PNP
01.08.2008
Die sechs tollen Tage sind vorbei
Die
Bilanz nach dem Pichelsteinerfest: Friedlicher und damit schöner als
in den vergangenen Jahren
Regen.
„Das war für uns mit Sicherheit eines der besten Events überhaupt!
Wir waren zwar bis zu den Socken durchgeschwitzt, aber Respekt, so was erlebt
man nicht jeden Tag. Vielen Dank an alle Partypeople!“ - die das geschrieben
haben, das waren Musiker, die zum ersten Mal ein Pichelsteinerfest erlebt
haben, die Musiker von „Fire 44“, die am Mittwochabend in der
Tierzuchthalle ganz ordentlich für Stimmung gesorgt haben. Am Tag 1
nach dem 134. Pichelsteinerfest ist Zeit, Bilanz zu ziehen.
So sieht das Fest der
Pichelsteinerpräsident
Karlheinz Stern: „Was soll man sagen, es war aus Sicht der Pichelsteiner
ein optimales Fest.“ Besonders hebt Stern die Gondelfahrt und den
Festzug hervor. Vor allem der Festzug habe in diesem Jahr so viele Zuschauer
wie schon seit langem nicht mehr gehabt.
Ein Sorgenkind im Veranstaltungsreigen während des Pichelsteinerfests
haben die Pichelsteiner aber auch: den Tag der Wirtschaft. „Wir müssen
überlegen, wie wir die Zugkraft erhöhen können“, sagt
Stern. Wie’s vielleicht gehen kann, hat der Tag der Landwirtschaft
gezeigt. Kompetenter Redner plus gutes Thema, das ergibt guten Besuch im
Festsaal.
So sehen das Fest
Bräu und Festwirtin
„Ein Superfest“, meint Festwirtin Elisabeth Falter. Die ausgeschenkte
Biermenge bleibt zwar weiter Familien- und Betriebsgeheimnis, aber so viel
verrät Josef Falter jun.: „Die Gesamtmenge war auf dem Stand
der vergangenen Jahre, aber in diesem Jahr ist deutlich mehr Radler ausgeschenkt
worden, die entsprechende Menge Bier weniger.“ Falter führt das
auf die sommerliche Hitze zurück.
Besonders stark, „so stark wie noch nie“, sagt Josef Falter
sen., sei der Pichelsteinersonntag gewesen, an dem nach dem Festzug unheimlich
viel los war. An diesem Tag seien auch sehr viele Besucher von außerhalb
nach Regen gekommen.
Der schwächste Tag war der Dienstag, an dem sogar in der Tierzuchthalle
gegen 23 Uhr schon jede Menge Bierbänke frei waren. Die Feierwütigen
brauchten anscheinend doch mal einen Tag Pause.
Pause gibt es für die Falters keine. Jetzt geht’s ans Aufräumen;
und am Wochenende wollen auch wieder acht Feste versorgt werden.
So sieht das Fest die
Polizei
„Im Vergleich mit den Vorjahren ruhiger“, sagt Wilhelm Völkl,
Leiter der Polizeiinspektion Regen. Vier Schlägereien, zu denen die
Polizei gerufen worden ist (Vorjahr sechs), eine gefährliche Körperverletzung,
ein Fall von Biermarkerl-Fälschung, der mittlerweile aufgeklärt
ist, zählt Völkl auf. Auf der Positiv-Seite: Kein Alkohol-Unfall,
kein Führerschein abgenommen. Betrunkene Autofahrer wurden jeweils
abgefangen, bevor sie sich hinters Steuer klemmen konnten.
Bedenklich findet Völkl weiterhin den Alkoholkonsum von vielen Jugendlichen,
vor allem auch das „Vorglühen“ vor dem Fest. Mit diesem
Ritus machen die Tankstellen kein schlechtes Geschäft. Von den Personen,
die gegenüber der Polizei auf dem Fest auffällig geworden sind,
waren laut Völkl zwei Drittel zwischen 14 und 20 Jahre alt.
Sehr gut bewährt habe sich auch in diesem Jahr der Sicherheitsdienst
in der Tierzuchthalle, der acht Mann stark ist. Das entlastet auch die Polizei.
Die Regener Beamten mussten in diesem Jahr an vier von den sechs Tagen ohne
Verstärkung durch die Bereitschaftspolizei auskommen. Die Massenkeilerei
gleich am ersten Abend vor dem Autoscooter musste von einer Streife im Alleingang
bewältigt werden. „Alles in allem ein ruhiges Fest“, bilanziert
Völkl.
So sieht das Fest der
Rettungsdienst
111 Versorgungen hatten die Männer und Frauen des BRK-Rettungsdiensts.
„Es waren aber überwiegend kleinere Sachen wie Insektenstiche,
Abschürfungen oder Schnittwunden“, sagt Alfred Aulinger, Leiter
des BRK-Rettungsdiensts. Deutlich weniger Alkoholopfer als in den vergangenen
Jahren mussten versorgt werden - und da hat vor allem der unheimlich besucherstarke
Pichelsteinermittwoch die Zahl nach oben getrieben.
So sehen das Fest die
Nachbarn
Gemischte Gefühle haben viele Nachbarn, wenn das Pichelsteinerfest
losgeht. Der Bayerwald-Bote als direkter Nachbar zum Festgelände ist
in diesem Jahr gut weggekommen. Morgens auf dem Weg in die Redaktion lagen
nie halbverdaute Speisen im Weg. Radau und Randale hat es nächtens
schon mal gegeben, ein Regenfallrohr und Blechabdeckungen von Fensterbänken
mussten für Kraftproben herhalten.
So sieht das Fest die
Bürgermeisterin
„Ich bin hochzufrieden“, sagt Ilse Oswald. Als absoluten Höhepunkt
erlebte sie Festzug und Gondelfahrt und „richtig glücklich“
ist sie, dass es ein friedliches Fest ohne große Zwischenfälle
war. „Dieses Angebot an verschiedenen Hallen, Festplätzen und
dieses Rahmenprogramm gibt es sonst nirgends“, sagt Oswald und betont,
dass dieses Mal auch etliche Gäste aus dem Ausland mitfeierten. Franzosen
aus Regens Partnerstadt Mirebeau, Spanier aus Mirebeaus Partnerstadt Membrilla,
viele Tschechen, Engländer, Amerikaner. Leichte Sorgen macht ihr der
schwächelnde Tag der Wirtschaft, bei dem die Stadt Mitveranstalter
ist.  |
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PNP
31.07.2008
10 000 Schritte für die Maß Bier
Sandra
Söhn und Rita Koller bedienten sechs Tage lang beim Pichelsteinerfest
- Der Bayerwald-Bote hat sie begleitet
Regen.
Ein großer und vier kleine Marienkäfer kleben auf dem rechten
üppigen Dekolleté von Sandra Söhn. „Jeden Pichelsteinertag
kommt ein Neuer hinzu,“ erzählt die 36-Jährige und lacht.
Die Fürstensteinerin bedient seit fünf Jahren im Biergarten bei
der Falter-Festhalle. „Wir sind die Gartenhexen, denn nur die Harten
arbeiten im Garten“, scherzt ihre Zwieseler Kollegin Rita Koller,
die schon seit mehr als 20 Jahren im Geschäft ist - hauptberuflich
arbeitet die 55-Jährige bei der Lebenshilfe.
Sandra und Rita sind zwei eingefleischte Bedienungen, von April bis Oktober
fast jedes Wochenende auf den Volksfesten, so auch auf der Wies‘n,
dem Gäubodenfest oder in Karpfham - Sandra etwas mehr als Rita. Während
die anderen zünftig feiern, schleppen die beiden Damen beim Pichelsteinerfest
zig Bierkrüge und laufen mehrere Kilometer: 10 264 Schritte zeigt der
Zähler an Ritas Gürtel am Ende des Abends an, das sind knapp 6,4
Kilometer. Die beiden Damen bestreiten während des Pichelsteinerfestes
in etwa die gleiche Strecke wie ein Marathonläufer. Und in Spitzenzeiten
können es auch schon mal 80 bis 90 Maßen sein, die sie in einer
Stunde tragen müssen. Der Bayerwald-Bote hat Sandra und Rita einen
Tag lang begleitet.
