-Festkoch Günther Prinz noch einen Riesenschreck bekommen, als er aus einem der Wärmebehälter die letzten Eintopf-Reste kratzte und ihm seine Mitarbeiter sagten, dass das der letzte Behälter sei. „Aber im Saal waren dann noch mehrere, die haben wir gebraucht“, sagt Prinz. So schnell es ging, wurden sie mit dem Sackkarren zur Ausgabe gerollt, auf dass die Bedienungen wieder ihre Tabletts mit dem Eintopf füllen konnten.
Gestern ist wohl ein neuer Mengen-Rekord beim Pichelsteinerfest aufgestellt worden. 1700 Liter Eintopf, so der Festkoch Prinz, habe man bereitet, das sind gut 3000 Portionen. Es wurden nochmal um 100 Liter mehr als im vergangenen Jahr gekocht, als es zu wenig wurde. Die gut 3000 Portionen gingen am gestrigen Pichelsteinermontag innerhalb einer guten Stunde über die Theke der Ausgabestellen in der Festhalle, im Falter-Saal und in der Tierzuchthalle. Ab sechs Uhr morgens war die Mannschaft von Günther Prinz in der Küche gestanden, unterstützt worden ist Prinz noch von den Köchen Wolfgang Stoiber und Erich Fuchs. Die ersten Vorarbeiten - Kartoffeln schälen und Gemüse putzen - liefen schon am Samstag.
Aus der Küche musste Prinz um 12 Uhr schnellstens zum Ausmarsch Richtung Rathaus, und als er in die Festhalle einbog, wurde aus dem Festkoch, der unter dem Baldachin marschiert, ganz schnell wieder der emsige Arbeiter. Prinz schnappte sich die 12er-Schöpfkelle und begann sein Schöpfwerk.
Vor der Tür zur Festhalle stapeln sich die leeren Schüsseln, alle sind sauber ausgegessen. „Schaut gut aus, ich glaube, es hat geschmeckt“, meint Prinz, als er auf die leeren Schüsseln schaut. Und dann begibt er sich zu den Pichelsteinern in die Box. Die erste Pause nach dem großen Kochen.

