Pressemitteilungen 2005


Zeitungstexte stammen von der PNP - Passauer Neuen Presse

PNP 09.08.2005
Flotte Sache: Wasserspiele raus - Bühne rein
Großaktion des THW für die Flussbühne - Eine Fontäne des Pichelsteinerfests bleibt im Fluss
Großeinsatz für das Technische Hilfswerk (THW): In einem parallelen Arbeitseinsatz wurden von drei Ortsverbänden mit 38 Helfern die Wasserspiele aus dem Regenfluss ausgebaut und die Flussbühne eingebaut. Schon am frühen Morgen begann das Technische Hilfswerk Regen die Schwimmanlagen von ihren Kabeln und Verankerungen zu befreien, so dass sie mit Hilfe einer angemieteten Kranfirma gegen 9 Uhr herausgehoben werden konnten. Durch das von der Freiwilligen Feuerwehr Regen zur Verfügung gestellte Tanklöschfahrzeug konnten die Wasserspiele schnell gereinigt werden. Am Vormittag konnten dann alle Anlagen in die Pichelsteiner Halle gebracht werden, wo sie während des Jahres lagern. Bis auf eine Fontäne, die bis zum Ende der Flussbühne noch im Regenfluss bleibt. Parallel dazu wurde von den THW-Ortsverbänden Straubing und Regensburg damit begonnen, eine Pontonplattform zu bauen. Diese Pontons sind multifunktionelle Schwimmkörper ohne eigenen Antrieb, die vom THW als Boote, Brücken, Fähren oder eben zum Plattformbau verwendet werden. Vom Ortsverband Regen wurde dann noch ein Holzgerüst mit einem Boden angebracht, das auch mit Geländern gesichert wurde. Somit steht die Regener Flussbühne wieder bereit für die erste Veranstaltung am Sonntag, 14. August.

PNP 05.08.2005
Große Gaudi und gute Geschäfte
Festwirtsfamilie und Schausteller sind mit dem Pichelsteinerfest 2005 trotz Regens am Samstag sehr zufrieden
Wenn Scherben wirklich Glück bringen, dann können Elisabeth und Sepp Falter, die Pichelsteiner-Festwirte, vollauf zufrieden sein. Rund 2000 Maßkrüge sind an den sechs Tagen des größten Volksfestes im bayerischen Wald zu Bruch gegangen. Elisabeth Falter bezeichnet die Scherben zusammen mit der ausgefallenen Gondelfahrt aber als „den einzigen Wermutstropfen. Ansonsten sind wir sehr, sehr zufrieden.“ Allein die Bedienungen im Biergarten vor der Festhalle haben das Regenwetter am Samstag im Geldbeutel zu spüren bekommen. Bei ihren Kolleginnen ging’s dafür umso mehr zu, am Freitag und Samstag musste die Tierzuchthalle zwischenzeitlich sogar gesperrt werden, so groß war der Andrang. „Das hat es noch nie gegeben, jetzt haben wir schon Münchner Verhältnisse“, spielt Sepp Falter auf das Oktoberfest an. In der Tierzuchthalle war jeden Abend Remmi-Demmi, anscheinend kamen auch immer mehr junge Leute aus dem weiteren Umland zum Abfeiern, meint die Festwirtin. Viele standen schon um acht Uhr auf Bänken, die mahnenden Security-Leute konnten sie kaum davon abhalten, auch auf die Tische zu steigen. Jeden Abend gingen an die fünf Garnituren kaputt. Zwei Drittel der 2000 Krüge sind in der Tierzuchthalle zerbrochen, jeden Morgen mussten die Scherben schubkarrenweise herausgefahren werden. Sepp Falter stellt sich das so vor, dass manche Leute einfach die Krüge vom Tisch wischten, wenn sie darauf tanzen wollten. Schlägereien mit Maßkrügen waren die große Ausnahme.
Die Schausteller ziehen zufrieden weiter. Fritz Thalkofer vom Kettenkarussel etwa meint: „Es ist nur schade um den Samstag, aber die anderen Tage haben das eigentlich wieder wettgemacht. Ich bin total zufrieden“.
Das sind auch die drei Regener Taxiunternehmer und ihre Fahrer. Die erste Welle von Fahrgästen war meist gegen acht Uhr abends, wenn die Älteren heimgingen, ab Mitternacht folgten die Jüngeren. Die Festbesucher mit der größten Ausdauer bestellten erst um sieben Uhr morgens ein Taxi.

PNP 04.08.2005
Gestern ist der letzte Jubel verklungen
Heute und morgen wird noch kräftig aufgeräumt, dann ist fast nichts mehr zu sehen von den vergangenen sechs Tagen mit sehr viel Jubel und Trubel und Heiterkeit und ein paar Aggressionen. Das Pichelsteinerfest 2005 ist Vergangenheit. Richtig genießen konnten es die Kinder. Wie die kleinen Pichelsteinerköche aus den 3. und 4. Klassen der Grundschule Regen. Am Montagnachmittag nach ihrem letzten offiziellen Auftritt machten sie sich wieder auf ihren Rundgang über den Festplatz und genossen Freifahrten. Wie im Schnee-Express (Bild) von Willy Moser. Der testete mit einer langen Vorwärts- und einer noch längeren Rückwärtsfahrt gleich mal die Mägen der Kinder. Aber wie die begeisterten Mienen und die Schreie des Entzückens beweisen: Das Höchste auf dem Fest ist einfach, wenn es richtig rund geht.

PNP 04.08.2005
In der Nacht zum Mittwoch: Wieder Raufereien auf dem Pichelsteinerfest
Zwei Verletzte hat es bei Schlägereien in der Nacht zum Mittwoch auf dem Pichelsteinerfest gegeben. Gegen 0.20 Uhr wurde ein 17-jähriger Schüler aus Kirchdorf von einem unbekannten Mann zusammengeschlagen worden. Der Schüler zog sich am linken Auge eine Platzwunde zu. Die Auseinandersetzung ereignete sich im Bereich vor dem Gasthof Falter. Der 17-Jährige beschrieb den Täter folgendermaßen: 17-18 Jahre alt, 175-180 Zentimeter groß, schwarze Haare und schwarz gekleidet. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden; Tel. 09921/9408-0.
Gegen 22.30 Uhr wurde am Dienstag in der Tierzuchthalle ein 19-jähriger Mann aus Regen von einem 16-jährigen Regener geschlagen und verletzt. Der 19-Jährige musste mit einer Platzwunde am Kopf ins Krankenhaus gebracht werden. Gegen den 16-Jährigen wird Anzeige wegen Körperverletzung erstattet. Zudem wurde dem Jugendlichen für den Festplatz- bzw. Festhallenbereich für dieses Jahr ein Betretungsverbot erteilt.