15 Uhr: Sandra und Rita stellen die Bierbänke auf den Boden, wischen
die Tische und holen die Speisekarten. Bevor es richtig losgeht, ratschen
sie noch mit ihren Kollegen. „Wir bedienen extrem gerne hier“,
meint Sandra. „Die Regener sind ein besonders liebes Völkchen“,
sagt Rita. Die Waidler seien so gemütlich und das Arbeiten beim Falter
sehr menschlich, das Team sei perfekt.
16 Uhr: Die ersten Gäste trudeln ein, doch noch ist es relativ ruhig.
Sandra und Rita gehen durch die Reihen und nehmen einige Bestellungen auf.
„Die Ruhe vor dem großen Sturm“, sagt Rita und lacht.
Noch hat sie Zeit, eine Zigarette zu rauchen. Sandra blickt zum Himmel.
„Ich hoffe, das Wetter hält, wenn es regnet, sind die Gäste
in der Halle und wir haben keine Arbeit.“
17 Uhr: Die Reihen füllen sich. Sandra und Rita schleppen nicht nur
einige Bierkrüge, sondern auch Tabletts mit Schweinebraten und Würstl.
„Das Essen ging früher nicht so, gut für uns, dass sie jetzt
mehr bestellen“, meint Sandra und lacht. „Dafür haben sie
vor 20 Jahren mehr getrunken“, meint Rita. „Sieben oder acht
Maß waren da keine Seltenheit.“
18 Uhr: Der Garten ist voll, einen freien Platz zu finden wird schwierig.
„Aber wir schauen schon darauf, dass unsere Gäste irgendwo ein
Platzerl finden“, sagt Rita. Auch Sandra findet, es sei das Wichtigste,
dass die Besucher mit ihnen zufrieden sind. „Sauberkeit und Freundlichkeit
sind oberstes Gebot.“
19 Uhr: Die ersten Schweißperlen stehen auf der Stirn von Sandra und
Rita. Mit zum Teil 14 Bierkrügen wuseln sie flink durch die Reihen.
Doch von Stress keine Spur. Die beiden lächeln zufrieden, finden trotz
der Hektik noch Zeit für den ein oder anderen kurzen Plausch mit den
Gästen. Sandra und Rita sind in ihrem Element.
20 Uhr: Rita wartet vor dem Ausschank, die Maß Bier stehen schon bereit.
Im Hintergrund schallt bayerische Blasmusik von der Bühne. „Jetzt
arbeiten wir kaum mehr auf Bestellung, gehen nur durch die Reihen und fragen,
wer ein Bier oder Radler haben will.“ Die perfekte Technik, um die
Bierkrüge zu stemmen? „Die gibt es nicht“, meint Sandra.
„Bauch, Brust oder Schulter, jeder trägt die Maßkrüge
woanders.“
21 Uhr: Auf die Frage, wie es ihren Füßen geht, meint Sandra
nur: „Ich bin noch fit wie ein Turnschuh.“ Spezielle Schuhe
hat sie nicht, nur „ganz normale Klapperl“. Der Rücken
schmerze manchmal ein bisschen, sagt Rita, die gerade zehn volle Maßkrüge
auf einen Tisch stellt. Aber das sei nicht so schlimm. „Wir lassen
uns nicht stressen.“
22 Uhr: Eine kleine Verschnaufpause. „Zum Essen und Trinken kommen
wir selber kaum, auch von der Gondelfahrt oder dem Feuerwerk bekommen wir
so gut wie gar nichts mit“, erzählt Sandra. Während des
Festes nimmt sie sogar immer eineinhalb Kilo ab.
Rita wuselt indessen mit 12 Bierkrügen auf dem Arm durch die Reihen.
„Am besten die Leute halten gleich das Geld bereit, dann geht es schneller“,
meint sie. Beim Trinkgeld sieht es dieses Jahr nicht so gut aus: der Bierpreis
mit 5,90 Euro ist Schuld daran.
23 Uhr: Sandra und Rita sind mittlerweile schon acht Stunden auf den Beinen,
doch noch immer gut drauf. „Das ist für mich der perfekte Ausgleich“,
sagt Rita. Und auch Sandra ist noch nicht müde. „Es macht total
Spaß, aber man muss schon ein bisschen Menschenkenntnis besitzen“,
findet sie. „Die einen musst du mit Samthandschuhen anfassen, bei
den anderen kannst du auch mal zupacken.“ Und die Bedienung sei bei
kleineren Raufereien die beste Security.
24 Uhr: Die letzte Maß geht über den Ausschank. Kurz darauf wischen
Sandra und Rita die Tische ab und stellen die Bierbänke darauf. „Leider
ist es jetzt vorbei“, meint Rita. Dann plaudern die beiden noch ein
bisschen, erzählen, was sie bisher erlebt haben. „Einige unserer
Stammgäste schenken uns Lebkuchenherzerl oder Plüschtiere“,
erzählt Rita. „Viele rufen zu Silvester an oder besuchen uns
auf anderen Festen.“ Vor allem auf der Wies‘n lernen sie Leute
aus aller Welt kennen, sagt Sandra. „Vor zwei Jahren habe ich ein
Foto mit Amerikanern und ihrem ein Jahr alten Sohn gemacht, einige Wochen
später bekam ich Post mit einer Einladung nach Los Angeles.“
1 Uhr: Nach getaner Arbeit treten Sandra und Rita die Heimreise an - und
dann nichts wie ab ins Bett.  |
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PNP
31.07.2008
Festbier, für Senioren ein Jungbrunnen
Aber
auf Zigarren vom Stadtpfarrer mussten die über 70-Jährigen in
diesem Jahr verzichten
Regen.
„Gickerl oder Bratwürstel?“ - so gut 600 Mal haben Kurt
Fiederling und Helmuth Pfeffer gestern Mittag diese Frage stellen müssen.
Der Pichelsteiner-Vizepräsident und das Komitee-Mitglied haben gestern
vielen älteren Mitbürgern eine Freude machen dürfen, denn
sie verteilten am Festhalleneingang die Marken für die über 70-jährigen
Regener, die traditionell am Pichelsteinermittwoch eingeladen werden. Von
der Stadt, von den Pichelsteinern und von der Familie Falter. „Im
vergangenen Jahr waren es 590 Besucher, in diesem Jahr werden es deutlich
mehr als 600“, so Fiederling. Und 125 Brotzeiten sind ins Regener
Altenheim geliefert worden.
Die katholische und evangelische Gemeinde sorgen für die süße
Nachspeise, jeder bekommt eine Tafel Schokolade. Auf eine Spezialität
müssen die Männer in diesem Jahr verzichten, auf die Zigarre danach.
Die hat in den vergangenen Jahren immer Stadtpfarrer Josef Ederer verteilt.
Er hat schon in diesem Jahr auf das Rauchverbot in Bierhallen gesetzt. |
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PNP
30.07.2008
Es regnet 70 Kilo Bonbons
Regen.
Die achtjährige Selina blickt auf die Drehleiter der Feuerwehr über
ihr und hält ihre weiße Kappe in die Luft. Gespannt wartet sie
auf den ersten Bonbonregen. Doch die Zuckerl prasseln neben ihr auf den
Boden des Festplatzes. Selina und die vielen anderen Kinder stürzen
sich mit Feuereifer darauf. Selina hat zwei Bonbons ergattert. Doch ihre
kleine Schwester Leonie (sechs Jahre) zuckt zusammen und fängt an zu
weinen. Ein Bonbon hat sie am Arm getroffen.
70 Kilo des Naschwerks hat Willy Schicker gestern wieder in die zahlreichen
Kinderhände verteilt. Einige kamen sogar mit kleinen Decken und Hüten
ausgestattet auf den Festplatz, um möglichst viel von dem süßen
Naschwerk zu ergattern.