PNP 29.07.2008
„Der Aufschwung ist da, verliert aber an Dynamik“
Beim „Tag der Wirtschaft“ erinnern die drei Referenten an die Stärken der Region und stellen Forderungen an die Politik
Regen. Facharbeitermangel und Arbeitsplatzverlust, Bevölkerungsrückgang und steigende Einkommen - alles Begriffe, die die Wirtschaftsregion Niederbayern kennzeichnen. „Der Aufschwung ist da, aber er verliert an Dynamik“, beschrieb Moderator Walter Fritz gestern beim Tag der Wirtschaft auf dem Pichelsteinerfest die Lage in der Region. Wo die Stärken und wo die neuralgischen Punkte des Wirtschaftsstandorts Niederbayern liegen, analysierten Walter Keilbart, Hauptgeschäftsführer der IHK Niederbayern, Toni Hinterdobler, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz und Josef Kappenberger, Geschäftsführer der Firma Kappenberger & Braun.
Die Zeichen stehen auf Wachstum, machte Keilbart an Zahlen fest: 2007 sei die Wirtschaft im Landkreis Regen um 3,5 Prozent gewachsen. Niederbayernweit waren es 3,2 Prozent, im Landkreis Freyung-Grafenau war es ein Prozent. Für eine weitere positive Entwicklung sei der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur wesentlich - sie solle allerdings Wege in die Region eröffnen, nicht aus der Region hinaus. Wie sich Strukturen wandeln machte Keilbart mit einem Beispiel deutlich: Einem Arbeitsplatz-Verlust in der „old economy“ wie Textil, Holz und Glas stünde ein Zuwachs im unternehmensnahen Dienstleistungssektor gegenüber. Welche Strategie wünscht sich die IHK? Fördergelder sind laut Keilbart auch künftig unverzichtbar, wesentlich seien auch eine verbesserte Breitband-Versorgung, Technologie-Transfer mit Hochschulen, ortsnahe Berufsschulen - und Eigeninitiative.
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Wirtschaftskraft im Kleintransporter
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Welche Wirtschaftskraft in der Region steckt, verdeutlichte Toni Hinterdobler mit dem Bild der Kolonnen von Kleintransportern, die jeden Montag auf der A 92 Richtung München rollen. Die enormen Potenziale dieser hoch qualifizierten und motivierten Handwerker - Hinterdobler nennt sie „Technologiemittler“ - vor Ort zu nutzen, sei das Gebot der Stunde. Das verfügbare Einkommen in der Region steigt: Zwischen 2000 und 2005 ist es laut Hinterdobler in Bayern um zehn Prozent, im Landkreis Cham um zwölf und in den Landkreisen Regen und Freyung-Grafenau um 14 Prozent gestiegen.
Ein großes Problem der Region ist der Bevölkerungsverlust. In den nächsten zehn Jahren wird die Bevölkerung bayernweit um zwei Prozent wachsen, im Landkreis Regen dagegen um drei Prozent abnehmen, in Freyung-Grafenau sogar um vier Prozent, so die Prognosen. Um gegenzusteuern, stellen die Handwerkskammern an die Staatsregierung konkrete Forderungen: In die Haushaltsansätze der Ressorts gehören konkrete Summen - etwa für den Ausbau der Kanalnetze oder die Ausstattung der Hauptschulen. Südtirol mit seinem breiten Angebot an öffentlichen Einrichtungen nannte Hinterdobler als positives Beispiel für eine starke Region. Die Wirtschaftsförderung müsse verlängert werden, sind die Kammern überzeugt. Die Hauptschul-Initiative der Staatsregierung sei zwar lobenswert - jetzt müsse sie mit Hilfe von professionellem Marketing vorangetrieben werden, fordert Hinterdobler.
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Hauptschul-Initiative besser vermarkten
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Ein regionaler Aufsteiger skizzierte die Entwicklung binnen zwei Generationen vom Zwölf-Mann- zum 1200-Mann-Betrieb: Josef Kappenberger. Die Erfolgsgeschichte begann 1960 mit einer Elektrofirma in Cham, seit 23 Jahren gibt es K & B in Regen, seit 1990 in Tschechien (mittlerweile mit 21 Fachmärkten). Eine wesentliche Stärke des Unternehmens: die eigene Ausbildung von Fachpersonal aus der Region - mit hohem Bindungsgrad an den Betrieb. Sorgenfrei ist Kappenberger dennoch nicht. Die hohen Energiekosten belasten sowohl die Firma als auch das Unternehmen, gab er zu bedenken
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PNP 28.07.2008
Mit Neptun in die traumhafte Südsee
Trotz Regen reges Treiben auf dem Regen: 14 Gondeln schipperten Samstagabend auf dem Fluss
Regen. Lappen und Plastikfolie - das sind für Gerald Schröder die beiden wichtigsten Utensilien, als Samstagabend die Dämmerung einsetzt. Mit dem Lappen wischt er erstmal sorgfältig das regennasse Kanu ab, die Plastikfolie soll als trockene Sitzgelegenheit dienen. Letztere braucht es aber dann zum Glück doch nicht mehr, auch die Besucher am Regen können nach wenigen Minuten wieder ihre Regenschirme zusammenklappen. Nur einige dunkle Gewitterwolken begleiten anfänglich den stürmischen Trip in die bayerische Südsee, den live aus Regen das Radio Pichelsteiner mit Moderator Günther Arend überträgt - doch Hula-Klänge, tanzende Mädchen in Baströckchen, Piraten mit einer Schatzkiste und ein wunderschönes Segelschiff versetzen die Gondolieri und ihre Gäste bald darauf in die traumhafte Südsee. 14 Gondeln umsegeln das Kap Hoorn und begeben sich zwischen Haiti, den Osterinseln und Tahiti auf die Suche nach der Schatzinsel des berüchtigten Piraten „Captain Flint“. Doch erstmal ist es noch traditionell bayerisch, traditionell Pichelsteiner: Die exotischen Gondeln führt das Schwanenboot mit Bianca Schnierle mit ihren kleinen Begleitern an, bevor die Fanfaren des Regener Spielmannszuges lautstark den Einzug des Pichelsteiner Festkochs Günther Prinz mit seinen kleinen Helfern ankündigen. „Das Pichelsteiner, das schmeckt gut“, rufen die kleinen Köche immer wieder und schwingen ihre Kochlöffel in den Regener Abendhimmel.
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Ein Bier zu dem gelungene Mahl
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Doch zu dem gelungenen Festmahl gehört auch das Pichelsteiner Festbier. Ein illustrer Kreis hat sich zur Bierprobe eingefunden: Bürgermeisterin Ilse Oswald genießt den wohlschmeckenden Gerstensaft mit Festbräu Josef Falter.
Dann beginnt der Traum von der Südsee. Ein kleiner Junge blickt gespannt auf einen leuchtenden Globus. Abenteuergeschichten über Seefahrt, Piraten und ferne Länder werden lebendig. Mit dem traumhaft schönen Dreimastsegler Gorch Fock beginnt die Reise zum „Kreuz des Südens“. Unter der heißen Sonne des Äquators tauft Neptun Reinhard Muhr, Gott des Meeres, seine maritimen Passagiere, die Marinekameradschaft Regen-Viechtach. Sie lotsen mit ihrem Schiffskapitän Georg Kuhndörfer die Gondeln durch die wilde See.
Land in Sicht, nachdem die Gondeln die Tücken des wilden Meeres überwunden haben, einige Boote wären sogar beinahe an den Regener Steinen an der Fahrt zur See gescheitert. Südsee-Klänge verzaubern wenig später die Pichelsteiner-Gondolieri. König Homolkameha begrüßt sie in der Hauptstadt seines kleinen Inselreiches - und führt mit seinen Tänzerinnen im Rhythmus polynesischer Musik den traditionellen Hula-Tanz vor. Weiter geht die Reise zur Insel des Robinson Crusoe alias Max Ertl, der seinem Diener Freitag, in Regen auch unter dem Namen Erwin Ertl bekannt, das Leben rettete.
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Die Schatzinsel ist gefunden
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Dann ist sie gefunden, die sagenumwobene Schatzinsel. Den Schatz bewacht Edi Kestl mit vier seiner Furcht erregenden Piraten. Doch die Pichelsteiner Gondler müssen noch auf einen weiteren Schatz Acht geben: die Südseeperle, die in den Tiefen des Regens gefunden wurde. Dorthin geht auch sogleich wieder die lange Reise, vorbei an den Wirren der Bounty, bekannt durch ihre unsägliche Meuterei, vorbei an den kolossalen Steinfiguren der Osterinseln. In der Heimat wartet auf die Reisenden schon eine glutvolle Überraschung: der speiende Pfahldrache des Pichelsteinerfestes.
Mit den Südseeträumen haben die Pichelsteiner Gondler auch einen Wunschtraum des im vergangenen Jahr verstorbenen Fritz Müller, Ehrenmitglied des Festkomitees, erfüllt und diese Gondelfahrt seiner Familie gewidmet..