PNP 04.08.2005
600 Maß, 500 Gickerl und Musik vom Bürgermeister

Es ist der Tag mit dem höchsten Durchschnittsalter unter den Besuchern der Pichelsteinerfestes. Wer mindestens 70 Jahre alt ist und im Stadtgemeindegebiet Regen wohnt, konnte gestern auf dem Fest ganz billig Mittag essen. Der letzte Festtag ist Seniorentag und die Stadt, die Pichelsteiner und die Brauerei Falter laden die Senioren ein. 200 Paar Bratwürstl und etwa 500 halbe Gickerl spülten die grau melierten Gäste mit 600 Maß Bier bzw. Radler hinunter. Ein Teil der Senioren wurde extern verköstigt: Im Altenheim St. Elisabeth wird seit zwei Jahren ein „kleines Pichelsteinerfest“ gefeiert. 80 halbe Gickerl, 80 Paar Bratwüstl und sechs Kästen Festbier sind für dieses kleine Fest ins Altenheim am Grubhügel geliefert worden. Und wer seinen Teller brav leer gegessen hatte, hatte die Wahl zwischen zwei Arten von Nachtisch: Dekan und Stadtpfarrer Josef Ederer versüßte den Senioren den Nachmittag mit Schokolade, sein evangelischer Kollege Heiko Hermann aus Bodenmais verteilte Zigarren. Willkommen geheißen wurden die Senioren nicht nur vom Stadtpfarrer, sondern auch von Pichelsteiner-Präsidentin Ilse Oswald und von Bürgermeister Walter Fritz. Der blieb etwas länger auf der Bühne als seine Vorredner, lieh sich von den „Hamel Buam“ eine Quetschn aus und spielte mit den Musikern für die Senioren ein Ständchen. Das gefiel auch der Truppe aus March und Umgebung. Zenta Treml aus Edhof, die Chauffeurin der Damen-Truppe, (rechts im Bild) war extra zwei Touren gefahren, um alle sieben zum Pichelsteinerfest zu bringen. Darauf stießen die Damen gut gelaunt an. Andere Besucher waren nicht so guter Stimmung, wie Kurt Fiederling zu spüren bekam, der mit Helmuth Pfeffer am Halleneingang die Bier- und Essensmarkerl ausgab. Ein Gast, der seiner Meinung nach zu lange auf sein Essen warten musste, knallte ihm wutentbrannt die Gratis-Marke auf den Tisch und machte sich nach ein paar unflätigen Bemerkungen davon

PNP 03.08.2005
Damit die Party-Stimmung nicht umkippt
Die andere Seite des Pichelsteinerfestes - Heute: Sicherheitsmann Hans Edenhofer
Das Pichelsteinerfest ist ein Vergnügen für Tausende - und harte Arbeit für viele. In einer kurzen Reihe stellen wir Menschen vor, die hinter den Kulissen des Fests aktiv sind.
Die Tierzuchthalle ist voll. Die Besucher stehen auf den Bierbänken, klatschten und springen im Takt der Musik. Die Bedienungen müssen schwer schleppen, um den Durst der Festbesucher zu stillen. Der 44-Jährige Hans Edenhofer vom Sicherheitsdienst D.B.S. aus Straubing sorgt mit seinen Kollegen dafür, dass die Partystimmung nicht umschlägt und in Streitereien ausartet.

PNP 03.08.2005
Herrn Schickers Wundertüte

Man muss wohl 13 Jahre Erfahrung mit dem Pichelsteiner-Kindertag haben, um die Situation so ruhig zu meistern wie Platzwart Willi Schicker. Denn die erinnerte stark an eine Lebensmittelverteilung in einem Krisengebiet: Schicker, auf dem Drehleiterfahrzeug der Regener Feuerwehr stehend, rund um das Fahrzeug ein Meer von Kindern, die Arme flehentlich gereckt. Deren Höflichkeit („Herr Schicker, Herr Schicker!“) hindert sie nicht daran, selbst aufs Feuerwehrauto zu klettern. Ziel der Begierde sind die Schachteln voller Ermäßigungsmarken für die Fahrgeschäfte, die Schicker alljährlich bei den Schaustellern einsammelt und am Kindernachmittag wieder unters (junge) Volk bringt. Das ließ ihn erst vom Fahrzeug absteigen, nachdem er seine Hosentaschen nach außen gekrempelt hatte: Alle Marken verteilt. Christa Limböck, Kindertags-Beauftragte der Pichelsteiner, wahrte etwas mehr Distanz. Sie schwebte im Korb der Drehleiter weit über dem Boden und verteilte mit vollen Händen zwölf Kartons voll Bonbons über dem Festplatz. Gut angekommen ist auch die „Reise nach Afrika“, die Handpuppenspielerin Beate Welsch in der Pichelsteiner-Festhalle für die Kinder spielte.

PNP 03.08.2005
Festbesucher nimmt unfreiwilliges Bad im Regen

Einen schlechten Scherz hat sich ein bisher unbekannter Pichelsteinerfest-Besucher am Freitag gegen 23 Uhr erlaubt. Zu dieser Zeit überquerte ein 21-jähriger Student die Brücke zwischen den beiden Festplätzen. Auf dem Steg wurde dem Studenten schlecht und er beugte sich über das Geländer. Diese hilflose Situation nutzte offenbar der Unbekannte aus, packte den Mann an den Füssen und warf ihn in den Fluss. Der Student konnte sich schwimmend ans Ufer retten und wurde dort vom BRK versorgt. Zur Vorsorge wurde er ins Krankenhaus Zwiesel gebracht. Nach einer Nacht im Krankenhaus konnte er wieder nach Hause entlassen werden. Bei dem Sturz hatte er sich eine Schürfwunde am Kopf zugezogen. Zeugen, die diesen Vorfall beobachtet haben, werden gebeten, sich bei der Polizei Regen unter Tel. 09921/ 94080 zu melden.