„Solch einen Bonbonregen gibt es bei uns auf den Volksfesten in Baden-Württemberg
nicht“, meinte Susanne Braun aus Balingen, die Mutter von Selina und
Leonie. Die Familie macht zur Zeit gerade Urlaub in Regen und schaute gestern
beim Kindernachmittag auf dem Pichelsteinerfest vorbei. Doch mit dem Bonbonregen
allein war es nicht getan, auch danach ließen die Kinder nicht von
Willy Schicker ab und scharten sich minutenlang um ihn. Denn der hatte neben
14 Kisten Bonbons noch rund 200 Freimarken für Karussell oder Geisterbahn
in seinen Händen versteckt.  |
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PNP
30.07.2008
„Wir sind Waldmeister“
Vortrag
von Michael Prinz zu Salm-Salm beim Tag der Land- und Forstwirtschaft: Redegewandt
und faktenreich
Regen.
Heinrich Schmidt ist begeistert: „Der beste Vortrag seit Jahren bei
dieser Veranstaltung“, kommentiert er das Referat von Michael Prinz
zu Salm-Salm beim gestrigen Tag der Land- und Forstwirtschaft auf dem Pichelsteinerfest.
Und Schmidt darf sich ein Urteil erlauben: Er ist nicht nur stellvertretender
Landrat, sondern auch Forstwirt und Vorsitzender des Naturparks Bayerischer
Wald. Der adelige Weingut- und Waldbesitzer aus Rheinland-Pfalz hinterlässt
in Regen den Eindruck eines charmanten, kurzweiligen und bestens informierten
Redner, der sich mit Herzblut für Holz stark macht, den „Rohstoff
mit der besten Öko-Bilanz“ .
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Der Rohstoff mit
der besten Öko-Bilanz
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Um 4 Uhr früh hatte der „grüne Prinz“ sein 500 Jahre
altes Schloss in Wallhausen verlassen, um mit dem Zug in den Bayerwald zu
fahren. Bevor er aber am Nachmittag im Faltersaal als Redner glänzen
durfte, war seine Ausdauer als Zuhörer gefragt. Nach der Begrüßung
durch Leitenden Landwirtschaftsdirektor Josef Steinhuber reihte sich Grußwort
an Grußwort - von Bürgermeisterin Ilse Oswald, dem Mitglied des
Europa-Parlaments Manfred Weber, MdL Helmut Brunner, Georg Huber, Vorsitzender
der forstwirtschaftlichen Vereinigung Niederbayerns und BBV-Kreisobmann
Josef Pletl.
„Wenn eine Königin ruft, hat ein Prinz zu gehorchen“, kokettierte
Prinz Michael mit der Einladung von Waldkönigin Andrea Fritz zum Pichelsteinerfest.
Der 55-Jährige ist Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher
Waldbesitzerverbände und leitet einen Familienbetrieb mit 15 Hektar
Wein- und 170 Hektar Waldfläche. Das Weingut ist seit zwölf Jahren
Öko-Betrieb.
Der Wald sei für die Gesellschaft ein hervorragender Lehrmeister. Alles
passe, wenn Ökonomie, Ökologie und das Soziale in der Balance
seien, philosophierte der oberste deutsche Wald-Besitzer. „Wir sind
Waldmeister“, stellte er heraus: Heute gibt es in Deutschland, dem
waldreichsten Land in der EU, 500 000 Hektar mehr Wald als nach dem Zweiten
Weltkrieg - allerdings werden nur 70 Prozent des jährlichen Zuwachses
genutzt. „Schützen und nützen sind zwei Seiten der gleichen
Medaille“, sagte Salm-Salm, der auf Bundesebene eine „Charta
für Holz“ vorangetrieben hat. Ihr Ziel: 20 Prozent mehr Holz
als bisher zu nutzen. Die Holzvorräte in deutschen Wäldern seien
nämlich mit 3,4 Milliarden Festmetern immens. Die Pläne des Bundesumweltministers,
fünf bis zehn Prozent der Waldfläche still zu legen, nennt er
einen „katastrophalen Fehler“.
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„Holz ist
viel zu preiswert“
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„Holz ist viel zu preiswert“, steht für den Prinzen aus
der Pfalz außer Frage. In seiner Einschätzung scheut er sich
nicht, Zusammenhänge global zu sehen und in tief schürfende Worte
zu packen: „Unsere Wertschöpfungskette spielt für das Überleben
der Menschheit eine Rolle.“ Weltweites Bevölkerungswachstum,
Energie- und Nahrungsmittelbedarf und Klimawandel seien Herausforderungen
auch für Waldbesitzer.
Welch enormes Potenzial im Holz als Baustoff steckt, machte Salm-Salm an
Zahlen fest: Jede Minute wachse in Deutschland so viel Holz nach, wie für
den Bau von drei Holzhäusern gebraucht werde. Die Statik von Holz sei
besser als von Stahl. Es gebe Thermoholz, das weniger Wasser aufnimmt und
somit nach weniger Holzschutzmitteln verlangt, flüssiges Holz als Faserverbundstoff,
Spezial-Sperrhölzer, die etwa als Böden in ICEs verwendet werden,
nannte der Fachmann Beispiele für die vielfältige Verwendung des
„verkannten Riesen“.
Michael Prinz zu Salm-Salm sieht für Wald-Besitzer eine gute Zukunft
- sofern die Rahmenbedingungen stimmen. Baustellen gebe es genug, die Erbschaftssteuerreform
etwa oder ideologische Verbohrtheit im Umweltschutz. Diese Baustellen will
der motivierte Prinz beackern - nachhaltig, wie der Wald es ihm vormacht. |
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PNP
29.07.2008
Schöpfen bis zur Erschöpfung
Regen.
Die wichtigste Frage gestern war gegen 13.30 Uhr beantwortet: Ja, es reicht.
Auch die Nachzügler, die erst um diese Zeit in den Festhallen eintrudelten,
bekamen noch ihr Schüssel mit dem Pichelsteiner-Mahl. Eine halbe Stunde
vorher hatte Pichelsteiner-Festkoch Günther Prinz noch einen Riesenschreck
bekommen, als er aus einem der Wärmebehälter die letzten Eintopf-Reste
kratzte und ihm seine Mitarbeiter sagten, dass das der letzte Behälter
sei. „Aber im Saal waren dann noch mehrere, die haben wir gebraucht“,
sagt Prinz. So schnell es ging, wurden sie mit dem Sackkarren zur Ausgabe
gerollt, auf dass die Bedienungen wieder ihre Tabletts mit dem Eintopf füllen
konnten.
Gestern ist wohl ein neuer Mengen-Rekord beim Pichelsteinerfest aufgestellt
worden. 1700 Liter Eintopf, so der Festkoch Prinz, habe man bereitet, das
sind gut 3000 Portionen. Es wurden nochmal um 100 Liter mehr als im vergangenen
Jahr gekocht, als es zu wenig wurde. Die gut 3000 Portionen gingen am gestrigen
Pichelsteinermontag innerhalb einer guten Stunde über die Theke der
Ausgabestellen in der Festhalle, im Falter-Saal und in der Tierzuchthalle.
Ab sechs Uhr morgens war die Mannschaft von Günther Prinz in der Küche
gestanden, unterstützt worden ist Prinz noch von den Köchen Wolfgang
Stoiber und Erich Fuchs. Die ersten Vorarbeiten - Kartoffeln schälen
und Gemüse putzen - liefen schon am Samstag.
Aus der Küche musste Prinz um 12 Uhr schnellstens zum Ausmarsch Richtung
Rathaus, und als er in die Festhalle einbog, wurde aus dem Festkoch, der
unter dem Baldachin marschiert, ganz schnell wieder der emsige Arbeiter.
Prinz schnappte sich die 12er-Schöpfkelle und begann sein Schöpfwerk.
Vor der Tür zur Festhalle stapeln sich die leeren Schüsseln, alle
sind sauber ausgegessen. „Schaut gut aus, ich glaube, es hat geschmeckt“,
meint Prinz, als er auf die leeren Schüsseln schaut. Und dann begibt
er sich zu den Pichelsteinern in die Box. Die erste Pause nach dem großen
Kochen. |
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PNP
29.07.2008
„Der Aufschwung ist da, verliert aber an Dynamik“
Beim
„Tag der Wirtschaft“ erinnern die drei Referenten an die Stärken
der Region und stellen Forderungen an die Politik
Regen.