PNP 28.07.2008
Das Super-Geschenk für den Wald-Verein
Ein riesiger Pichelsteiner-Festzug zum Jubiläum des Heimatvereins
Das ist eine Geburtstagsgratulation! Mit sechs Blaskapellen und drei Spielmannszügen, mit 21 Festwägen, Reitergruppe, 25 Fußgruppen, zwei Kutschen und einem Zehner-Zug - das haben die Pichelsteiner gestern Nachmittag aufgefahren, um dem Bayerischen Wald-Verein zum 125-jährigen Bestehen zu gratulieren.
Ein paar Minuten noch, dann gibt Max Pletl, bei den Pichelsteinern der Meister der Zug-Organisation, das Kommando zum Abmarsch. Georg Pletl, Vorsitzender der Regener Wald-Vereins-Sektion und im Vorstand des Gesamtvereins, sucht sich mit Wald-Vereins-Präsident/Landrat Heinz Wölfl den richtigen Platz im Zug. Pletl kann gar nicht genug loben, was die Pichelsteiner da gezaubert haben. Die Themenwägen mit den Landschaften, den Kapellen-Modellen, den Schutzhäusern, den Burgen.
Und Georg Pletl wäre wohl noch begeisterter gewesen, wenn er zu dem Zeitpunkt schon gewusst hätte, wie viele Besucher der Zug hat. „Eindeutig mehr als in den vergangenen Jahren“, sagt Sepp Weber, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Regen. Er muss es wissen, denn schon seit Jahren fährt er jedem Pichelsteinerfestzug im Dienstwagen voraus.
Wunderbar aufgelockert wurde der Festzug durch die Fußgruppen, unter anderem waren 14 Sektionen des Wald-Vereins vertreten. Als sich die Sektions-Vorsitzenden in der Vorbereitungszeit einmal anschauen durften, welche Motiv-Wägen die Pichelsteiner für den Zug gestalten, ist die Teilnehmerzahl gleich in die Höhe geschnellt. Eine der schönsten und lebendigsten Gruppen kam von der Sektion Deggendorf, die hatte ihre Wald-Vereins-Hexen nach Regen mitgebracht. Ähnlich schaurig-schön waren die Frauenauer Rauhnachts-Gesellen; und richtige Härte haben die Eisensteiner Wald-Vereinler bewiesen, die bei hochsommerlichen Temperaturen mit alter Skibekleidung durch die Stadt schwitzten.
Fast zu schnell waren viele der mit einer Fülle von Details gestalteten Wägen an den Zuschauern vorbeigerollt; und viele Zuschauer werden auch nicht bemerkt haben, dass einer der prominentesten Bürgermeister Deutschlands, der Bodenmaiser Michael Adam, zu den Taferlbuam gehörte, er trug die Tafel der Bodenmaiser Sektion.
„Einfach traumhaft“, meinte auch Pichelsteiner-Präsident Karlheinz Stern, als er mit seiner Mannschaft um den Stadtplatz marschierte und in die Gesichter der Zuschauer am Straßenrand blickte. Zuschauer in Feststimmung sah er - die schönste Gratulation für den Wald-Verein; und für die Pichelsteiner
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PNP 28.07.2008
Tag der Wirtschaft beleuchtet die Region
Farbenfroher Auszug zum Pichelsteinerfest 2008 - Bürgermeisterin Ilse Oswald brauchte drei Schläge zum Anzapfen
Regen. Die Situation der niederbayerischen Wirtschaft will Walter Fritz, früherer Regener Bürgermeister und Organisator Des „Tags der Wirtschaft“ beim Pichelsteinerfest dieses Jahr genauer unter die Lupe nehmen. Unter dem Thema „Wirtschaftsregion Niederbayern: Unsere Stärken - unser Vorteil“ hat er für heute, Montag, Beginn 9.30 Uhr kompetente Leute geladen: Den Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, Toni Hinterdobler, sowie den Hauptgeschäftsführer der IHK-Niederbayern, Walter Keilbart. Aus der Praxis kommt der Geschäftsführer der Firma Kappenberger & Braun E - Tech, Josef Kappenberger aus Cham, der in Regen eine große Filiale betreibt. Nach einem Einführungsstatement der drei Gastredner widmet sich die Diskussionsrunde aktuellen Themen. „Für uns ist es wichtig zu erfahren und zu wissen, dass die Wirtschaftsregion Niederbayern in den vergangenen Jahren erheblich aufgeholt hat und in ihrer Branchenvielfalt, Innovationskraft und Qualität gegenüber den Schwerpunktregionen gut positioniert ist. Wir werden sicherlich nicht nur die Stärken herausstellen, sondern auch die Themen beleuchten, wo Politik und Wirtschaft noch nachlegen müssen“, sagt Walter Fritz..