PNP 03.08.2005
Miller will Milch als „sensibles Produkt“
Landswirtschaftsminister Hauptredner beim Tag der Landwirtschaft - BBV-Vertreter kritisieren Bürokratie
Steht auf den Frühstückstischen in China bald Milch und Käse von bayerischen Kühen? Wenn es nach dem bayerischen Staatsminister für Landwirtschaft und Forsten Josef Miller geht, könnte es bald soweit sein. Am Tag der Landwirtschaft auf dem Pichelsteinerfest hat sich der Minister gestern für die Pflege der Absatzmärkte auch in Osteuropa und Asien stark gemacht. Miller lobte die Landwirtschaft als innovative Branche, die vielen Menschen Arbeit gebe und die Kulturlandschaft erhalte.
Im fast vollbesetzten Falter-Saal forderte der Minister eine wettbewerbsfähige Milchwirtschaft. Allerdings dürften in Deutschland keine anderen Regeln als in anderen EU-Ländern gelten. Wie zuvor MdB Ernst Hinsken in seinem Grußwort, sprach sich auch der Minister dafür aus, EU-Verordnungen 1:1 umzusetzen und keine nationalen Alleingänge zu unternehmen.

PNP 02.08.2005
Weg zum Erfolg: Inlandsgeschäft sichern, im Ausland wachsen

In und vor der Tierzuchthalle ist es in der Nacht auf Montag gegen Mitternacht zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen Sicherheitsleuten und alkoholisierten Besuchern des Pichelsteinerfests gekommen, wie die Polizei mitteilt. Im Verlaufe der Tätlichkeiten versetzte ein einschlägig bekannter Regener einem der Wachleute einen wuchtigen Kopfstoß, so dass dieser eine Prellung am Auge davontrug.
Nachdem noch weitere Festbesucher auf die Sicherheitsmänner losgingen, setzten diese Tränengas ein. Dabei wurden der Angreifer und ein weiterer der Polizei nicht unbekannter Beteiligter außer Gefecht gesetzt und mussten im Krankenhaus behandelt werden. Zwischen 2 und 3 Uhr war die Polizei dann wieder gefordert. Die Beamten schritten mehrmals gegen grölende Festbesucher ein. Zwei der Zecher zeigten sich gegenüber der Polizei „beratungsresistent“, wie die Polizei in ihrem Bericht schreibt. Sie setzten ihre Gesänge und Rufe lautstark fort. Die Konsequenz für die nächtlichen Sänger war, dass die Beamten sie auf die Inspektion mitnahmen. Mehrere Rangeleien und Schubsereien konnten im Ansatz unterbunden werden. Die Beteiligten wurden getrennt und nach Hause geschickt.

PNP 02.08.2005
Hinter der Schänke: Eine saubere Sache
Die andere Seite des Pichelsteinerfestes - Heute: Maßkrugwäscher Karl Handlos
Das Pichelsteinerfest ist ein Vergnügen für Tausende - und harte Arbeit für viele. In einer kurzen Reihe stellen wir Menschen vor, die hinter den Kulissen des Fests aktiv sind.
Während in der Pichelsteinerhalle die ersten Besucher ihren Tischnachbarn zuprosten, sorgen Karl Handlos und andere Helfer dafür, dass auch die nächsten Festgäste einen sauberen Maßkrug zum Anstoßen bekommen. Der 24-jährige Rinchnacher studiert Wirtschaftsingenieurwesen in Landshut. In den Semesterferien sortiert er heuer zum dritten Mal beim Fest mehrere Tausend Krüge in die Spülmaschine, wäscht im Spülbecken Lippenstiftreste von den Maßkrügen oder rollt Getränkefässer aus der Kühlung.

PNP 02.08.2005
Weg zum Erfolg: Inlandsgeschäft sichern, im Ausland wachsen
Arnstorfer Unternehmer Hans Lindner spricht beim „Tag der Wirtschaft“ über Erfolgschancen in Zeiten von Globalisierung und EU-Osterweiterung
Wie gut seid ihr?“ Diese Frage entscheidet in Zeiten von Globalisierung und EU-Erweiterung über Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens. Das machte der Arnstorfer Erfolgsunternehmer Hans Lindner gestern beim „Tag der Wirtschaft“ auf dem Pichelsteinerfest deutlich.
Höchste Qualität, verlässliche Termine, echte Kundenbeziehungen - wer diese hohen Ansprüche erfüllt, dem bieten offene Handelsgrenzen große Chancen, ist Lindner überzeugt. Und das gelte nicht nur für Großbetriebe, sondern auch für kleine Handwerker. Allerdings müssten auch die Mitarbeiter diesen hohen Ansprüchen gerecht werden. Im Unternehmen Lindner mit elf Produktionsstandorten in sechs Ländern sieht das so aus: Aufstiegschancen hat nur, wer zweisprachig ist oder es binnen zwei Jahren wird. Die Beschäftigten scheinen diese Ansprüche zu erfüllen. Denn: „Das Beste an uns sind unsere Mitarbeiter“. Sie zu fördern und global zu fordern, gehört zur Lindner´schen Unternehmensphilosophie.
Seine Strategie ist international: Den Standort im Inland sichern und im Ausland wachsen. „Wir haben in Deutschland keine Wachstums-Chancen“, ist er überzeugt. Dreh- und Angelpunkt eines erfolgreichen Unternehmens sei die Qualität seines Produktes oder seiner Dienstleistung, erst danach spiele der Preis eine Rolle. Das hat Lindner unter anderem erlebt, als er über seinen bisher größten Auftrag, den Bau des Flughafens Hongkong, verhandelt hat.
Aber unternehmerische Tugenden und top Mitarbeiter reichen heutzutage nicht mehr aus, gab Lindner zu bedenken. Gerade die Grenzregion bräuchte mehr EU-Gelder, damit sich die „Aufsteigerregion Niederbayern“ nicht auf den Großraum Landshut beschränke.
Dass es in vielen Betrieben ums nackte Überleben geht, weiß Franz Prebeck, Präsident der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz aus der Praxis. „Die Grenze des Rationalisierens ist erreicht“, weiß der Vertreter von 20 000 Handwerksbetrieben. Bedenklich sei die extreme Abhängigkeit der Handwerker von den Banken: „Die Besten wirtschaften mit 30 Prozent Eigenkapital“. Bedenklich sei, so Prebeck, dass sich die Haltung „Geiz ist geil“ bis in die Politik fortsetze. Die Zeiten, in denen das Land oder die Kommunen die größten Auftraggeber waren, seien lange vorbei.
Die deutsche Wirtschafts- und Steuerpolitik sei auf die EU-Osterweiterung nicht vorbereitet gewesen, kritisierte Prebeck und nannte als positives Gegenbeispiel Österreich. Den Weg aus der Misere könnten die Unternehmen nur mit finanzieller Hilfe schaffen. „Wir wissen selbst, was uns hilft - aber wir brauchen eine Anschubfinanzierung“, machte Prebeck klar und bot die Unterstützung der Kammer an. Über 5000 Unternehmer habe die Handwerkskammer bereits auf ihrem Weg ins Ausland professionell begleitet.
Landrat Heinz Wölfl, der die Veranstaltung moderierte, nannte ein vielversprechendes Erfolgsrezept für die Zukunft: „Nur wenn wir zu den Besten gehören, sind unsere Arbeitsplätze sicher“. Dafür seien auch Schulen und Ausbildungsbetriebe gefordert. Sind Erfolgshunger und Ehrgeiz bei der Jugend stark genug? fragte er in die Runde.
1,9 Millionen Arbeitsplätze seien in den nächsten sechs bis sieben Jahren vor allem im Grenzraum in Gefahr, zitierte MdB Ernst Hinsken aus einer aktuellen Studie des Industrie- und Handelstages. Seine Meinung zum Thema Fördergelder: „20 Prozent Fördergefälle zwischen alten und neuen EU-Ländern genug“.
Dass in Deutschland über EU-Vorgaben hinaus nationale Hemmnisse geschaffen werden, kritisierte MdL Helmut Brunner in seinem Grußwort. Er sprach von „Investitionsbremsen in den Köpfen“, die schon Investitionsverweigerung seien. Wegen der „furchtbar schlechten Auftragslage“ bei den Mittelständlern sei es überlebensnotwendig an der Grenzlandförderung festzuhalten, sagte Brunner.
„Unternehmerische Freiheit geht vor Gleichheit“, unterstrich Landrat Heinz Wölfl die Forderung aus der Diskussionsrunde nach längst überfälligem Bürokratieabbau. Dann habe gesunder Wettbewerb wieder eine Chance.