Facharbeitermangel und Arbeitsplatzverlust, Bevölkerungsrückgang
und steigende Einkommen - alles Begriffe, die die Wirtschaftsregion Niederbayern
kennzeichnen. „Der Aufschwung ist da, aber er verliert an Dynamik“,
beschrieb Moderator Walter Fritz gestern beim Tag der Wirtschaft auf dem
Pichelsteinerfest die Lage in der Region. Wo die Stärken und wo die
neuralgischen Punkte des Wirtschaftsstandorts Niederbayern liegen, analysierten
Walter Keilbart, Hauptgeschäftsführer der IHK Niederbayern, Toni
Hinterdobler, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz
und Josef Kappenberger, Geschäftsführer der Firma Kappenberger
& Braun.
Die Zeichen stehen auf Wachstum, machte Keilbart an Zahlen fest: 2007 sei
die Wirtschaft im Landkreis Regen um 3,5 Prozent gewachsen. Niederbayernweit
waren es 3,2 Prozent, im Landkreis Freyung-Grafenau war es ein Prozent.
Für eine weitere positive Entwicklung sei der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur
wesentlich - sie solle allerdings Wege in die Region eröffnen, nicht
aus der Region hinaus. Wie sich Strukturen wandeln machte Keilbart mit einem
Beispiel deutlich: Einem Arbeitsplatz-Verlust in der „old economy“
wie Textil, Holz und Glas stünde ein Zuwachs im unternehmensnahen Dienstleistungssektor
gegenüber. Welche Strategie wünscht sich die IHK? Fördergelder
sind laut Keilbart auch künftig unverzichtbar, wesentlich seien auch
eine verbesserte Breitband-Versorgung, Technologie-Transfer mit Hochschulen,
ortsnahe Berufsschulen - und Eigeninitiative.
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Wirtschaftskraft
im Kleintransporter
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Welche Wirtschaftskraft in der Region steckt, verdeutlichte Toni Hinterdobler
mit dem Bild der Kolonnen von Kleintransportern, die jeden Montag auf der
A 92 Richtung München rollen. Die enormen Potenziale dieser hoch qualifizierten
und motivierten Handwerker - Hinterdobler nennt sie „Technologiemittler“
- vor Ort zu nutzen, sei das Gebot der Stunde. Das verfügbare Einkommen
in der Region steigt: Zwischen 2000 und 2005 ist es laut Hinterdobler in
Bayern um zehn Prozent, im Landkreis Cham um zwölf und in den Landkreisen
Regen und Freyung-Grafenau um 14 Prozent gestiegen.
Ein großes Problem der Region ist der Bevölkerungsverlust. In
den nächsten zehn Jahren wird die Bevölkerung bayernweit um zwei
Prozent wachsen, im Landkreis Regen dagegen um drei Prozent abnehmen, in
Freyung-Grafenau sogar um vier Prozent, so die Prognosen. Um gegenzusteuern,
stellen die Handwerkskammern an die Staatsregierung konkrete Forderungen:
In die Haushaltsansätze der Ressorts gehören konkrete Summen -
etwa für den Ausbau der Kanalnetze oder die Ausstattung der Hauptschulen.
Südtirol mit seinem breiten Angebot an öffentlichen Einrichtungen
nannte Hinterdobler als positives Beispiel für eine starke Region.
Die Wirtschaftsförderung müsse verlängert werden, sind die
Kammern überzeugt. Die Hauptschul-Initiative der Staatsregierung sei
zwar lobenswert - jetzt müsse sie mit Hilfe von professionellem Marketing
vorangetrieben werden, fordert Hinterdobler.
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Hauptschul-Initiative
besser vermarkten
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Ein regionaler Aufsteiger skizzierte die Entwicklung binnen zwei Generationen
vom Zwölf-Mann- zum 1200-Mann-Betrieb: Josef Kappenberger. Die Erfolgsgeschichte
begann 1960 mit einer Elektrofirma in Cham, seit 23 Jahren gibt es K &
B in Regen, seit 1990 in Tschechien (mittlerweile mit 21 Fachmärkten).
Eine wesentliche Stärke des Unternehmens: die eigene Ausbildung von
Fachpersonal aus der Region - mit hohem Bindungsgrad an den Betrieb. Sorgenfrei
ist Kappenberger dennoch nicht. Die hohen Energiekosten belasten sowohl
die Firma als auch das Unternehmen, gab er zu bedenken. |
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PNP
28.07.2008
Mit Neptun in die traumhafte Südsee
Trotz
Regen reges Treiben auf dem Regen: 14 Gondeln schipperten Samstagabend auf
dem Fluss
Regen.
Lappen und Plastikfolie - das sind für Gerald Schröder die beiden
wichtigsten Utensilien, als Samstagabend die Dämmerung einsetzt. Mit
dem Lappen wischt er erstmal sorgfältig das regennasse Kanu ab, die
Plastikfolie soll als trockene Sitzgelegenheit dienen. Letztere braucht
es aber dann zum Glück doch nicht mehr, auch die Besucher am Regen
können nach wenigen Minuten wieder ihre Regenschirme zusammenklappen.
Nur einige dunkle Gewitterwolken begleiten anfänglich den stürmischen
Trip in die bayerische Südsee, den live aus Regen das Radio Pichelsteiner
mit Moderator Günther Arend überträgt - doch Hula-Klänge,
tanzende Mädchen in Baströckchen, Piraten mit einer Schatzkiste
und ein wunderschönes Segelschiff versetzen die Gondolieri und ihre
Gäste bald darauf in die traumhafte Südsee. 14 Gondeln umsegeln
das Kap Hoorn und begeben sich zwischen Haiti, den Osterinseln und Tahiti
auf die Suche nach der Schatzinsel des berüchtigten Piraten „Captain
Flint“. Doch erstmal ist es noch traditionell bayerisch, traditionell
Pichelsteiner: Die exotischen Gondeln führt das Schwanenboot mit Bianca
Schnierle mit ihren kleinen Begleitern an, bevor die Fanfaren des Regener
Spielmannszuges lautstark den Einzug des Pichelsteiner Festkochs Günther
Prinz mit seinen kleinen Helfern ankündigen. „Das Pichelsteiner,
das schmeckt gut“, rufen die kleinen Köche immer wieder und schwingen
ihre Kochlöffel in den Regener Abendhimmel.
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Ein Bier zu dem
gelungene Mahl
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Doch zu dem gelungenen Festmahl gehört auch das Pichelsteiner Festbier.
Ein illustrer Kreis hat sich zur Bierprobe eingefunden: Bürgermeisterin
Ilse Oswald genießt den wohlschmeckenden Gerstensaft mit Festbräu
Josef Falter.
Dann beginnt der Traum von der Südsee. Ein kleiner Junge blickt gespannt
auf einen leuchtenden Globus. Abenteuergeschichten über Seefahrt, Piraten
und ferne Länder werden lebendig. Mit dem traumhaft schönen Dreimastsegler
Gorch Fock beginnt die Reise zum „Kreuz des Südens“. Unter
der heißen Sonne des Äquators tauft Neptun Reinhard Muhr, Gott
des Meeres, seine maritimen Passagiere, die Marinekameradschaft Regen-Viechtach.
Sie lotsen mit ihrem Schiffskapitän Georg Kuhndörfer die Gondeln
durch die wilde See.
Land in Sicht, nachdem die Gondeln die Tücken des wilden Meeres überwunden
haben, einige Boote wären sogar beinahe an den Regener Steinen an der
Fahrt zur See gescheitert. Südsee-Klänge verzaubern wenig später
die Pichelsteiner-Gondolieri. König Homolkameha begrüßt
sie in der Hauptstadt seines kleinen Inselreiches - und führt mit seinen
Tänzerinnen im Rhythmus polynesischer Musik den traditionellen Hula-Tanz
vor. Weiter geht die Reise zur Insel des Robinson Crusoe alias Max Ertl,
der seinem Diener Freitag, in Regen auch unter dem Namen Erwin Ertl bekannt,
das Leben rettete.
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Die Schatzinsel
ist gefunden
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Dann ist sie gefunden, die sagenumwobene Schatzinsel. Den Schatz bewacht
Edi Kestl mit vier seiner Furcht erregenden Piraten. Doch die Pichelsteiner
Gondler müssen noch auf einen weiteren Schatz Acht geben: die Südseeperle,
die in den Tiefen des Regens gefunden wurde. Dorthin geht auch sogleich
wieder die lange Reise, vorbei an den Wirren der Bounty, bekannt durch ihre
unsägliche Meuterei, vorbei an den kolossalen Steinfiguren der Osterinseln.