PNP 26.07.2008
Eins, zwei, drei - und das Bier fließt
Farbenfroher Auszug zum Pichelsteinerfest 2008 - Bürgermeisterin Ilse Oswald brauchte drei Schläge zum Anzapfen
Regen. „Aufstellung, Abmarsch!“, ganz knapp kamen die Kommandos von Max Pletl gestern Nachmittag, als es vom Kirchturm vier Uhr schlug. Pünktlich auf die Minute setzte sich der Auszug zum Pichelsteinerfest 2008 in Bewegung. Und ein paar Minuten vorher waren gut 100 Luftballons in den (endlich) blauen Himmel gestiegen. Die Brauerei Falter hat für die kleinen Pichelsteinerköche einen Luftballonwettbewerb initiiert, der leichte Ostwind trug die Ballons davon.
Stadtkapelle und Regener Spielmannszug, Pichelsteinerkomitee und Bedienungen, Stadtrat und Schützen, Theatergruppe „Schwarzer Leberkas“ und kleine Köche, Brauereigespann und Ehrenkutsche umrundeten den Parkplatz und strebten dann flott in die Festhalle, in der Bürgermeisterin Ilse Oswald zum ersten Fass und zur Tat schritt. Nach zwei Schlägen saß der Wechsel im Fass, nach einem dritten Schlag floss auch das Festbier. Alle glücklich, das Pichelsteinerfest 2008 konnte beginnen
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PNP 25.07.2008
Mit dem Lkw durch die Geisterbahn
Die Aufbauarbeiten für das Pichelsteinerfest sind so gut wie abgeschlossen - Heute beginnt der Festbetrieb
Regen. „Ich habe meine eigene Zugmaschine“, ruft der vierjährige Randy begeistert, springt auf und wuselt zwischen Holzlatten, Lichterketten und den Arbeitern hin und her. Drei Minuten später sitzt er in dem knapp ein Meter hohen, grau lackierten Gefährt. Eine Mini-Ausgabe des Lastwagens, der nur wenige Schritte von ihm entfernt steht. „Wie der Vater so der Sohn“, meint Schausteller Robert Filder und lacht.
Gut eine Woche wird für Randy und seinen Vater der Falter-Parkplatz die zweite Heimat sein. Zum ersten Mal, auf dem Pichelsteinerfest waren sie bisher noch nie. Seit zwei Tagen sind die Karlsruher nun schon in Regen und bauen ihre Geisterbahn auf. „Das macht total Spaß mitzuhelfen, ich kann auch einige Teile tragen, schau her“, erzählt Randy und streckt eine Holzlatte in die Luft.
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Schausteller aus Leidenschaft
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Während Vater und Sohn schon seit einigen Tagen eifrig mit den Aufbauarbeiten beschäftigt sind, kommen Randys Mutter und seine fünf Jahre alte Schwester erst heute nach. „Meine Tochter muss diese Woche noch in die Vorschule gehen“, erzählt Robert Filder, der in fünf Generation den Betrieb führt. „Wir können aber nicht anders, sesshaft sein, das wäre nichts für uns.“
Einige Meter weiter schlägt Charly Stey mit einem seiner Mitarbeiter einen Pfosten in die Erde, er baut neben seinem Mini-Rallye-Fahrgeschäft einen modernen „Hau den Lukas“ auf. „Ich komme schon seit 40 Jahren auf das Pichelsteinerfest“, erzählt Stey, der selbst gerade erst 44 Jahre ist. Seine Großeltern waren früher mit einer Schiffschaukel vertreten, später begeisterte seine Familie mit Bayernlift, Wikingerschaukel und Kettenkarussell die Besucher. „Das Pichelsteinerfest hat noch das gewisse Etwas, ganz im Gegensatz zu den Volksfesten in den größeren Städten,“ schwärmt der Schausteller.
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Putzen, schmieren, fegen
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Ob Kettenkarussell, Mandelbrennerei oder Fischstand - die meisten Betreiber hatten gestern schon ihre Fahrgeschäfte und Buden aufgebaut. Bei vielen fehlte nur noch der letzte Schliff. Wie auch bei Stephan Sonntag und Manfred Rilke. Der Pfarrkirchener Sonntag nimmt mit seinen Angestellten noch Wartungsarbeiten an seinen Autoscootern vor, poliert mit einem Lappen die Wägen, fegt die Fahrbahn und wechselt die kaputten Lampen aus. „Wir sind schon seit Dienstag hier“, erzählt der 31-Jährige. „Nach Regen komme ich schon seit mehr als 20 Jahren, als Kind bin ich hier sogar manchmal für einige Tage in die Schule gegangen.“ Das Geschäft hat er von seinem Vater übernommen, der Familienbetrieb existiert schon seit 1876.
Auch Manfred Rilke hat die Hände und den Lappen dreckverschmiert. „Ich muss noch Arbeiten an den Lagern erledigen, damit es leichter läuft“, meint der 45-jährige Erdinger, der die letzten Handgriffe an den Wägen seines Schneezirkus’ anlegt. „Es ist wie beim Auto, wenn es kein Öl hat, läuft es nicht“, sagt er und macht sich sogleich wieder an die Arbeit.
Randy hat indessen seine Arbeiten schon erledigt und seinen kleinen Lastwagen fit fürs Pichelsteinerfest gemacht - jetzt kann er sich erstmal zurücklehnen, bevor es heute richtig losgeht.