PNP 02.08.2005
1600 Liter Pichelsteiner in zwei Stunden ausgelöffelt
Geschmacksurteil: „Und es schmeckt guad“
Nur am Pichelsteinermontag gibt es das wahre Pichelsteiner. So viele Regener und Gäste wollten es sich gestern nicht entgehen lassen, dass der Eintopf schon nach weniger als zwei Stunden aus war. „Mir ist das aber lieber als wenn was überbleibt, so wie letztes Jahr“, sagt Festwirtin Elisabeth Falter, „dann ist es umso begehrter“. Und begehrt war das Pichelsteiner. „Wir hätten statt der 1600 Liter auch noch mehr als die 1700 Liter vom letzten Jahr kochen können und immer noch wär’ alles weggegangen“, sagt Pichelsteinerkoch Günther Prinz. Er und sein Team haben seit Tagen nur Eintopf im Kopf. Zentnerweise Gemüse und Fleisch haben sie geputzt, geschnipselt und schön langsam eingekocht. Und was ein echter Koch ist, der fragt auch noch zum tausendsten Mal „Und?“ und freut sich über das Lob. Günther Prinz ist ein echter Koch. Er fragte gestern auch noch am frühen Nachmittag, wenn jemand in der Küche oben im Faltersaal einen Löffel von der allerletzen eisernen Reserve probierte. Auf die musste auch Bürgermeister Walter Fritz hoffen, denn in den Sälen hat er nichts mehr abbekommen. Dass es gut ist, das Pichelsteiner, weiß er aber auch ohne es zu probieren. Die kleinen Köche haben es ihm verraten.

PNP 01.08.2005
Das große Schnippeln vor dem Genuss
Die andere Seite des Pichelsteinerfestes - Heute: Küchenhelferin Anneliese Glashauser
Das Pichelsteinerfest ist ein Vergnügen für Tausende - und harte Arbeit für viele. In einer kurzen Reihe stellen wir Menschen vor, die hinter den Kulissen des Fests aktiv sind. Dass sich heute Mittag mehr als 3000 Festbesucher den Pichelsteiner-Eintopf schmecken lassen können, haben sie Festkoch Günther Prinz und den freiwilligen Küchenhelferinnen wie Anneliese Glashauser aus Zachenberg zu verdanken. Normalerweise arbeitet die 39-Jährige bei Rodenstock, am Wochenende schälte sie Zwiebeln, säuberte Kartoffeln, schnitt Lauch und gelbe Rüben klein oder hackte Petersilie. Auch vom Trubel am heutigen Festmontag wird sie nicht viel mitbekommen: Sie und ihre Kolleginnen spülen bis abends die Ess-Schüsseln ab.

PNP 01.08.2005
Gute Nachricht zum Tag der Wirtschaft: Linos baut

Der Zeitpunkt ist gut gewählt. Heute, am Tag der Wirtschaft am Pichelsteinerfest, wird Bürgermeister Walter Fritz eine gute Nachricht für die Stadt verkünden können: Die Firma Linos hat sich jetzt für einen Neubau ihrer Produktionsanlagen im Gewerbegebiet Metten entschlossen. Am 12. August soll der Spatenstich erfolgen, Linos hat die Einladungen dazu schon verschickt.
Beim Tag der Wirtschaft auf dem Pichelsteinerfest geht es ab 9.30 Uhr im Faltersaal um das Thema „Globalisierung und EU-Erweiterung - Probleme und Chancen für unsere Region“. Zum Thema sprechen Hans Lindner, Vorstandsvorsitzender der Lindner AG und Franz Prebeck, Präsident der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz. Landrat Heinz Wölfl moderiert die Veranstaltung, die um 9.30 Uhr beginnt.
Von der Wirtschaft zur Landwirtschaft. Am morgigen Dienstag ist bei der Bauernkundgebung der bayerische Landwirtschaftsminister Josef Miller zu Gast. Um 13.30 Uhr spricht er zum Thema „Land- und Ernährungswirtschaft Perspektiven für einen starken Wirtschaftszweig“.