In der Heimat wartet auf die Reisenden schon eine glutvolle Überraschung:
der speiende Pfahldrache des Pichelsteinerfestes.
Mit den Südseeträumen haben die Pichelsteiner Gondler auch einen
Wunschtraum des im vergangenen Jahr verstorbenen Fritz Müller, Ehrenmitglied
des Festkomitees, erfüllt und diese Gondelfahrt seiner Familie gewidmet.. |
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PNP
28.07.2008
Das Super-Geschenk für den Wald-Verein
Ein
riesiger Pichelsteiner-Festzug zum Jubiläum des Heimatvereins
Das
ist eine Geburtstagsgratulation! Mit sechs Blaskapellen und drei Spielmannszügen,
mit 21 Festwägen, Reitergruppe, 25 Fußgruppen, zwei Kutschen
und einem Zehner-Zug - das haben die Pichelsteiner gestern Nachmittag aufgefahren,
um dem Bayerischen Wald-Verein zum 125-jährigen Bestehen zu gratulieren.
Ein paar Minuten noch, dann gibt Max Pletl, bei den Pichelsteinern der Meister
der Zug-Organisation, das Kommando zum Abmarsch. Georg Pletl, Vorsitzender
der Regener Wald-Vereins-Sektion und im Vorstand des Gesamtvereins, sucht
sich mit Wald-Vereins-Präsident/Landrat Heinz Wölfl den richtigen
Platz im Zug. Pletl kann gar nicht genug loben, was die Pichelsteiner da
gezaubert haben. Die Themenwägen mit den Landschaften, den Kapellen-Modellen,
den Schutzhäusern, den Burgen.
Und Georg Pletl wäre wohl noch begeisterter gewesen, wenn er zu dem
Zeitpunkt schon gewusst hätte, wie viele Besucher der Zug hat. „Eindeutig
mehr als in den vergangenen Jahren“, sagt Sepp Weber, stellvertretender
Leiter der Polizeiinspektion Regen. Er muss es wissen, denn schon seit Jahren
fährt er jedem Pichelsteinerfestzug im Dienstwagen voraus.
Wunderbar aufgelockert wurde der Festzug durch die Fußgruppen, unter
anderem waren 14 Sektionen des Wald-Vereins vertreten. Als sich die Sektions-Vorsitzenden
in der Vorbereitungszeit einmal anschauen durften, welche Motiv-Wägen
die Pichelsteiner für den Zug gestalten, ist die Teilnehmerzahl gleich
in die Höhe geschnellt. Eine der schönsten und lebendigsten Gruppen
kam von der Sektion Deggendorf, die hatte ihre Wald-Vereins-Hexen nach Regen
mitgebracht. Ähnlich schaurig-schön waren die Frauenauer Rauhnachts-Gesellen;
und richtige Härte haben die Eisensteiner Wald-Vereinler bewiesen,
die bei hochsommerlichen Temperaturen mit alter Skibekleidung durch die
Stadt schwitzten.
Fast zu schnell waren viele der mit einer Fülle von Details gestalteten
Wägen an den Zuschauern vorbeigerollt; und viele Zuschauer werden auch
nicht bemerkt haben, dass einer der prominentesten Bürgermeister Deutschlands,
der Bodenmaiser Michael Adam, zu den Taferlbuam gehörte, er trug die
Tafel der Bodenmaiser Sektion.
„Einfach traumhaft“, meinte auch Pichelsteiner-Präsident
Karlheinz Stern, als er mit seiner Mannschaft um den Stadtplatz marschierte
und in die Gesichter der Zuschauer am Straßenrand blickte. Zuschauer
in Feststimmung sah er - die schönste Gratulation für den Wald-Verein;
und für die Pichelsteiner. |
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PNP
28.07.2008
Tag der Wirtschaft beleuchtet die Region
Farbenfroher
Auszug zum Pichelsteinerfest 2008 - Bürgermeisterin Ilse Oswald brauchte
drei Schläge zum Anzapfen
Regen.
Die Situation der niederbayerischen Wirtschaft will Walter Fritz, früherer
Regener Bürgermeister und Organisator Des „Tags der Wirtschaft“
beim Pichelsteinerfest dieses Jahr genauer unter die Lupe nehmen. Unter
dem Thema „Wirtschaftsregion Niederbayern: Unsere Stärken - unser
Vorteil“ hat er für heute, Montag, Beginn 9.30 Uhr kompetente
Leute geladen: Den Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz,
Toni Hinterdobler, sowie den Hauptgeschäftsführer der IHK-Niederbayern,
Walter Keilbart. Aus der Praxis kommt der Geschäftsführer der
Firma Kappenberger & Braun E - Tech, Josef Kappenberger aus Cham, der
in Regen eine große Filiale betreibt. Nach einem Einführungsstatement
der drei Gastredner widmet sich die Diskussionsrunde aktuellen Themen. „Für
uns ist es wichtig zu erfahren und zu wissen, dass die Wirtschaftsregion
Niederbayern in den vergangenen Jahren erheblich aufgeholt hat und in ihrer
Branchenvielfalt, Innovationskraft und Qualität gegenüber den
Schwerpunktregionen gut positioniert ist. Wir werden sicherlich nicht nur
die Stärken herausstellen, sondern auch die Themen beleuchten, wo Politik
und Wirtschaft noch nachlegen müssen“, sagt Walter Fritz.. |
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PNP
26.07.2008
Eins, zwei, drei - und das Bier fließt
Farbenfroher
Auszug zum Pichelsteinerfest 2008 - Bürgermeisterin Ilse Oswald brauchte
drei Schläge zum Anzapfen
Regen.
„Aufstellung, Abmarsch!“, ganz knapp kamen die Kommandos von
Max Pletl gestern Nachmittag, als es vom Kirchturm vier Uhr schlug. Pünktlich
auf die Minute setzte sich der Auszug zum Pichelsteinerfest 2008 in Bewegung.
Und ein paar Minuten vorher waren gut 100 Luftballons in den (endlich) blauen
Himmel gestiegen. Die Brauerei Falter hat für die kleinen Pichelsteinerköche
einen Luftballonwettbewerb initiiert, der leichte Ostwind trug die Ballons
davon.
Stadtkapelle und Regener Spielmannszug, Pichelsteinerkomitee und Bedienungen,
Stadtrat und Schützen, Theatergruppe „Schwarzer Leberkas“
und kleine Köche, Brauereigespann und Ehrenkutsche umrundeten den Parkplatz
und strebten dann flott in die Festhalle, in der Bürgermeisterin Ilse
Oswald zum ersten Fass und zur Tat schritt. Nach zwei Schlägen saß
der Wechsel im Fass, nach einem dritten Schlag floss auch das Festbier.
Alle glücklich, das Pichelsteinerfest 2008 konnte beginnen. |
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PNP
25.07.2008
Mit dem Lkw durch die Geisterbahn
Die
Aufbauarbeiten für das Pichelsteinerfest sind so gut wie abgeschlossen
- Heute beginnt der Festbetrieb
Regen.
„Ich habe meine eigene Zugmaschine“, ruft der vierjährige
Randy begeistert, springt auf und wuselt zwischen Holzlatten, Lichterketten
und den Arbeitern hin und her. Drei Minuten später sitzt er in dem
knapp ein Meter hohen, grau lackierten Gefährt. Eine Mini-Ausgabe des
Lastwagens, der nur wenige Schritte von ihm entfernt steht. „Wie der
Vater so der Sohn“, meint Schausteller Robert Filder und lacht.
Gut eine Woche wird für Randy und seinen Vater der Falter-Parkplatz
die zweite Heimat sein. Zum ersten Mal, auf dem Pichelsteinerfest waren
sie bisher noch nie. Seit zwei Tagen sind die Karlsruher nun schon in Regen
und bauen ihre Geisterbahn auf. „Das macht total Spaß mitzuhelfen,
ich kann auch einige Teile tragen, schau her“, erzählt Randy
und streckt eine Holzlatte in die Luft.