PNP Bayern 25.07.2008
Heute startet das größte Volksfest im Bayerwald
Pichelsteiner-Festzug mit dem Thema „125 Jahre Wald-Verein“
Regen. Das größte Geburtstagsgeschenk bekommt der Bayerische Wald-Verein, der in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen feiern kann, in Regen. Beim 134. Pichelsteinerfest, das heute um 16 Uhr beginnt, widmet sich der Festzug (Sonntag, 13.30 Uhr) dem Wald-Vereins-Jubiläum. Auf 16 Themen-Wägen, alle von Rössern gezogen, wird die Geschichte des Bayerischen Wald-Vereins dargestellt, seine Berghäuser, seine kulturellen Leistungen. Fußgruppen von 14 Wald-Vereins-Sektionen, zum Teil in historischen Gewändern, werden beim Festzug mitmarschieren. Immer dabei beim Festzug ist auch der Zehnerzug der Brauerei Falter, ein Bierwagen, gezogen von zehn Percheron-Rappen.
Ein weiterer Höhepunkt des sechstägigen Pichelsteinerfests ist die nächtliche Gondelfahrt auf dem Regenfluss (Samstag ab 21 Uhr), die unter dem Motto „Südseeträume“ steht.
Das Pichelsteinerfest, das von dem Verein „Die Pichelsteiner“ veranstaltet wird, ist das größte Volksfest im Bayerischen Wald. Es gibt zwei Festplätze, in den Festhallen, dem Biergarten und im Festsaal finden rund 5400 Menschen Platz. Die Maß Festbier kostet 5,90 Euro.

PNP 25.07.2008
Die ersten Pichelsteiner-Töne Serenade

Regen. „Stranger in the Night“ - ein Fremder in der Nacht, so einen sollte es ab heute für sechs Tage in Regen eigentlich nicht mehr geben, das Pichelsteinerfest sorgt schon dafür, dass sich niemand fremd in der Stadt fühlen muss.
Das Blasorchester der Stadt Regen hat gestern Abend im Kurpark die Serenade trotzdem ihre Version von „Stranger in the Night“ vorgetragen. Unter dem Dirigat von Matthias Köckeis spielten die Musiker, und der Vorsitzende Florian Senninger, der an der Posaune wirkt, bedankte sich herzlich bei den Zuhörern, die trotz düsteren Himmels den Weg in den Kurpark gefunden hatten. Vermutlich waren es wegen der etwas unsicheren Wetteraussichten ein paar weniger als in den vergangenen Jahren. Die, die gekommen waren, brauchten es aber nicht zu bereuen. Es gab perfekte Blasmusik, gemütliche Unterhaltung; und schon das erste Festbier. Unter den Besuchern waren auch Bürgermeisterin Ilse Oswald, Pichelsteiner-Präsident Karlheinz Stern und Festwirtin Elisabeth Falter.

PNP 23.07.2008
Wenn es auf dem Regenfluss die Äquatortaufe gibt
Die Gondler rüsten sich für das Pichelsteinerfest - „Segeln unterm Kreuz des Südens“ ist das Motto
Regen. Edwin Stoletzky sitzt ganz ruhig da; in einem festen Rhythmus nimmt er einen der dünnen Plastikstäbe, tupft zwei Tropfen Klebstoff auf die Enden und platziert das Teil in ein Gewirr von Stäben und Fäden. Stoletzky arbeitet am Meisterwerk der diesjährigen Pichelsteiner-Gondelfahrt, an der Bounty, dem Dreimaster der britischen Admiralität, auf dem bei der Rückreise aus der Südsee die berühmte Meuterei ausgebrochen ist. „Ja, fast fertig“, sagt Stoletzky zu dem Modell, „fehlen nur noch ein paar Deckaufbauten, ein paar Kanonen.“
Schon vor ein paar Jahren haben die Gondelfahrtgestalter der Pichelsteiner geplant, eine Gondelfahrt dem Thema „Südsee“ zu widmen, damals wälzte Stoletzky diese Pläne noch mit Fritz Müller. Der mittlerweile verstorbene Ehrenvorsitzende der Marinekameradschaft, der ja auch Ehrenmitglied bei den Pichelsteinern war, war aktiver Seemann.
Die Träume von der Südsee verwirklichen jetzt richtige Landratten, neben dem Gondler-Chef waren es vor allem Franz Freudenstein und Alexander Sommer, die seit Mai fast jeden Abend in den Hallen in Metten gewerkelt und gebastelt haben, von Renate Hanke immer bestens versorgt mit einer Brotzeit. Für die technischen Details, für die Stromversorgung der Aufbauten, für den feuerspeienden Drachen, der zur Gondelfahrt gehört wie das Festbier zum Pichelsteinerfest, ist Hans Eisner zuständig.
Die Bounty ist nicht das einzige große Modell, das unter den
Händen von Stoletzky entstanden ist, in einem Eck der Halle steht das andere große Werk, die Windjammer Gorch Fock, das Segelschulschiff der Bundesmarine. Ebenfalls akribisch nachgebaut, nach Bildern, Plänen, die sich Stoletzky besorgt hat. Einmal schon hat er die Gorch Fock in der Realität gesehen. Und auf der Wand hinter dem Dreimaster werden die Sterne glitzern, lauter kleine Glühbirnchen auf einem nachtblauen Untergrund; natürlich ist auch das Kreuz des Südens zu sehen.
Bei aller Ernsthaftigkeit, mit der die Gondelfahrt vorbereitet wird und mit der nach den Motiven gesucht wird, ein bisschen Gaudi muss schon auch dabei sein. Und so wird Manfred Homolka, der Macher des Festzugs, auf einer Gondel vertreten sein; in einer Rolle, die ihm wohl behagen wird, als König von Hawaii.
Auf einer anderen Gondel werden die geheimnisvollen Riesenköpfe von den Osterinseln an
den Besuchern vorbei gleiten, und wohl zum ersten Mal wird es am Pichelsteinersamstag die Möglichkeit geben, auf dem mitteleuropäischen Regenfluss eine Äquatortaufe zu erleben. Denn die wird auch dargestellt. Wahre Experten für die christliche Seefahrt werden auf dieser Gondel die Äquatortaufe zelebrieren, Mitglieder der Marinekameradschaft Regen-Viechtach.
„Oa Woch länger war scho ned schlecht gwes’n“, sagt Stoletzky zum Stand der Vorbereitungen, bei denen auch immer wieder einmal Günther Arend vorbeigeschaut hat. Denn Arend ist der Mann, der für die Pichelsteiner die Gondelfahrt kommentieren wird.