PNP 01.08.2005
„Regen ist wunderbar“: Uraufführung beim Fest

Eine Uraufführung hat es am Freitag beim Festauftakt gegeben. Die Neue Regener Stadtkapelle spielte das Lied „Regen ist wunderbar“, das der Regener Peter Trivelli komponiert und getextet hat. Als Sängerin auf der Bühne: Pichelsteinerpräsidentin Ilse Oswald.

PNP 01.08.2005
Schäden zu groß: Die Gondelfahrt muss ausfallen

Enttäuschung bei den Gondlern. Am Samstagabend verhinderten der heftige Regen und das Gewitter die Gondelfahrt. „Bei Blitz und Donner wäre es unverantwortlich, aufs Wasser zu gehen“, so die Organisatoren der Gondelfahrt, die noch um 20.30 Uhr gehofft hatten, die Gondelfahrt doch durchzuführen. Gestern Nachmittag ist dann entschieden worden, die Gondelfahrt für dieses Pichelsteinerfest ganz abzusagen. Ursprünglich wollte man sie am morgigen Dienstagabend nachholen. „Die Schäden an den Gondeln waren zu groß, das hätten wir bis morgen nicht mehr hinbekommen“, sagt Martin Schnierle. Vor allem das leichte Hochwasser hatte die Aufbauten beschädigt. Ein Boot wurde vom Hochwasser mitgerissen und abgetrieben. Obwohl Pichelsteiner-Mitglieder die Gondler drängten, die Fahrt durchzuführen, blieben die hart.

PNP 01.08.2005
Raufereien zum Pichelsteiner-Auftakt

Handfeste Auseinandersetzungen hat es am Freitagabend auf dem Pichelsteinerfest in der Tierzuchthalle gegeben. Zwei Spezln stießen dort mit ihren Gläsern so heftig an, dass ein Glas zerbrach und die Splitter einen Unbeteiligten verletzten. Auf die Schadensregulierung angesprochen, schlug der Mann mit einem Maßkrug erneut auf den Tisch, wobei ein Splitter eine Frau an der Lippe verletzte. In der anschließenden Rangelei fiel der Mann auf die Frau, die krachte mit Kopf und Hüfte auf dem Betonboden. Sie wurde im Krankenhaus Zwiesel stationär aufgenommen. Mit dem Sicherheitsdienst in der Tierzuchthalle ist am Freitagabend ein 38-jähriger Regener in Konflikt geraten. Der Sicherheitsdienst wollte eine Gruppe alkoholisierter Festbesucher beruhigen. Es entwickelte sich eine Rauferei, bei der ein Betrunkener angeblich mit einem Maßkrug in Richtung des Sicherheitsdiensts geworfen haben soll. Ein Mann vom Sicherheitsdienst wurde am Arm verletzt. Der Täter wurde festgenommen und zur Dienststelle gebracht. Nach einer Blutentnahme wurde er in die Obhut seiner Frau übergeben. Im Umfeld dieser Auseinandersetzung kam es zwischen einem 33-jährigen Regener und einem Mann des Sicherheitsdienstes zu einer Rangelei. Der Regener wollte den Mann würgen. Auch er wurde angezeigt.

PNP 01.08.2005
Glück: Festzug ohne Faszination Wasser
Wetterglück: Der Umzug blieb trocken - Drei Monate harte Arbeit für eine Stunde Unterhaltung
Die andere Seite des Pichelsteinerfestes - Heute: Schausteller Paul Ortner aus München
Die Pichelsteiner-Gondler hatten „Faszination Wasser“ als Thema. Aber das Wasser von oben war zu viel. Die Gondelfahrt fiel aus. Der Festzug hatte Glück: Genau in der Zeit des Zugs war es gestern trocken. Erleichterung bei den Pichelsteinern, Freude bei den Zuschauern, und ein , farbenfroher und unterhaltsamer Zug.
Keine Spur von „Spar-Festzug“, von dem in mancher Pichelsteiner-Sitzung im Frühjahr noch geredet worden war. Über eine Stunde lang rollten die 18 Themen-Wägen an den Zuschauern vorbei, defilierten 26 Fußgruppen, fünf Blaskapellen und zwei Spielmannszüge durch die Stadt. „Regen bewegen“ war das Motto, und so konzentrierten sich Manfred Homolka und Fritz Müller als Gestalter auf die Dinge, die Regen zur Zeit wirklich bewegen. Dabei waren auch noch unverwirklichte Zukunftsprojekte: der Golfplatz, das Kinderhaus, der Kanu-Campingplatz. Fast zu schnell waren die Wägen vorbei, um die aufwändige Gestaltung bewundern zu können. Bunt und lebhaft wurde der Zug durch die Fußgruppen. Besonders stachen die bunten Kindergartenkinder, die Burgfreunde in ihren historischen Gewändern, die „Wurzelstöcke“ des Gartenbauvereins March und die Ski-Pioniere des TSV Regen hervor. Und die Freunde aus Mirebeau, die den Festzug mit französischer Fröhlichkeit und mit Gesang bereicherten.

PNP 30.07.2005
Mit ihm springen Bungee-Jumper sicher
Die andere Seite des Pichelsteinerfestes - Heute: Schausteller Paul Ortner aus München
Das Pichelsteinerfest ist ein Vergnügen für Tausende - und harte Arbeit für viele. In einer kurzen Reihe stellen wir Menschen vor, die hinter den Kulissen des Fests aktiv sind. Zum zweiten Mal erlebt der 19-jährige Münchner Paul Ortner das Pichelsteinerfest. Im vergangenen Jahr reisten der junge Schausteller und seine Familie mit dem Fahrgeschäft „Move it“ an, heuer haben die Ortners ein Bungee-Trampolin für Kinder und Erwachsene aufgebaut. Paul Ortner sorgt dafür, dass die Festbesucher sicher springen und dabei sauber bleiben: Er spannt bei Bedarf die Seile nach, achtet darauf, dass die Halterungen fest verschraubt sind oder schrubbt die Trampoline.