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Schausteller aus
Leidenschaft
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Während Vater und Sohn schon seit einigen Tagen eifrig mit den Aufbauarbeiten
beschäftigt sind, kommen Randys Mutter und seine fünf Jahre alte
Schwester erst heute nach. „Meine Tochter muss diese Woche noch in
die Vorschule gehen“, erzählt Robert Filder, der in fünf
Generation den Betrieb führt. „Wir können aber nicht anders,
sesshaft sein, das wäre nichts für uns.“
Einige Meter weiter schlägt Charly Stey mit einem seiner Mitarbeiter
einen Pfosten in die Erde, er baut neben seinem Mini-Rallye-Fahrgeschäft
einen modernen „Hau den Lukas“ auf. „Ich komme schon seit
40 Jahren auf das Pichelsteinerfest“, erzählt Stey, der selbst
gerade erst 44 Jahre ist. Seine Großeltern waren früher mit einer
Schiffschaukel vertreten, später begeisterte seine Familie mit Bayernlift,
Wikingerschaukel und Kettenkarussell die Besucher. „Das Pichelsteinerfest
hat noch das gewisse Etwas, ganz im Gegensatz zu den Volksfesten in den
größeren Städten,“ schwärmt der Schausteller.
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Putzen, schmieren,
fegen
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Ob Kettenkarussell, Mandelbrennerei oder Fischstand - die meisten Betreiber
hatten gestern schon ihre Fahrgeschäfte und Buden aufgebaut. Bei vielen
fehlte nur noch der letzte Schliff. Wie auch bei Stephan Sonntag und Manfred
Rilke. Der Pfarrkirchener Sonntag nimmt mit seinen Angestellten noch Wartungsarbeiten
an seinen Autoscootern vor, poliert mit einem Lappen die Wägen, fegt
die Fahrbahn und wechselt die kaputten Lampen aus. „Wir sind schon
seit Dienstag hier“, erzählt der 31-Jährige. „Nach
Regen komme ich schon seit mehr als 20 Jahren, als Kind bin ich hier sogar
manchmal für einige Tage in die Schule gegangen.“ Das Geschäft
hat er von seinem Vater übernommen, der Familienbetrieb existiert schon
seit 1876.
Auch Manfred Rilke hat die Hände und den Lappen dreckverschmiert. „Ich
muss noch Arbeiten an den Lagern erledigen, damit es leichter läuft“,
meint der 45-jährige Erdinger, der die letzten Handgriffe an den Wägen
seines Schneezirkus’ anlegt. „Es ist wie beim Auto, wenn es
kein Öl hat, läuft es nicht“, sagt er und macht sich sogleich
wieder an die Arbeit.
Randy hat indessen seine Arbeiten schon erledigt und seinen kleinen Lastwagen
fit fürs Pichelsteinerfest gemacht - jetzt kann er sich erstmal zurücklehnen,
bevor es heute richtig losgeht. |
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PNP
Bayern 25.07.2008
Heute startet das größte Volksfest im Bayerwald
Pichelsteiner-Festzug
mit dem Thema „125 Jahre Wald-Verein“
Regen.
Das größte Geburtstagsgeschenk bekommt der Bayerische Wald-Verein,
der in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen feiern kann, in Regen.
Beim 134. Pichelsteinerfest, das heute um 16 Uhr beginnt, widmet sich der
Festzug (Sonntag, 13.30 Uhr) dem Wald-Vereins-Jubiläum. Auf 16 Themen-Wägen,
alle von Rössern gezogen, wird die Geschichte des Bayerischen Wald-Vereins
dargestellt, seine Berghäuser, seine kulturellen Leistungen. Fußgruppen
von 14 Wald-Vereins-Sektionen, zum Teil in historischen Gewändern,
werden beim Festzug mitmarschieren. Immer dabei beim Festzug ist auch der
Zehnerzug der Brauerei Falter, ein Bierwagen, gezogen von zehn Percheron-Rappen.
Ein weiterer Höhepunkt des sechstägigen Pichelsteinerfests ist
die nächtliche Gondelfahrt auf dem Regenfluss (Samstag ab 21 Uhr),
die unter dem Motto „Südseeträume“ steht.
Das Pichelsteinerfest, das von dem Verein „Die Pichelsteiner“
veranstaltet wird, ist das größte Volksfest im Bayerischen Wald.
Es gibt zwei Festplätze, in den Festhallen, dem Biergarten und im Festsaal
finden rund 5400 Menschen Platz. Die Maß Festbier kostet 5,90 Euro. |
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PNP
25.07.2008
Die ersten Pichelsteiner-Töne Serenade
Regen.
„Stranger in the Night“ - ein Fremder in der Nacht, so einen
sollte es ab heute für sechs Tage in Regen eigentlich nicht mehr geben,
das Pichelsteinerfest sorgt schon dafür, dass sich niemand fremd in
der Stadt fühlen muss.
Das Blasorchester der Stadt Regen hat gestern Abend im Kurpark die Serenade
trotzdem ihre Version von „Stranger in the Night“ vorgetragen.
Unter dem Dirigat von Matthias Köckeis spielten die Musiker, und der
Vorsitzende Florian Senninger, der an der Posaune wirkt, bedankte sich herzlich
bei den Zuhörern, die trotz düsteren Himmels den Weg in den Kurpark
gefunden hatten. Vermutlich waren es wegen der etwas unsicheren Wetteraussichten
ein paar weniger als in den vergangenen Jahren. Die, die gekommen waren,
brauchten es aber nicht zu bereuen. Es gab perfekte Blasmusik, gemütliche
Unterhaltung; und schon das erste Festbier. Unter den Besuchern waren auch
Bürgermeisterin Ilse Oswald, Pichelsteiner-Präsident Karlheinz
Stern und Festwirtin Elisabeth Falter.  |
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PNP
23.07.2008
Wenn es auf dem Regenfluss die Äquatortaufe gibt
Die
Gondler rüsten sich für das Pichelsteinerfest - „Segeln
unterm Kreuz des Südens“ ist das Motto
Regen.
Edwin
Stoletzky sitzt ganz ruhig da; in einem festen Rhythmus nimmt er einen der
dünnen Plastikstäbe, tupft zwei Tropfen Klebstoff auf die Enden
und platziert das Teil in ein Gewirr von Stäben und Fäden. Stoletzky
arbeitet am Meisterwerk der diesjährigen Pichelsteiner-Gondelfahrt,
an der Bounty, dem Dreimaster der britischen Admiralität, auf dem bei
der Rückreise aus der Südsee die berühmte Meuterei ausgebrochen
ist. „Ja, fast fertig“, sagt Stoletzky zu dem Modell, „fehlen
nur noch ein paar Deckaufbauten, ein paar Kanonen.“
Schon vor ein paar Jahren haben die Gondelfahrtgestalter der Pichelsteiner
geplant, eine Gondelfahrt dem Thema „Südsee“ zu widmen,
damals wälzte Stoletzky diese Pläne noch mit Fritz Müller.
Der mittlerweile verstorbene Ehrenvorsitzende der Marinekameradschaft, der
ja auch Ehrenmitglied bei den Pichelsteinern war, war aktiver Seemann.
Die Träume von der Südsee verwirklichen jetzt richtige Landratten,
neben dem Gondler-Chef waren es vor allem Franz Freudenstein und Alexander
Sommer, die seit Mai fast jeden Abend in den Hallen in Metten gewerkelt
und gebastelt haben, von Renate Hanke immer bestens versorgt mit einer Brotzeit.
Für die technischen Details, für die Stromversorgung der Aufbauten,
für den feuerspeienden Drachen, der zur Gondelfahrt gehört wie
das Festbier zum Pichelsteinerfest, ist Hans Eisner zuständig.
Die Bounty ist nicht das einzige große Modell, das unter den
Händen von Stoletzky entstanden ist, in einem Eck der Halle steht das
andere große Werk, die Windjammer Gorch Fock, das Segelschulschiff
der Bundesmarine. Ebenfalls akribisch nachgebaut, nach Bildern, Plänen,
die sich Stoletzky besorgt hat. Einmal schon hat er die Gorch Fock in der
Realität gesehen. Und auf der Wand hinter dem Dreimaster werden die
Sterne glitzern, lauter kleine Glühbirnchen auf einem nachtblauen Untergrund;
natürlich ist auch das Kreuz des Südens zu sehen.