PNP 22.07.2008
Pichelsteinerfest: Viele Polizisten für die Party-Hungrigen
Die Sicherheit wird auch heuer wieder groß geschrieben - Schutz der Jugendlichen steht an erster Stelle
Regen. Den Gedanken, beim Pichelsteinerfest Jugendliche über 16 Jahren nur mit Bändchen in die Tierzuchthalle zu lassen, haben Stadt und Polizei wieder verworfen. „Der Aufwand ist zu groß“, meint Martin Wisbauer von der Stadtverwaltung. Die Kontrollen schwer umsetzbar. Dennoch werde der Jugendschutz Schwerpunkt sein, sagt Wilhelm Völkl, Leiter der Polizeiinspektion Regen.
Bis zu 60 Kinder und Jugendliche hat die Polizei im vergangenen Jahr zu späterer Stunde
an einem Abend unbeaufsichtigt auf dem Festplatz angetroffen. „Kinder dürfen bis 20 Uhr,
Jugendliche unter 16 Jahren
bis 22 Uhr ohne Eltern unterwegs sein“, erklärt Völkl. „Wenn wir jemand mehrmals aufgreifen, geben wir den Namen
an das Jugendamt weiter.“
Die Polizei werde auch verstärkt darauf achten, dass kein
Alkohol an Minderjährige abgegeben werde, meint der Polizei-Chef.
Ansonsten werde man an dem Sicherheitskonzept der vergangenen Jahre festhalten, sagt Wisbauer. Die 30 Regener Polizisten erhalten Unterstützung von der Bereitschaftspolizei und dem Einsatzzug aus Straubing. Zwei Männer vom Sicherheitsdienst halten zusätzlich von ein bis fünf Uhr nachts Wache, erläutert Willy Schicker, seit 16 Jahren Platzmeister der Pichelsteiner. Die Feuerwehr hat Sicherheitswache beim Festzug und hält die Zu- und Abfahrtswege frei.
Die Tierzuchthalle beaufsichtigen Ordner, dort findet sich aber auch die Festwache des Bayerischen Roten Kreuzes. „Wir sind immer mit sechs bis acht Leuten und zwei Rettungsfahrzeugen beim Fest vertreten“, erklärt Einsatzleiter Alfred Aulinger. Sanitäter, die auf Fußstreife unterwegs sind, sind per Funk erreichbar. Das Einsatzaufkommen sei in den vergangenen Jahren gestiegen, sagt Aulinger. Es gehe nicht nur um Kreislaufprobleme und Schwächeanfälle. „Wir stellen vermehrt Alkoholmissbrauch bei den Jugendlichen fest.“
Das Konzept sei ziemlich ausgereift und habe sich auch in der Vergangenheit bewährt, sagt Wisbauer. Es sei eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten. „Der positive Ruf des Pichelsteinerfestes soll auch künfigt erhalten bleiben.“