PNP 30.07.2005
1350 Kilometer auf Achse zum Pichelsteinerfest
50 Gäste aus der französischen Partnerstadt Mirebeau wurden am Donnerstag herzlich empfangen
Es war ein Wiedersehen alter Freunde am Donnerstag auf dem Stadtplatz. Mit einiger Verspätung fuhr der Bus mit 50 Franzosen aus Mirebeau vor, die Regener hatten da schon eine Weile gewartet. Die Tür ging auf, die Regener Stadtkapelle spielte einen Marsch und Marie France Goubault sprang aus dem Bus, fiel Ilse Oswald in die Arme. Bisous, Bisous, Küsschen, Küsschen tauschten die beiden Vorsitzenden des Deutsch-Französischen Freundeskreises. Gleich darauf begrüßte auch Bürgermeister Walter Fritz Marie France Goubault auf die französische Art.

PNP 30.07.2005
Der heiße Beginn des Pichelsteinerfests
Ein „kleiner Festzug“ als Ausmarsch - Zum ersten Mal waren Vertreter von Regens Partnerstadt Mirebeau dabei
Drei trockene Schläge, dann saß der Wechsel. Souverän hat Regens 1. Bürgermeister Walter Fritz gestern Nachmittag das erste Fass Pichelsteiner-Festbier angezapft und damit das 131. Pichelsteinerfest eröffnet. Begehrt war das Bier bei der brütenden Hitze. Nach einem Auszug, der wohl der längste und farbenprächtigste in der Pichelsteinergeschichte war.
Komitee und Stadtrat, Pichelsteinerkoch mit kleinen Köchen, Festwirt mit Bedienungen, Schützenverein, zwei Musikkapellen, Brauereiwagen und Ehrenkutsche sind Standard. Aber dann waren noch die Theatergruppe „Schwarzer Leberkas“, die Moizerlitzer Eisschützen, die Burgfreunde Weißenstein mit ihren schweißtreibenden Kostümen und die große Delegation aus Mirebeau, die sich in ihre französische Tracht gewandet hatte. Kleine Beobachtung am Rande: Pichelsteiner-Präsidentin Ilse Oswald marschierte nicht mit dem Komitee, sondern wie in den Vorjahren mit den kleinen Köchen.

PNP 29.07.2005
Höchster Einsatz für die Licht-Krone

Nein, direkter Anlieger des Pichelsteinerfestes ist Mesner Alois Kreuzer nicht, auch wenn er von „seinem“ Kirchturm aus den Festplatz gut im Blick hat. Was er gestern in luftiger Höhe machte, hatte aber sehr wohl mit Regens fünfter Jahreszeit zu tun. In sieben Fensterbögen sind unter der Turmzwiebel jeweils 25 Glühbirnen fest installiert. Zur leuchtenden Krone über der Stadt wird der Turm aber nur zweimal im Jahr für wenige Tage: Vor Weihnachten und an den sechs Pichelsteiner-Tagen. Danach richten sich die zwei Inspektions-Touren des Mesners. Gestern Mittag schaltete er wieder einmal die Beleuchtung ein, dann zwängte er sich mit einem großen Karton voller Ersatz-Birnen durch die Ausstiegsluke. Wenn es sein muss, steigt er heute nach der letzten Rundum-Inspektion von unten noch einmal über die zwei schwankenden Leitern hinauf. „Jede kaputte Birne fällt auch von unten sofort auf“, sagt er. Als Mesner lässt er sich bei dieser Arbeit übrigens nicht anreden: „Ich mach’ das ehrenamtlich, die Beleuchtung gehört nämlich der Stadt.“

PNP 29.07.2005
Pichelsteiner-Premiere für Dirigent Roland Döringer

Für das Blasorchester der Stadt Regen war es schon die neunte Serenade vor dem Pichelsteinerfest; für den wichtigsten Mann des Orchesters war die Serenade eine Premiere. Dirigent Roland Döringer, der im vergangenen Jahr die Leitung des Orchesters übernommen hatte, führte zum ersten Mal bei der Pichelsteiner-Serenade den Taktstock. Souverän leitete er das Ensemble, das das Programm - es reichte von Rockigem bis zu Bierzeltseligem - perfekt präsentierte. Unter den vielen Besuchern, die den lauen Abend genossen, waren auch Stadtpfarrer Josef Ederer, Pichelsteiner-Vizepräsident Kurt Fiederling, 3. Bürgermeister Josef Weiß und die Stadträte Otto Pfeffer, Sepp Ernst und Werner Rankl. Später stießen noch Bürgermeister Walter Fritz und Pichelsteiner-Präsidentin Ilse Oswald dazu, die vorher noch die Gäste aus der Partnerstadt Mirebeau begrüßt hatten.

PNP 29.07.2005
Heute beginnt das Pichelsteinerfest

„Ich freue mich auf das Pichelsteinerfest, weil . . .
. . .ich sechs Tage lang keine grantigen Leute vor dem Haus habe, sondern lauter entspannte und fröhliche Menschen. Ich kann von hier die Stimmung wirklich hautnah miterleben. Außerdem bin ich ganz schnell vor Ort, wenn wirklich einmal Not am Mann ist. Mit dem Schlafen habe ich wahrscheinlich keine Probleme. Wenn man von 7 Uhr morgens bis spät abends auf den Beinen ist, dann ist man so müde, dass man ins Bett fällt und schläft. Noch einen Vorteil hat die Nähe der Wohnung zum Fest: Es ist nicht sehr weit nach Hause.“

PNP 28.07.2005
Pichelsteinerfest - und Regen wird bunt

Sie sind die ersten, die kommen, die letzten, die gehen. Die Schausteller, Fahrgeschäftsbetreiber und ihre Arbeiter. Wer als Besucher auf ein Volksfest geht, sieht meistens vor lauter Leuten die Menschen nicht, die vor dem Spektakel viele Tage lang Hand anlegen. Seit Samstag stehen die ersten Buden, Wohnwägen und Laster auf den Festplätzen. Am Montag begannen Schausteller aufzubauen, zu putzen und zu schrubben. Seit Mittwoch sind alle da, viele kennen sich untereinander seit Jahren. Sie ziehen die Jalousien hoch, füllen Süßigkeiten nach und Plastikblumen. Andere schuften, laden schwerste Metall- und Holzteile von Lastwägen. Die einen bauen zuerst das riesige Gerüst, überspannen es mit Planen, die anderen beginnen mit der Installation des so genannten Rundfahrgeschäfts. Alles damit es am Freitag rund geht: „Steigen Sie ein, fahren Sie mit.“ - „Neues Spiel, neues Glück“.