Bei aller Ernsthaftigkeit, mit der die Gondelfahrt vorbereitet wird und
mit der nach den Motiven gesucht wird, ein bisschen Gaudi muss schon auch
dabei sein. Und so wird Manfred Homolka, der Macher des Festzugs, auf einer
Gondel vertreten sein; in einer Rolle, die ihm wohl behagen wird, als König
von Hawaii.
Auf einer anderen Gondel werden die geheimnisvollen Riesenköpfe von
den Osterinseln an
den Besuchern vorbei gleiten, und wohl zum ersten Mal wird es am Pichelsteinersamstag
die Möglichkeit geben, auf dem mitteleuropäischen Regenfluss eine
Äquatortaufe zu erleben. Denn die wird auch dargestellt. Wahre Experten
für die christliche Seefahrt werden auf dieser Gondel die Äquatortaufe
zelebrieren, Mitglieder der Marinekameradschaft Regen-Viechtach.
„Oa Woch länger war scho ned schlecht gwes’n“, sagt
Stoletzky zum Stand der Vorbereitungen, bei denen auch immer wieder einmal
Günther Arend vorbeigeschaut hat. Denn Arend ist der Mann, der für
die Pichelsteiner die Gondelfahrt kommentieren wird.  |
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PNP
22.07.2008
Pichelsteinerfest: Viele Polizisten für die Party-Hungrigen
Die
Sicherheit wird auch heuer wieder groß geschrieben - Schutz der Jugendlichen
steht an erster Stelle
Regen.
Den Gedanken, beim Pichelsteinerfest Jugendliche über 16 Jahren nur
mit Bändchen in die Tierzuchthalle zu lassen, haben Stadt und Polizei
wieder verworfen. „Der Aufwand ist zu groß“, meint Martin
Wisbauer von der Stadtverwaltung. Die Kontrollen schwer umsetzbar. Dennoch
werde der Jugendschutz Schwerpunkt sein, sagt Wilhelm Völkl, Leiter
der Polizeiinspektion Regen.
Bis zu 60 Kinder und Jugendliche hat die Polizei im vergangenen Jahr zu
späterer Stunde
an einem Abend unbeaufsichtigt auf dem Festplatz angetroffen. „Kinder
dürfen bis 20 Uhr,
Jugendliche unter 16 Jahren
bis 22 Uhr ohne Eltern unterwegs sein“, erklärt Völkl. „Wenn
wir jemand mehrmals aufgreifen, geben wir den Namen
an das Jugendamt weiter.“
Die Polizei werde auch verstärkt darauf achten, dass kein
Alkohol an Minderjährige abgegeben werde, meint der Polizei-Chef.
Ansonsten werde man an dem Sicherheitskonzept der vergangenen Jahre festhalten,
sagt Wisbauer. Die 30 Regener Polizisten erhalten Unterstützung von
der Bereitschaftspolizei und dem Einsatzzug aus Straubing. Zwei Männer
vom Sicherheitsdienst halten zusätzlich von ein bis fünf Uhr nachts
Wache, erläutert Willy Schicker, seit 16 Jahren Platzmeister der Pichelsteiner.
Die Feuerwehr hat Sicherheitswache beim Festzug und hält die Zu- und
Abfahrtswege frei.
Die Tierzuchthalle beaufsichtigen Ordner, dort findet sich aber auch die
Festwache des Bayerischen Roten Kreuzes. „Wir sind immer mit sechs
bis acht Leuten und zwei Rettungsfahrzeugen beim Fest vertreten“,
erklärt Einsatzleiter Alfred Aulinger. Sanitäter, die auf Fußstreife
unterwegs sind, sind per Funk erreichbar. Das Einsatzaufkommen sei in den
vergangenen Jahren gestiegen, sagt Aulinger. Es gehe nicht nur um Kreislaufprobleme
und Schwächeanfälle. „Wir stellen vermehrt Alkoholmissbrauch
bei den Jugendlichen fest.“
Das Konzept sei ziemlich ausgereift und habe sich auch in der Vergangenheit
bewährt, sagt Wisbauer. Es sei eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten.
„Der positive Ruf des Pichelsteinerfestes soll auch künfigt erhalten
bleiben.“  |
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PNP
17.07.2008
Der Bayerwald als Styropor-Wunderwelt
Die
Pichelsteiner bauen einen Festzug zum Thema „125 Jahre Bayerischer
Wald-Verein“
Regen.
Vor ein paar Tagen hat Georg Pletl, Vorsitzender der Regener Wald-Vereins-Sektion,
die Vorstände der Nachbarsektionen nach Regen eingeladen, in die Hallen,
in der der Pichelsteinerfestzug entsteht. „Die waren begeistert, die
haben sich das gar nicht vorstellen können“, beschreibt Pletl
die Reaktionen der Wald-Vereinler. Sie sahen, was Manfred Homolka und seinen
Helfern zum Thema „125 Jahre Bayerischer Wald-Verein“ eingefallen
ist. 16 Wagen lang ist die Gratulation für den Jubelverein. „Wir
schätzen es schon sehr, dass uns die Pichelsteiner in diesem Jahr den
Festzug widmen“, sagt Pletl.
Und Manfred Homolka, ein Mann, der in Bühnen-Bildern und Szenerien
denkt, sagt zum Thema einfach nur: „Ein Traum.“ Bei Wald-Verein,
da dachte er an die drei Berghäuser, die der Verein besitzt, auf dem
Arber, der Oberbreitenau und auf dem Falkenstein; er dachte an das Vereinsheft,
das vierteljährlich herausgegeben wird; an die Rauhnacht, die die Sektion
Frauenau organisiert; an den Kulturpreis, den der Wald-Verein vergibt, an
die Arber-Kirchweih . . .
Seit Anfang Mai sind aus den Ideen Aufbauten für die Festwägen
geworden. Detailliert wie kaum einmal zuvor hat sie Manfred Homolka mit
seinen Helfern gestaltet. Einer fehlt in diesem Jahr, Fritz Müller.
Er hat über viele Jahre gemeinsam mit Homolka die Festzug-Truppe geleitet,
im Dezember vergangenen Jahres ist Müller gestorben. „Muss gehen“,
sagt Homolka knapp auf die Frage, wie es ohne Müller gehe. Aber er
fehlt den Machern des Festzugs, die in diesem Jahr so viel Styropor wie
noch nie zuvor verbaut haben. Kann man gerne glauben, wenn man die Darstellung
des Arber-Schutzhauses sieht. Es steht in einem dichten Wald aus Styropor-Bäumen.
Insgesamt drei Eimer Styropor-Kleber hat Homolka gebraucht - und Dutzende
Packungen Schaschlik-Spieße, die die filigranen Objekte am richtigen
Ort halten.
Eine Besonderheit ist der Festzug nicht allein wegen des Themas, wegen der
besonderen Gestaltung der Wägen, eine Besonderheit sind auch die Fußgruppen.
15 Wald-Vereins-Sektionen werden hinter den einzelnen Festwägen marschieren.
Teils in alten Gewändern. So wie die Wald-Vereinler aus Bayerisch Eisenstein.
Sie gehen hinter dem Wagen mit dem Arberschutzhaus, das in einer Winter-Traumlandschaft
steht. Und sie tragen historische Ski-Kleidung, alte Skier. Folgende Sektionen
sind mit einer Fußgruppe dabei: Deggendorf, Lindberg, Bayerisch Eisenstein,
Bischofsmais, Regen, Langdorf, Spiegelau, Bodenmais, Rinchnach, Zwiesel,
Kirchberg, Arnbruck, Kirchdorf, Frauenau und Viechtach.  |
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PNP
16.07.2008
Der Wald-Verein als Sponsor für das Pichelsteinerfest
Regen.