PNP 17.07.2008
Der Bayerwald als Styropor-Wunderwelt
Die Pichelsteiner bauen einen Festzug zum Thema „125 Jahre Bayerischer Wald-Verein“
Regen. Vor ein paar Tagen hat Georg Pletl, Vorsitzender der Regener Wald-Vereins-Sektion, die Vorstände der Nachbarsektionen nach Regen eingeladen, in die Hallen, in der der Pichelsteinerfestzug entsteht. „Die waren begeistert, die haben sich das gar nicht vorstellen können“, beschreibt Pletl die Reaktionen der Wald-Vereinler. Sie sahen, was Manfred Homolka und seinen Helfern zum Thema „125 Jahre Bayerischer Wald-Verein“ eingefallen ist. 16 Wagen lang ist die Gratulation für den Jubelverein. „Wir schätzen es schon sehr, dass uns die Pichelsteiner in diesem Jahr den Festzug widmen“, sagt Pletl.
Und Manfred Homolka, ein Mann, der in Bühnen-Bildern und Szenerien denkt, sagt zum Thema einfach nur: „Ein Traum.“ Bei Wald-Verein, da dachte er an die drei Berghäuser, die der Verein besitzt, auf dem Arber, der Oberbreitenau und auf dem Falkenstein; er dachte an das Vereinsheft, das vierteljährlich herausgegeben wird; an die Rauhnacht, die die Sektion Frauenau organisiert; an den Kulturpreis, den der Wald-Verein vergibt, an die Arber-Kirchweih . . .
Seit Anfang Mai sind aus den Ideen Aufbauten für die Festwägen geworden. Detailliert wie kaum einmal zuvor hat sie Manfred Homolka mit seinen Helfern gestaltet. Einer fehlt in diesem Jahr, Fritz Müller. Er hat über viele Jahre gemeinsam mit Homolka die Festzug-Truppe geleitet, im Dezember vergangenen Jahres ist Müller gestorben. „Muss gehen“, sagt Homolka knapp auf die Frage, wie es ohne Müller gehe. Aber er fehlt den Machern des Festzugs, die in diesem Jahr so viel Styropor wie noch nie zuvor verbaut haben. Kann man gerne glauben, wenn man die Darstellung des Arber-Schutzhauses sieht. Es steht in einem dichten Wald aus Styropor-Bäumen. Insgesamt drei Eimer Styropor-Kleber hat Homolka gebraucht - und Dutzende Packungen Schaschlik-Spieße, die die filigranen Objekte am richtigen Ort halten.
Eine Besonderheit ist der Festzug nicht allein wegen des Themas, wegen der besonderen Gestaltung der Wägen, eine Besonderheit sind auch die Fußgruppen. 15 Wald-Vereins-Sektionen werden hinter den einzelnen Festwägen marschieren. Teils in alten Gewändern. So wie die Wald-Vereinler aus Bayerisch Eisenstein. Sie gehen hinter dem Wagen mit dem Arberschutzhaus, das in einer Winter-Traumlandschaft steht. Und sie tragen historische Ski-Kleidung, alte Skier. Folgende Sektionen sind mit einer Fußgruppe dabei: Deggendorf, Lindberg, Bayerisch Eisenstein, Bischofsmais, Regen, Langdorf, Spiegelau, Bodenmais, Rinchnach, Zwiesel, Kirchberg, Arnbruck, Kirchdorf, Frauenau und Viechtach.

PNP 16.07.2008
Der Wald-Verein als Sponsor für das Pichelsteinerfest

Regen. Als die Idee erstmals ausgesprochen worden ist, da war Georg Pletl, Vorsitzender der Regener Wald-Vereins-Sektion, noch sehr skeptisch: Ob die Pichelsteiner das wirklich machen würden? Einen Festzug dem Bayerischen Wald-Verein widmen, der in diesem Jahr seinen 125. Geburtstag feiert? Aber die Pichelsteiner mit Präsident Karlheinz Stern und Festzuggestalter Manfred Homolka waren gleich ganz begeistert von dem Thema. „Möglichkeiten ohne Ende“ sah Homolka sofort für die 21 Wägen, die den Pichelsteinerfestzug bilden. Die Wald-Vereins-Mitglieder waren begeistert, dass sie zu ihrem Jubiläum gleich einen Festzug spendiert bekommen. Als Unterstützung für die Pichelsteiner revanchierten sie sich mit einem 3000-Euro-Scheck, den Pichelsteiner-Kassier Otto Pfeffer strahlend entgegennahm. Mit dabei bei der Übergabe war Wald-Vereins-Präsident Heinz Wölfl: „Ich bin stolz, Mitglied in beiden Organisationen zu sein“, meinte Wölfl.
Bei der Übergabe (von links): Regens Sektionsvorsitzender und 3. Vorsitzender des Gesamtvereins, Georg Pletl, Pichelsteiner-Kassier Otto Pfeffer, stellvertretender Wald-Vereins-Vorsitzender Alfred Resch, Pichelsteiner-Präsident Karlheinz Stern, Wald-Vereins-Geschäftsführer Sepp Oswald und Wald-Vereins-Präsident Heinz Wölfl.

PNP 14.07.2008
Neue Mitglieder bei den Pichelsteinern

Regen. Die Vorbereitungen sind im Plan, in nicht ganz zwei Wochen kann es losgehen, das größte Heimatfest des Bayerischen Waldes, das Pichelsteinerfest. Bei der letzten Sitzung der Pichelsteiner vor dem Fest hat das Pichelsteinerkomitee zwei neue Mitglieder aufgenommen. Das eine neue Mitglied hat schon sein Leben lang intensiven Kontakt zum Fest, es ist Josef Falter jun., als Braumeister mittlerweile seit mehreren Jahren auch für das Festbier zuständig. Das zweite Neumitglied ist erst seit wenigen Monaten in Regen, Bataillonskommandeur Oberstleutnant Bernd Prill. Den beiden Neumitgliedern steckte Pichelsteinerpräsident Karlheinz Stern das Pichelsteinerabzeichen an.