PNP 28.07.2005
Pichelsteiner-Premiere: Französische Gäste im Zug

Zum ersten Mal seit der Begründung der Partnerschaft mit der französischen Stadt Mirebeau vor über 20 Jahren kommt eine offizielle Delegation aus Frankreich zum Pichelsteinerfest. Es hat sich bis nach Frankreich herumgesprochen, dass das Pichelsteinerfest eines der größten und attraktivsten Volksfeste weit und breit ist. Immer schon wurden persönliche Freundschaften auch mit Einladungen zum Pichelsteinerfest gepflegt. 50 Personen aus Mirebeau werden heute um 18 Uhr auf dem Stadtplatz erwartet. Die offizielle Begrüßung durch die Stadt und den Deutsch-französischen Freundeskreis findet anschließend im Rathaus statt. Ein großartiges Programm musste in diesem Jahr der Freundeskreis nicht vorbereiten - dank dem Fest. Die Gäste und die Gastgeber werden sich bei den diversen Veranstaltungen des Pichelsteinerfestes vergnügen. Die Höhepunkte werden natürlich die Gondelfahrt und der Festzug am Sonntag sein, bei dem auch eine Delegation aus Frankreich dabei ist. Wie immer haben sich Gastfamilien bereiterklärt, die Gäste aus Frankreich aufzunehmen und zu betreuen. Abreise mit vielen, hoffentlich guten Eindrücken ist am Dienstag um 8 Uhr am Busbahnhof.

PNP 28.07.2005
Blasorchester stimmt auf das Fest ein

Etwas feiner, etwas kleiner als das eigentliche Pichelsteinerfest ist die traditionelle Serenade am Vorabend der Eröffnung, aber Klasse hat sie deswegen nicht weniger. Das liegt vor allem am Blasorchester der Stadt Regen. Am heutigen Donnerstag spielt das Orchester unter der Leitung von Roland Döringer ab 19.30 Uhr im Kurpark-Pavillon konzertante Blasmusik. Hervorgegangen ist die Serenade aus dem „Turmblasen“, bei dem am Vorabend des Pichelsteinerauftakts immer vom Turm der Stadtpfarrkirche geblasen worden ist.
Zum musikalischen Genuss gibt es auch einen kleinen Vorgeschmack auf das Pichelsteinerfest, es werden Bierbänke aufgestellt, und die Zuhörer werden auch mit Bier bewirtet. Es gibt „normales“ Bier, kein Festbier, dafür muss man sich noch einen Tag gedulden.

PNP 28.07.2005
Noch ein Tag bis zum Pichelsteinerfest

„Wir freuen uns aufs Fest, weil . . .
. . . wir sechs Tage lang ein einmaliges Spektakel vor dem Balkon haben. Es ist schon laut, aber das ist ein schöner Lärm: Fahrgeschäfte, Kapellen, der vielstimmige Entsetzensschrei aus dem wasserspritzenden „Top Spin“. Dazu in Wellen die Gerüche der gebrannten Mandeln, Fisch, Gickerl. Auch wenn die Sicht vom Balkon noch so schön ist: Wir sind seit Jahrzehnten eigentlich jeden Tag unten auf dem Fest. Nur fürs Feuerwerk kommen wir oft herauf, da ist unser Balkon voll mit Bekannten. Danach geht’s natürlich wieder runter aufs Fest. Unerfreuliches gibt es schon auch - etwa dass viele Festbesucher das Feuerwerk vom Weinberg aus anschauen und dabei Flaschen und Krüge in die Wiese schmeißen. Aber das ist in letzter Zeit besser geworden.Insgesamt ist es eine schöne Zeit - wir würden nie in Urlaub fahren während des Festes.“

PNP 27.07.2005
Noch zwei Tage bis zum Pichelsteinerfest

„Wir freuen uns aufs Pichelsteinerfest, weil . .
. . . dann endlich wieder mal was los ist. In Regen rührt sich im Allgemeinen ja nicht besonders viel, ein Glück, dass es wenigstens einmal im Jahr das Pichelsteinerfest gibt. Schön wäre, wenn es länger dauerte und öfter stattfände. Wir kriegen zwar gar nicht so viel mit, weil wir die ganze Zeit arbeiten, aber ein bisschen was von dem leckeren Käse kaufen wir uns immer. Hoffentlich ist ab Freitag das Wetter schön!“

PNP 26.07.2005
Noch drei Tage bis zum Pichelsteinerfest

„Wir freuen uns aufs Pichelsteinerfest, weil ...
. . . es einfach dazugehört. Seit wir hier wohnen, also seit 1948 beziehungsweise seit 1933 leben wir mit dem Fest. Nur während des Krieges gab es keines. Der Lärm betrifft uns nicht besonders. Dass an unserer Einfahrt Autos geparkt werden ist auch nicht so schlimm. Wenn einer aber sein Auto direkt vor die Garage stellt ohne zu fragen, dann wird man schon grantig. Sonst ist es wunderschön. Wir haben vom Garten einen sehr guten Blick auf die Wasserspiele.“

PNP 25.07.2005
Noch vier Tage bis zum Pichelsteinerfest

„Ich freue mich aufs Pichelsteinerfest, weil . . .
. . . die Abende des Pichelsteinerfests zwar auch laut sind, aber dieser Lärm ist ein fröhlicher Lärm, und kurz nach 23 Uhr wird es schnell ruhig. In den übrigen Wochen ist es abends hier sehr laut, weil die Möchtegern-Rennfahrer am Falterparkplatz ihre Runden drehen. Wenn wir aufs Fest gehen, dann sind wir im Brauerei-Innenhof oder auch im Biergarten des Brauereigasthofs; die Hallen, besonders die Tierzuchthalle, die sind eindeutig zu laut.“