Als die Idee erstmals ausgesprochen worden ist, da war Georg Pletl, Vorsitzender
der Regener Wald-Vereins-Sektion, noch sehr skeptisch: Ob die Pichelsteiner
das wirklich machen würden? Einen Festzug dem Bayerischen Wald-Verein
widmen, der in diesem Jahr seinen 125. Geburtstag feiert? Aber die Pichelsteiner
mit Präsident Karlheinz Stern und Festzuggestalter Manfred Homolka
waren gleich ganz begeistert von dem Thema. „Möglichkeiten ohne
Ende“ sah Homolka sofort für die 21 Wägen, die den Pichelsteinerfestzug
bilden. Die Wald-Vereins-Mitglieder waren begeistert, dass sie zu ihrem
Jubiläum gleich einen Festzug spendiert bekommen. Als Unterstützung
für die Pichelsteiner revanchierten sie sich mit einem 3000-Euro-Scheck,
den Pichelsteiner-Kassier Otto Pfeffer strahlend entgegennahm. Mit dabei
bei der Übergabe war Wald-Vereins-Präsident Heinz Wölfl:
„Ich bin stolz, Mitglied in beiden Organisationen zu sein“,
meinte Wölfl.
Bei der Übergabe (von links): Regens Sektionsvorsitzender und 3. Vorsitzender
des Gesamtvereins, Georg Pletl, Pichelsteiner-Kassier Otto Pfeffer, stellvertretender
Wald-Vereins-Vorsitzender Alfred Resch, Pichelsteiner-Präsident Karlheinz
Stern, Wald-Vereins-Geschäftsführer Sepp Oswald und Wald-Vereins-Präsident
Heinz Wölfl.  |
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PNP
14.07.2008
Neue Mitglieder bei den Pichelsteinern
Regen.
Die Vorbereitungen sind im Plan, in nicht ganz zwei Wochen kann es losgehen,
das größte Heimatfest des Bayerischen Waldes, das Pichelsteinerfest.
Bei der letzten Sitzung der Pichelsteiner vor dem Fest hat das Pichelsteinerkomitee
zwei neue Mitglieder aufgenommen. Das eine neue Mitglied hat schon sein
Leben lang intensiven Kontakt zum Fest, es ist Josef Falter jun., als Braumeister
mittlerweile seit mehreren Jahren auch für das Festbier zuständig.
Das zweite Neumitglied ist erst seit wenigen Monaten in Regen, Bataillonskommandeur
Oberstleutnant Bernd Prill. Den beiden Neumitgliedern steckte Pichelsteinerpräsident
Karlheinz Stern das Pichelsteinerabzeichen an.
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PNP
03.07.2008
Die Wasserspieler sind schon Feuer und Flamme fürs Pichelsteinerfest
Seit
Wochen wird die Anlage ausgebessert und erweitert
Regen.
Andreas Pledl taucht ein in das Gewirr aus Leitungen und Kabeln, er windet
sich
zwischen einem Auftriebskörper und dem Rohrstück, das
er anschweißen soll. Es ist so eng, dass es ihn einige Mühe kostet,
ein bisschen Abstand zwischen Gesichtsschutz und Schweißelektrode
zu bekommen. Pritzelnd schließt sich die Schweißnaht zwischen
dem Rohr und dem Anschlussstück für die neue Pumpe. In gut drei
Wochen sollen durch dieses Anschlussstück, das Pledl gerade befestigt,
mehrere hundert Liter Wasser pro Minute rauschen und in der großen
Fontäne der Pichelsteiner-Wasserspiele in den Himmel spritzen. Von
den Rohren, Leitungen und den Auftriebskörpern, die ein bisschen an
Altmetall erinnern, wird dann nichts zu sehen sein. Allein die Düsen
ragen aus dem Wasser.
„Die Arbeit geht nie aus“, sagt Helmuth Pfeffer, der im Pichelsteinerkomitee
für die Wasserspiele verantwortlich ist. Gemeinsam mit den Komitee-Mitgliedern
Markus Bartl, Uwe Resch und Georg Wenig. Besonders strapaziert hat im vergangenen
Jahr der Wehrbruch zwei Tage nach Ende des Fests die Einbauten. Der Schwall
aus Wasser, Schlamm, Dreck und Sand, der nach dem Stausee-Wehrbruch über
die Anlage schwappte, hat Metall verbogen, Gelenke und Lager verdreckt und
auch den Pumpen zugesetzt. Und auch mit so profanen Dingen wie Diebstahlsschäden
müssen sich die Wasserspieler auseinandersetzen. Düsen sind abgeschraubt
worden, müssen ersetzt werden.
Mit der Wassertiefe im Regenfluss unterhalb der Sparkassen-Insel ist Pfeffer
jetzt zufrieden. Nachdem ein Bagger in der vergangenen Woche das Bett ausgebaggert
hat, haben die Wasserspiele wieder genug Wasser unter dem Kiel.
Am 12. Juli werden die Wasserspiele in den Regen gehoben, ein Kraftakt,
der einen Schwerlastkran erfordert. Die größte Anlage wiegt allein
3,3 Tonnen, alle Anlagen zusammen haben ein Gewicht von mehr als sechs Tonnen.
Und wenn die Ungetüme aus Metall im Wasser schweben, beginnt das Anschließen,
das Ausrichten und Justieren - damit die Wasserspiele an den Pichelsteinertagen
nicht nach schwerer Arbeit, sondern nach Leichtigkeit und Eleganz aussehen.
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PNP
26.06.2008
Die Pichelsteiner feiern und arbeiten
Festzug
und Gondelfahrt im Aufbau
Regen.
In Metten loderten die Flammen des Johannisfeuers der Pichelsteiner. Im
Schein der Flammen begrüßte Präsident Karl-Heinz Stern alle
Mitwirkenden an der Darstellung dieses großen Ereignisses. Nach einer
Gedenkminute für das verstorbene aktive Mitglied Fritz Müller
dankte der Präsident den aktiven Helfern für ihre Arbeitseinsätze,
bei denen aus Styropor, Holz und Farbe wahre Kunstwerke entstehen. Gemäß
dem Motto des Festzuges „125 Jahre Wald-Verein“ werden dabei
unter anderem Kapellen und ortstypische Häuser in einer wunderschönen
Miniatur-Landschaft dargestellt. Stern würdigte die Helfer und vor
allem dem Ideengeber und Gestalter Manfred Homolka. Auch Ilse Oswald hatte
sich bei einem Rundgang von der Vielfalt und Präzision des Dargestellten
überzeugt und dankte im Namen der Stadt. Besonders begeistert war sie
von dem als Modell geformten Dreimaster-Segelschiff. Sein Schöpfer
ist der bei den Gondlern wirkende Edwin Stoletzky, der für das Motto
„Südsee-Träume“ und seine Ausgestaltung verantwortlich
ist.  |
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PNP
25.06.2008
Baggern
für mehr Tiefgang beim Pichelsteinerfest
Regen. Sie hätten Probleme mit der Wassertiefe bekommen, die Gondelfahrer
und die Wasserspieler beim Pichelsteinerfest, denn viel Schlamm und Sand
aus dem Stausee hat sich in den vergangenen Jahren unterhalb der Sparkasseninsel
abgesetzt. Gestern hat ein Mitarbeiter der Firma Zankl mit seinem Bagger
begonnen, die Fahrrinne zu vertiefen. Das ausgebaggerte Material wird am
Ufer aufgeschüttet, um es vor Ausschwemmungen zu schützen.  |
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PNP
31.01.2008
Ein
Forstexperte spricht beim Tag der Landwirtschaft
Regen. „Einen richtigen Spezialisten zum Thema Forst haben wir beim
Tag der Landwirtschaft am Pichelsteinerfest schon lange nicht mehr gehabt,
aber in diesem Jahr können wir dasThema besetzen“, freut sich
Leitender Landwirtschaftsdirektor Josef Steinhuber, der den Tag der Landwirtschaft
mit BBV-Kreisobmann Josef Pletl organisiert. Sie konnten Michael Prinz zu
Salm-Salm für den Vortrag gewinnen. Prinz Salm-Salm ist Präsident
der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Waldbesitzerverbände, damit quasi
Deutschlands oberster Waldbauer. Prinz Salm-Salm ist nicht nur Waldeigentümer,
sondern auch Winzer; und als Winzer in Deutschland einer der Vorreiter des
Öko-Anbaus. Der Tag der Landwirtschaft beim Pichelsteinerfest findet
am Dienstag, 29. Juli, statt. |
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