PNP 03.07.2008
Die Wasserspieler sind schon Feuer und Flamme fürs Pichelsteinerfest
Seit Wochen wird die Anlage ausgebessert und erweitert
Regen. Andreas Pledl taucht ein in das Gewirr aus Leitungen und Kabeln, er windet sich
zwischen einem Auftriebskörper und dem Rohrstück, das
er anschweißen soll. Es ist so eng, dass es ihn einige Mühe kostet, ein bisschen Abstand zwischen Gesichtsschutz und Schweißelektrode zu bekommen. Pritzelnd schließt sich die Schweißnaht zwischen dem Rohr und dem Anschlussstück für die neue Pumpe. In gut drei Wochen sollen durch dieses Anschlussstück, das Pledl gerade befestigt, mehrere hundert Liter Wasser pro Minute rauschen und in der großen Fontäne der Pichelsteiner-Wasserspiele in den Himmel spritzen. Von den Rohren, Leitungen und den Auftriebskörpern, die ein bisschen an Altmetall erinnern, wird dann nichts zu sehen sein. Allein die Düsen ragen aus dem Wasser.
„Die Arbeit geht nie aus“, sagt Helmuth Pfeffer, der im Pichelsteinerkomitee für die Wasserspiele verantwortlich ist. Gemeinsam mit den Komitee-Mitgliedern Markus Bartl, Uwe Resch und Georg Wenig. Besonders strapaziert hat im vergangenen Jahr der Wehrbruch zwei Tage nach Ende des Fests die Einbauten. Der Schwall aus Wasser, Schlamm, Dreck und Sand, der nach dem Stausee-Wehrbruch über die Anlage schwappte, hat Metall verbogen, Gelenke und Lager verdreckt und auch den Pumpen zugesetzt. Und auch mit so profanen Dingen wie Diebstahlsschäden müssen sich die Wasserspieler auseinandersetzen. Düsen sind abgeschraubt worden, müssen ersetzt werden.
Mit der Wassertiefe im Regenfluss unterhalb der Sparkassen-Insel ist Pfeffer jetzt zufrieden. Nachdem ein Bagger in der vergangenen Woche das Bett ausgebaggert hat, haben die Wasserspiele wieder genug Wasser unter dem Kiel.
Am 12. Juli werden die Wasserspiele in den Regen gehoben, ein Kraftakt, der einen Schwerlastkran erfordert. Die größte Anlage wiegt allein 3,3 Tonnen, alle Anlagen zusammen haben ein Gewicht von mehr als sechs Tonnen. Und wenn die Ungetüme aus Metall im Wasser schweben, beginnt das Anschließen, das Ausrichten und Justieren - damit die Wasserspiele an den Pichelsteinertagen nicht nach schwerer Arbeit, sondern nach Leichtigkeit und Eleganz aussehen.

PNP 26.06.2008
Die Pichelsteiner feiern und arbeiten
Festzug und Gondelfahrt im Aufbau
Regen. In Metten loderten die Flammen des Johannisfeuers der Pichelsteiner. Im Schein der Flammen begrüßte Präsident Karl-Heinz Stern alle Mitwirkenden an der Darstellung dieses großen Ereignisses. Nach einer Gedenkminute für das verstorbene aktive Mitglied Fritz Müller dankte der Präsident den aktiven Helfern für ihre Arbeitseinsätze, bei denen aus Styropor, Holz und Farbe wahre Kunstwerke entstehen. Gemäß dem Motto des Festzuges „125 Jahre Wald-Verein“ werden dabei unter anderem Kapellen und ortstypische Häuser in einer wunderschönen Miniatur-Landschaft dargestellt. Stern würdigte die Helfer und vor allem dem Ideengeber und Gestalter Manfred Homolka. Auch Ilse Oswald hatte sich bei einem Rundgang von der Vielfalt und Präzision des Dargestellten überzeugt und dankte im Namen der Stadt. Besonders begeistert war sie von dem als Modell geformten Dreimaster-Segelschiff. Sein Schöpfer ist der bei den Gondlern wirkende Edwin Stoletzky, der für das Motto „Südsee-Träume“ und seine Ausgestaltung verantwortlich ist.

PNP 25.06.2008
Baggern für mehr Tiefgang beim Pichelsteinerfest

Regen. Sie hätten Probleme mit der Wassertiefe bekommen, die Gondelfahrer und die Wasserspieler beim Pichelsteinerfest, denn viel Schlamm und Sand aus dem Stausee hat sich in den vergangenen Jahren unterhalb der Sparkasseninsel abgesetzt. Gestern hat ein Mitarbeiter der Firma Zankl mit seinem Bagger begonnen, die Fahrrinne zu vertiefen. Das ausgebaggerte Material wird am Ufer aufgeschüttet, um es vor Ausschwemmungen zu schützen.

PNP 31.01.2008
Ein Forstexperte spricht beim Tag der Landwirtschaft

Regen. „Einen richtigen Spezialisten zum Thema Forst haben wir beim Tag der Landwirtschaft am Pichelsteinerfest schon lange nicht mehr gehabt, aber in diesem Jahr können wir dasThema besetzen“, freut sich Leitender Landwirtschaftsdirektor Josef Steinhuber, der den Tag der Landwirtschaft mit BBV-Kreisobmann Josef Pletl organisiert. Sie konnten Michael Prinz zu Salm-Salm für den Vortrag gewinnen. Prinz Salm-Salm ist Präsident der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Waldbesitzerverbände, damit quasi Deutschlands oberster Waldbauer. Prinz Salm-Salm ist nicht nur Waldeigentümer, sondern auch Winzer; und als Winzer in Deutschland einer der Vorreiter des Öko-Anbaus. Der Tag der Landwirtschaft beim Pichelsteinerfest findet am Dienstag, 29. Juli, statt.