PNP 23.07.2005
Pichelsteiner: Ein großes Fest macht riesig Arbeit
Festzug- und Gondler-Team liegen gut in der Zeit - Themen: „Regen bewegen“ und „Faszination Wasser“
Manfred Homolka lässt einen Farbstrahl aus der Spraydose zischen. Er gibt einem Reiter aus Styropor den Feinschliff, schaut noch einmal prüfend: „Passt.“ Und rauf mit der Figur auf den Wagen, auf dem schon mehrere Reiter vor dem Modell des Marienbrunnens stehen. Der Regener Osterritt wird auf dem Wagen dargestellt. Ort des Geschehens: die Halle der Pichelsteiner im Gewerbegebiet Metten. Akteure: die Festzugmacher. Künstlerischer Kopf: Manfred Homolka, der seit mittlerweile 31 Jahren die Aufbauten entwirft, skizziert und zu einem großen Teil auch noch selbst baut.
Homolka arbeitet ruhig, die andere Hälfte der Festzuggestalter-Doppelspitze wuselt geschäftig durch die Hallen. Und wenn man es nicht genau wüsste, würde man nicht glauben, dass dieser Mann, der da Werkzeug und Material hin- und herträgt, dort anpackt und hier mithilft, 79 Jahre alt ist. Fritz Müller heißt er. In der Zeit der Festzug-Vorbereitung verbringen Müller und Homolka mehr Zeit miteinander als mit ihren Ehefrauen. Der Ton zwischen ihnen erinnert durchaus an den zwischen langjährigen Ehepartnern.


PNP 29.06.2005
Spaß am Pichelsteinerfest: Aber mit Sicherheit

„Das Konzept im Vorjahr ist aufgegangen, es hat deutlich weniger Zwischenfälle als 2003 gegeben“, sagt Regens Polizeichef Wilhelm Völkl zum Sicherheitskonzept für das Pichelsteinerfest, das größte Volksfest im Bayerischen Wald.

PNP 10.06.2005
Baggern für Gondeln und Wasserspiele

Kanalbau? Eine Unterquerung des Regens? Eine Schatzsuche? Mit Kopfschütteln beobachteten gestern viele Passanten das Treiben im Regenfluss unterhalb der Sparkassen-Insel. Ein Bagger rumorte im Flussbett, schaufelte Kies von hier nach da und verließ am Nachmittag nach getaner Arbeit wieder den Regen. Die Lösung: Es sind Arbeiten für das Pichelsteinerfest, die die Stadt in Auftrag gegeben hat. Den Pumpen der Wasserspiele hatte der niedrige Wasserstand Probleme gemacht, auch die Gondeln liefen auf ihrer Fahrt schon auf Grund.....

PNP 26.05.2005
Pichelsteiner-Bierkönigin wird erst 2006 gewählt
Präsidentin Ilse Oswald: Heuer wird die Zeit zu knapp - Wasserspiele im Regen bis in den August
Man glaubt gar nicht, welchen Aufwand eine Demonstration fordert, die nur wenige Stunden des Jahres zu sehen ist. In der Sitzung des Pichelsteiner-Komitees am Montag konnte man davon einen Eindruck gewinnen. Es ging um Pichelsteiner-Festzug und Gondelfahrt, die Anzahl und Themen der Festwagen und Boote. Es wurden Verantwortliche eingesetzt und organisatorische Voraussetzungen besprochen. Einmal mehr bewies Präsidentin Ilse Oswald ihr organisatorisches Geschick und vermittelte souverän zwischen unterschiedlichen Meinungen. Eingangs hatte Oswald besonders den Ehrenpräsidenten Karl- Heinz Stern und den ehemaligen Chef der Gondler Heinz Schaffhauser begrüßt....

PNP 15.04.2005
Die Pichelsteiner werden Regen bewegen
Erste Komitee-Sitzung unter der neuen Präsidentin Ilse Oswald
"Das Thema ist einmalig", war Festzuggestalter Manfred Homolka begeistert und skizzierte auf einem Block schon einmal, wie er sich den ersten Wagen vorstellt. Gemeinsam mit seinem kongenialen Partner Fritz Müller und vielen Helfern wird er im Mai mit der Arbeit an den Wägen beginnen. Wie viele es sein werden? "16 Themen-Wägen sollten es schon werden, wenn es nach was ausschauen soll", meinte Homolka. Vizepräsident Kurt Fiederling bremste, "zwölf würden auch einmal genügen", meinte er. Kurze Diskussion, Näheres verwiesen in den Festzug-Ausschuss.
Die Gondler werden sich laut ihrem Chef Edwin Stoletzky für die Gondelfahrt am Pichelsteinersamstag dem Thema "Wasser " widmen; und dieses Wasser nicht nur unterm Kiel haben, sondern es auch auf den kunstvollen Aufbauten plätschern und fließen lassen.

PNP 14.02.2005
Pichelsteiner setzen auf „Frau Präsidentin“: Ilse Oswald löst Karl-Heinz Stern ab
Vorstand neu gewählt - Stern nach 15 Jahren im Amt aus gesundheitlichen Gründen ausgeschieden
Regen. Es gibt größere Vereine in Regen, aber keinen, der so stark nach außen wirkt wie die Pichelsteiner. Schließlich organisieren sie mit dem Pichelsteiner-Fest das mit Abstand wichtigste Ereignis im Jahreslauf der Stadt. Da ist es schon fast ein historischer Moment, dass es seit Donnerstag keinen Pichelsteiner-Präsidenten mehr gibt, sondern eine Präsidentin. Ilse Oswald wurde in der Generalversammlung zur Nachfolgerin für Karl-Heinz Stern gewählt.
Schon seit längerem hatte Stern angekündigt, dass er aus gesundheitlichen Gründen das Amt abgeben wolle. Diesmal gelang es den Vorstandskollegen nicht mehr, ihn zum Weitermachen zu überreden. Eine Einigung kam schon vor der Versammlung zu Stande: Vizepräsident Kurt Fiederling und Kassier Otto Pfeffer, die eigentlich ihre Ämter ebenfalls aufgeben wollten, erklärten sich zum Bleiben bereit.

PNP 14.02.2005
»Regen kann seinen Ruf als Pichelsteiner-Stadt noch viel stärker nutzen«
Die neue Präsidentin der Pichelsteiner über ihre Pläne und den lebenslangen »Fest-Virus«.
Oswald: Eine Woche vor der Generalversammlung. Und ich hatte wirklich nicht damit gerechnet, schließlich war ich ja nicht mal im Vorstand. Ich habe dem Amt nicht entgegengearbeitet, das ist eher über mich gekommen. Dementsprechend hatte ich schon einige unruhige Tage, in denen ich überlegt habe: Soll ich es machen, traue ich mir das zu?....